|

Wohlgeformtheit
von Zielen
Den
Begriff „Wohlgeformtheit“ verwendet man, um damit auszudrücken,
dass sowohl die sprachliche als auch die logische Struktur der
Zielformulierung eine wesentliche Voraussetzung für die
Wahrscheinlichkeit der Verwirklichung von Vorhaben darstellt.
Wie
müssen aber dann die Ziele und Wünsche formuliert sein, damit
sie klar und für jeden nachvollziehbar sind? Dazu einige
Beispiele aus der Praxis:
"Ich möchte demnächst wieder mehr mit meiner Familie
unternehmen"
oder
"Ich möchte nicht mehr solange
arbeiten".
Das
sind Ziele, die ich in der beruflichen Praxis immer wieder höre.
Ich kann mir jedoch nur sehr schwer vorstellen, dass von solchen
Aussagen Energien ausgehen, die mich zu einer Verhaltensänderung
veranlassen würden. Für mich sind das eher "Lippenbekenntnisse"
die schon vergessen werden, kurz nachdem sie angesprochen
wurden.
Sehr oft sind Ziele als "weg vom Alten" definiert. Es gibt aber
keine Aussagen über den neuen gewünschten Zustand, der als Ziel
attraktiv wäre (Was hätten Sie gerne statt dessen?). Zu obigen
Beispielen könnte das neue Ziel folgendermaßen heißen:
"Mit meiner Familie am nächsten Sonntag ins Kino gehen"
oder
"Jeden Mittwoch um 17.00 Uhr Feierabend machen".
Bereits mit dieser kleinen Veränderung sehen Sie den
tatsächlichen gewünschten Zustand wesentlich klarer und haben
dadurch eine realistische Chance, das gesteckte Ziel auch
tatsächlich zu erreichen. Um das Ziel noch deutlicher zu
definieren, helfen Ihnen die nachfolgenden Kriterien.
-
Ziele sind zunächst auf ihren Wert und auf ihren Sinn und
Zweck für das eigene Leben und für die Institution zu
prüfen. Dies ist einer der Hauptgründe, warum Ziele, die von
oben vorgegeben werden, meist nicht in die Realität
übertragen werden. Viele Führungskräfte meinen, dass es
genüge, Kraft ihrer Autorität Ziele vorzugeben. Den
vorschriftsmäßigen Ausführungen fehlen meist Kopf und Herz
und damit scheitern sie.
-
Ein weiteres Merkmal liegt in der eigenen Leistung, die mit
der Arbeit am Ziel eingebracht wird. Man kann nur dafür die
Verantwortung übernehmen, wo man selbst eine Leistung
erbringen kann. Dort wo man keine Kontrolle über die
Zielerreichung hat, kann man auch keine Verantwortung
übernehmen.
-
Das Zielhandeln wird meist geleitet von „Fort von etwas“ und
„Hin zu etwas“. Wobei die zweite Variante mehr Motivation
und höhere Erfüllungsfreude verspricht.
Hier können Sie eine Checkliste für die "Wohlgeformtheit" von
Zielen im pdf-Format herunterladen.
|