|
Geschäft mit
Wellness boomt
Das Geschäft mit Wellness floriert in Österreich. Über 700
Hotels versprechen ihren Gästen mittlerweile Wohlbefinden und
Entspannung - und das auf hohem Niveau, wie es von Experten
heißt.
Schon zehn Prozent Wellness-Urlauber
Laut Verein für Konsumenteninformation (VKI) geht ein Zehntel
der 120 Millionen Nächtigungen hier zu Lande auf das Konto des
Wellness-Tourismus.
Österreich ist mit seinen Angeboten
"Welt-Leader", sagte Josef Wiesauer, Sportwissenschafter aus
Linz, bei der Präsentation eines neuen Wellness-Lexikons des VKI
in Wien.
"Wohlbefinden statt schneller, höher, stärker"
In
punkto Angebotsdichte, Niveau und Ausbildung der Berater und
Therapeuten stehe Österreich an der Spitze. Am Wellness-Sektor
werde sich in nächster Zeit dennoch vieles weiterentwickeln, so
der Sporttherapeut.
Die Verantwortung der Menschen im Umgang mit ihrer Gesundheit
werde weiter steigen. Man werde Bewegung zunehmend als
Lustfaktor wahrnehmen. "Wir brauchen eine Neuorientierung des
Trainings", sagte Wiesauer. Das Motto solle lauten:
"Wohlbefinden statt schneller, höher, stärker".
Zwischen Mühlviertel und Asien
"In den nächsten zehn Jahren werden wir auch mehr darüber
wissen, was für den Gesunden gesund ist", meint Wiesauer. "Die
Präventivmedizin ist noch nicht so entwickelt, wie wir es gerne
hätten."
Asiatische Behandlungen werden
zurückgehen, prognostizierte der Wissenschafter. "Wellness-Anbieter
müssen sich darauf besinnen, dass ins Mühlviertel etwas anderes
gehört als nach Vietnam", sagte er in Anspielung auf chinesische
Klänge während einer Massage mit Ausblick auf Österreichs
Bergwelt. Der Wellness-Markt werde sich dazu deutlich
bereinigen, meinte Wiesauer.
Von Aromatherapie bis Yoga
Um es Gesundheitsbewussten zu erleichtern, sich im
Wellnessdschungel zwischen Ayurveda und Yoga zurechtzufinden,
hat der
VKI ein neues Lexikon herausgebracht. 50 Verfahren
von Aroma- bis Farbtherapie haben die Autoren Elisabeth Hewson
und Rudolf Schramm anhand von Fachbüchern analysiert.
Der Ratgeber soll beantworten, wie die
Methoden wirken, was sie kosten, wie viel Zeit die Anwendung
benötigt und wo Vorsicht geboten ist, so Franz Floss,
Geschäftsführer des VKI zuständig für die Bereiche
Untersuchungen und Publikationen.
Quelle: orf.at |