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Trinkgelder im Fünf-Sterne-Hotel
Wer
kann von sich schon sagen, dass er in großen Luxushotels dieser
Erde ein- und ausgeht? "Fünf Sterne" sind für die meisten schon
etwas Außergewöhnliches. Sie werden sich daher möglicherweise
fragen: "Gelten in der Luxus-Hotellerie ganz besondere
Spielregeln?" Gewiss. Ein Grandhotel zeichnet sich zuallererst
durch Großzügigkeit aus. Sie werden das sofort spüren, sobald
Sie ein solches Haus betreten haben. Aber das Parkett ist dort
auch besonders "glatt", weil man viele Fehler machen kann, ohne
diese selbst gleich zu bemerken. Beispielsweise beim Trinkgeld.
Kein Mitarbeiter eines wirklichen Luxushotels wird jemals auf
den Gedanken kommen, auch nur mit einem Hauch von einer
Andeutung von Ihnen ein Trinkgeld einzufordern. Aufmerksame
Hilfsbereitschaft und Großzügigkeit gegenüber dem Gast gehören
zu den wichtigsten Pflichten des Personals solcher Häuser. Man
ist stets diskret und zurückhaltend, erwartet aber gleichwohl
auch von seinen Gäste ein bestimmtes Niveau - das heißt auch
eine gewisse selbstverständliche Großzügigkeit. Dennoch wird in
Grandhotels keineswegs mit den Trinkgeldern nur so um sich
geworfen. Wer als Gast etwas auf sich hält, gibt am richtigen
Platz und angemessen. Es ist nämlich keineswegs so, dass jeder
hilfsbereite Geist des Hauses ein Trinkgeld erwarten kann.
Im
Luxushotel erhalten in der Regel keine Trinkgelder:
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Personen, die in Zivilkleidung arbeiten.
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Die Empfangsdame, die Sie bei der Anreise in Ihr Zimmer
begleitete und Ihnen die Funktion von Schlüsselanlage,
Vorgängen, Geräten und die weiteren Einrichtungen des Hauses
erklärt.
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Der Rezeptionist bekommt ebenfalls nichts für das
Aushändigen von Schlüssel, Nachrichten oder sonstige
Serviceleistungen.
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Auch der Concierge bekommt für das Herbeirufen eines Taxis
oder andere übliche Dienstleistungen gewöhnlich kein
Trinkgeld.
Faustregel fürs Trinkgeld im Luxushotel: Ein "Tip" von Ihnen
darf grundsätzlich jeder erwarten, der für Sie Wege innerhalb
und außerhalb des Hauses macht und dabei für Sie noch etwas
trägt.
Das richtige Maß für ein Trinkgeld im Luxushotel sieht in etwa
so aus:
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Auto |
Parken und holen: jeweils 2 - 3 Euro |
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Bar, Cafe,
Restaurant
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Allgemein sind in der Gastronomie 5% - 10% üblich.
Sofern Sie im Hotel den Verzehr auf die Gesamtrechnung
schreiben lassen, hinterlassen Sie das Trinkgeld jeweils
in bar beim Unterschreiben der Rechnung im Restaurant.
In Business-Hotels lässt man das Trinkgeld schon mal auf
dem Tisch liegen. Im Grandhotel ist das unüblich.
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Gepäck |
2 Euro pro Stück, bei An- und Abreise |
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Housekeeping |
Ab 2 Euro pro Nacht; bei Suiten mehr. Bei längeren
Aufenthalten pauschal 10 Euro pro Woche/Zimmer. Das
Trinkgeld können Sie zu Beginn oder in der Mitte des
Aufenthalts überreichen. |
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Sonderwünsche |
Für Gänge des Pagen an den Briefkasten um die Ecke sind
2 - 3 Euro angemessen. Bekam der Concierge hingegen für
Sie im ausverkauften Opernhaus noch Plätze im ersten
Rang, könnten 10 Euro zu wenig sein. Wägen Sie jeweils
den Grad der Mühe ab, den Ihr Helfer vermutlich mit
Ihrem Sonderwunsch hatte. |
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Zimmer-Service |
Die in der Room-Service-Karte vermerkten Aufschläge
sind Bedienungs-, aber kein Trinkgeld. Darum: 2 bis 5
Euro zusätzlich pro Lieferung. |
Wie Sie das Trinkgeld am besten überreichen? Dazu gibt es eine
einfache Regel. Sie werden persönlich bedient, daher sollten Sie
auch persönlich danken. Hinterlegen Sie nicht einfach
unpersönlich ein paar Münzen oder einen Schein. Verbinden Sie
vielmehr Ihren finanziellen Dankesbeweis mit ein paar
freundlichen Worten für die jeweilige Leistung.
Veröffentlichung
mit freundlicher Genehmigung von:
VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG • http://www.vnr.de
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