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letzte Aktualisierung: 
  28.03.2012

 
 

 
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Das wohlgeformte Ziel

 

 

Wohlgeformtheit von Zielen

Den Begriff „Wohlgeformtheit“ verwendet man, um damit auszudrücken, dass sowohl die sprachliche als auch die logische Struktur der Zielformulierung eine wesentliche Voraussetzung für die Wahrscheinlichkeit der Verwirklichung von Vorhaben darstellt.

Wie müssen aber dann die Ziele und Wünsche formuliert sein, damit sie klar und für jeden nachvollziehbar sind? Dazu einige Beispiele aus der Praxis:

"Ich möchte demnächst wieder mehr mit meiner Familie unternehmen" oder
"Ich möchte nicht mehr solange arbeiten".

Das sind Ziele, die ich in der beruflichen Praxis immer wieder höre. Ich kann mir jedoch nur sehr schwer vorstellen, dass von solchen Aussagen Energien ausgehen, die mich zu einer Verhaltensänderung veranlassen würden. Für mich sind das eher "Lippenbekenntnisse" die schon vergessen werden, kurz nachdem sie angesprochen wurden.

Sehr oft sind Ziele als "weg vom Alten" definiert. Es gibt aber keine Aussagen über den neuen gewünschten Zustand, der als Ziel attraktiv wäre (Was hätten Sie gerne statt dessen?). Zu obigen Beispielen könnte das neue Ziel folgendermaßen heißen:

"Mit meiner Familie am nächsten Sonntag ins Kino gehen" oder
"Jeden Mittwoch um 17.00 Uhr Feierabend machen".

Bereits mit dieser kleinen Veränderung sehen Sie den tatsächlichen gewünschten Zustand wesentlich klarer und haben dadurch eine realistische Chance, das gesteckte Ziel auch tatsächlich zu erreichen. Um das Ziel noch deutlicher zu definieren, helfen Ihnen die nachfolgenden Kriterien.

  • Ziele sind zunächst auf ihren Wert und auf ihren Sinn und Zweck für das eigene Leben und für die Institution zu prüfen. Dies ist einer der Hauptgründe, warum Ziele, die von oben vorgegeben werden, meist nicht in die Realität übertragen werden. Viele Führungskräfte meinen, dass es genüge, Kraft ihrer Autorität Ziele vorzugeben. Den vorschriftsmäßigen Ausführungen fehlen meist Kopf und Herz und damit scheitern sie.

  • Ein weiteres Merkmal liegt in der eigenen Leistung, die mit der Arbeit am Ziel eingebracht wird. Man kann nur dafür die Verantwortung übernehmen, wo man selbst eine Leistung erbringen kann. Dort wo man keine Kontrolle über die Zielerreichung hat, kann man auch keine Verantwortung übernehmen.

  • Das Zielhandeln wird meist geleitet von „Fort von etwas“ und „Hin zu etwas“. Wobei die zweite Variante mehr Motivation und höhere Erfüllungsfreude verspricht.

Hier können Sie eine Checkliste für die "Wohlgeformtheit" von Zielen im pdf-Format herunterladen.

 

 

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