| Home | Sitemap  | AGB´sKontakt/Impressum 

 

  Newsletter
  anmelden
| abmelden

 
   Kunden-Nutzen  |  Seminare  |  Leistungen   | Über uns |   Presse

   
   Kunden-Nutzen

 Wissens-Archiv
 Gratis-Newsletter
 Gastro-Tipps
 (Arbeits-)Recht
 Kennzahlen
 Formulare
 Literatur
   

 
 

 
Weiterbildungs- und
  Betriebsberatungsges.m.b.H.
  Im Weideland 8
  4060 Leonding
  Tel.: 0732/772267
  Fax: 0732/772267-50
office@gastlichkeit.at   

 

 

 

 

 

Herstellung

 

Zigarren

Der Anfang
 
Kubas Ureinwohner die Tainos (Indianer), waren wohl die ersten Menschen, die das Vergnügen des Rauchens erfahren haben. Im November 1492 fanden zwei Matrosen der Expedition von Christoph Kolumbus an einem Fluss einige rauchende Indianer.

Mit dieser Expedition von Christoph Kolumbus ist wohl der Tabak auch in Europa eingeführt worden. Richtig bekannt wurde er jedoch erst, als Jean Nicot einem Pagen der Königin Katharina von Medici ein Magengeschwür mit Tabakblätter heilte. Aus dieser Zeit hat die Pflanze auch ihren Namen: Nicotina Tabacum.
(Medici = Reiche ital. Familie 1530 in den
Herzogsstand erhoben. Katharina = Königin von Frankreich).

Anfangs des 16. Jahrhunderts erreichte der Tabakhandel eine hohe Blüte. Und bereits in dieser Zeit zeichnete sich der kubanische Tabak in der Qualität aus.
 
Die steigende Nachfrage des Tabaks führte dazu, dass nach 30 Jahren der Kolonisation Kubas (1510) die Landwirte der Insel in der Lage waren, einen Teil ihres produzierten Tabaks in die damalige Metropole (Spanien) zu senden. Ab 1580 wurde der Tabakhandel in der Provinz Havanna geregelt. (Verkauf im eigenen Land an Gasthäuser.) Die auch heute noch bekanntesten und feinsten Tabaksorten werden vor allem im Westen von Kuba und im mittleren Kuba produziert. Im Osten ist heute eine Region sehr bekannt, nämlich die Camagüey. Weltbekannt sind die kubanischen Zigarren jedoch unter dem
Namen der Hauptstadt geworden: HAVANNA
.

 Pflanze 
 
Die Tabakpflanze gehört zu der Familie der Nachtschattengewächse wie Kartoffeln Oder Tomaten.

Im Gegensatz zu Getreide kann der Tabak nicht direkt auf die Felder ausgesät werden, sondern muss sich jedes Jahr aus Samen neu entwickeln. Grund dafür ist, dass der Samen viel zu klein ist. Ca. 10`000 Samenkörner wiegen ein Gramm. Die Aussaat erfolgt deshalb nach dem Winter in sorgfaltig vorbereitete Treibbeete. Die Schösslinge werden anschließend aufs Feld verpflanzt, wo sie je nach Stand der Pflanzen nach 150 bis 170 Tagen geerntet werden. 

Vor dem Ernten sei noch festgehalten, dass sobald die Blüten erscheinen, diese geköpft werden, um die Nährstoffzufuhr zu den Blättern zu verbessern. Die neu austreibenden Seitentriebe werden ebenfalls entfernt. Man nennt dies geizen. Zusätzlich müssen noch am Grunde der Pflanze die kranken und kleinen Blätter entfernt werden

 Ernte
 
Man spricht bei den Tabakpflanzen von Stockwerken. Unten befindet sich das Edelgut, die Fuß- und Sandblätter. Im nächsten Stockwerk finden wir das Hauptgut oder das Bestgut und zuoberst das Kopfgut oder auch Fettgut genannt. Die Tabakblätter werden an Schnüren aufgebunden und zum Trocknen in spezielle Tabakhäuser gehängt. Eine chemische Umwandlung des Tabakblattes erfolgt. Die Blätter werden gelb. Wichtig bei der Trocknung ist, dass die Zellen noch genug Feuchtigkeit aufweisen und nicht absterben. Dieser Prozess dauert Ca. 40 Tage (Heute wird dieser Prozess z.T. auch künstlich abgewickelt.)

Fermentation

Bei der Fermentation wird durch natürliche oder künstliche Wärme ein Gärungsprozess vollzogen, bei dem die Eiweißstoffe abgebaut und die Aroma- und Farbstoffe entwickelt werden. (Das Bittere des Tabakblattes baut sich ebenfalls ab.) Je nach Trockenheit der Blätter wird für die Fermentation auch nochmals Feuchtigkeit dazugegeben.

Nach dieser ersten Fermentation erfolgt eine Klassifizierung der Blätter. Die Blätter werden nach ihren Eigenschaften qualifiziert. Dabei gelten folgende Kriterien:

  • Vollständigkeit
  • allgemeiner Zustand
  • Reifegrad, Stärke
  • Widerstandskraft
  • Elastizität des Gewebes

Zwischen oder nach der Fermentation werden die Tabakblätter ausgerippt (Stripperinnen). Die Hauptrippe wird teilweise oder ganz entfernt, d.h. das Blatt ist tot. Dieser Vorgang ist für die Fabrikation wichtig, da mit der Rippe das Blatt nicht gerollt werden könnte. (Hinweis: 2.Fermentation in Fässern.)

Die Blätter werden nun lose oder bündelweise in Ballen zu ca. 16`000 Blättern verpackt und je nach Qualität zur weiteren Verarbeitung verschickt. Tabak wird je nach Resultat der Ernte bis zu 2 Jahren gelagert, um die Qualität noch zu verbessern.

 Fabrikation
 
Nach Abschluss der Fermentation findet der schwierigste Prozess für das Herstellen einer Zigarre statt, nämlich das Mischen. Nur ein ganz großer erfahrener Spezialist
bringt es fertig, Tabakblätter von verschiedenen Klassen, Sorten und aus unterschiedlichen Tabakplantagen und Ernten die richtige Mischung und das feine Aroma zu finden.

 Das Rollen einer Zigarre
 
Zwei bis vier Tabakblätter werden je nach Format von Hand über die gesamte Länge kegelartig übereinandergefaltet. So entstehen Luftkanäle im Inneren, die den gleichmäßigen Zug der Zigarre garantieren.

Als nächstes wird diese Einlage in die Hälfte eines Umblatts eingewickelt, bei größeren Formaten in zwei Hälften. Die so entstandene Puppe oder Wickel wird nun in einer hölzerne Form gepresst.
Der Zigarrenmacher entnimmt nun eines der feuchtgehaltenen Deckblätter, breitet es auf dem Schneidebrett aus, dehnt es und schneidet die Ränder zu. Die Puppe wird nun schräg auf das Deckblatt gelegt und vorsichtig umwickelt.

Im nächsten Arbeitsgang wird aus einem Deckblattrest ein rundes Stückchen ausgeschnitten und auf dem Kopf der Zigarre mit einem pflanzlichen Klebstoff angebracht. Bei manchen Zigarren wird der Kopf durch das Zusammendrehen der Deckblattenden gebildet.

Anschließend verleiht der Zigarrenmacher dem Deckblatt Glanz, indem er mit dem Messer darüber streicht und die Zigarre auf dem Brett rollt. Zum Schluss wird die Zigarre auf die richtige Länge zugeschnitten sowie die Standardmaße der verschiedenen Zigarren mit Hilfe von Mess-Schablonen kontrolliert.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von

 

zurück zur Ausgangsseite

zum Seitenanfang

  2012 by Gastlichkeit & Co. Optimiert für eine Auflösung von 1024 x 768 Pixel.