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Total
Quality Management (TQM)
Qualität
ist an spezifizierte oder vorausgesetzte Erfordernisse gebunden.
Es kommt immer auf die Erfüllung der Anforderungen an, und über
die Erfüllung der Anforderungen, entscheidet einzig und allein
der Gast. Für den Gebrauch in der Praxis gilt daher:
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Gute Qualität ist die Erfüllung von Anforderungen
(Erwartungen des Gastes). |
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Über die Erfüllung entscheidet nur der Gast. |
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Die Anforderungen/Erwartungen werden immer höher. |
TQM
ist also ein aktiv zu betreibender Prozess. Alle Führungs-,
Planungs-, Steuerungs- und Überwachungstätigkeiten wirken durch
die sie ausübenden Personen an der ständigen Qualitätsverbesserung
mit, und sind deren Motor.
Grundgedanken des TQM
Borgward
hat in einer grundlegenden Betrachtung festgestellt: „Qualität
beginnt im Kopf“. Diese gewollt doppeldeutige Aussage erläutert
eine Voraussetzung für TQM. Es muss im Kopf des Unternehmens,
also in der Unternehmensleitung, beginnen, und es muss im Kopf
aller Mitarbeiter, sprich im Willen und der Überzeugung aller
anfangen.
Das
Ziel aller Bemühungen
im Rahmen von TQM ist der Gast,
denn er allein entscheidet, ob er die gastronomische
Dienstleistung annimmt. Diese Annahme basiert auf den
Erfahrungen des Gastes, die er selbst oder andere mit
Unternehmen gemacht haben.
Somit
muss jedes Unternehmen bestrebt sein, alle Möglichkeiten
zur Vertrauensbildung und zur Zufriedenstellung seiner Gäste
zu nutzen. In der Abbildung sind Möglichkeiten
dargestellt, die positiv oder negativ auf den Gast
einwirken können. |
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Die
Qualität des Unternehmens
TQM
erweitert die Qualitätssteuerung von Dienstleistungen
und Produkten auf die Gesamtqualität des Unternehmens.
Die Abbildung stellt dar, dass diese Qualitätssteuerung
die Dienstleistungen und Produkte ebenso umfasst wie die
Tätigkeiten und Verhaltensweisen aller Mitarbeiter
innerhalb des Unternehmens. Es gehört zu den Grundsätzen
des TQM, alle Tätigkeiten innerhalb eines Unternehmens
in die Ausrichtung auf die Erwartungen und Anforderungen
der Gäste und auf ständige Qualitätsverbesserung der
eigenen Arbeit einzubeziehen. TQM ist also ein
Managementinstrument für ein profitableres,
gastorientierteres Unternehmen.
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Qualitätsbezogene
Kosten
Gerade
in der Gastronomie begegnet man immer wieder der Meinung:
„Qualität kostet Geld“. Gemäss der Definition von Qualität
als „Erfüllung von Anforderungen“, ist diese Aussage unsinnig
in sich selbst. Was Geld kostet, sind die Folgen der „Nichterfüllung
von Anforderungen“ wie Nacharbeit, Ausschuss, Kulanz wegen Mängeln,
etc. Es wäre daher sinnvoller zu sagen: „Unqualität kostet
Geld“, und zwar reichlich. Die genannten Kostenanteile vermehrt
um die Prüfkosten, belaufen sich in der Gastronomiebranche auf
ca.10 – 20% vom Umsatz. Hier liegt ein finanzielles
Verbesserungspotential, das durch TQM schnell erschlossen werden
kann. Die erforderlichen Investitionen sind vergleichsweise gering
und amortisieren sich in kurzer Zeit.
Qualitätsverbesserung
und Kostenreduktion
Verantwortungsbewusste
Unternehmer werden Qualitätsverbesserungen nicht um ihrer selbst
willen betreiben, sondern zur Verbesserung oder Sicherung der
eigenen Position und zur Verbesserung des finanziellen
Ergebnisses. Diese Verknüpfung zeigt die Abbildung nach Deming.
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Konsequent betriebene Qualitätsverbesserung führt zur
Reduktion von Kosten und zur Verbesserung der
Marktposition durch zufriedene Gäste.
Jedoch entsteht dieses Resultat nur dann, wenn die
Qualitätsverbesserung am Anfang steht. Viele
gastronomische Betriebe versuchen, das gleiche Ergebnis
durch Kostensparprogramme zu erreichen, übersehen
jedoch, dass Teile der Kostenreduzierungsmaßnahmen zu
Lasten der Gästezufriedenheit gehen, weil sie die
Leistungen für die Gäste verschlechtern. Dies muss
zwangsläufig zu Lasten des Marktanteils gehen.
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Der
Effekt liegt in der systematischen, miteinander verknüpften und
auf das Ziel der unternehmensweiten Qualitätsverbesserung
gerichteten Anwendung dieser durchaus bekannten Methoden.
Aufgaben
und Verhaltensweisen der Führungskräfte im TQM
Qualität
wird in einem Unternehmen nur dann realisiert, wenn der
verantwortliche Vorgesetzte in seiner persönlichen Arbeit jeden
Tag deutlich macht, dass kontinuierliche Qualitätsverbesserung
und Gastorientierung für ihn nicht nur Schlagworte sind, sondern
seine eigene Arbeit entscheidend prägen. Jeder Vorgesetzte muss
sich ständig über seine Vorbildfunktion im klaren sein. Seine
Mitarbeiter bewerten jede seiner Handlungen und Anweisungen an den
Grundsätzen die er verkündet hat. Eine der wichtigsten Regeln
lautet daher: Qualität ist Managementverantwortung.
Verhaltensänderung
der Führungskräfte
Total
Quality Management erfordert die Einbeziehung aller Mitarbeiter
des Unternehmens. Dies ist nur über einen kooperativen Führungsstil
zu erreichen. Die Mitarbeiter des Unternehmens stehen im
Mittelpunkt der TQM-Bemühungen, denn sie müssen TQM bei der täglichen
Arbeit realisieren. Die Führungskräfte aller hierarchischen
Ebenen haben die Voraussetzungen zu schaffen, damit ihren
Mitarbeitern dieses Umsetzen möglich wird. Die nachstehend
genannten Verhaltensänderungen der Führungskräfte führen zu
diesem Ziel:
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Mitarbeiter als Aktivposten sehen und nicht als
Kostenfaktor |
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Fehlerursachen gemeinsam suchen – nicht Schuld zuweisen |
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Führen durch Einbeziehen der Mitarbeiter |
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Führen mit Zielen und Fakten |
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Verbesserungsaktivitäten fördern |
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Arbeiten in Prozessen |
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Ständige Kommunikation |
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praktiziertes TQM ist Teil der täglichen Arbeit und keine
zusätzliche Aufgabe |

Das
Europäische Total Quality Management – Modell
entwickelt
von der Europäischen Gesellschaft für Qualität.
Das
Modell differenziert zwei Bereiche, die „Befähiger“
und die „Ergebnisseite“. Dadurch wird deutlich, welche
Voraussetzungen für ein erfolgreiches TQM-Modell geschaffen
werden müssen. Diese lassen sich wie folgt skizzieren:
| Das
Ziel dieser Bemühungen lässt sich nicht nur in der Verbesserung
des Geschäftsergebnisses festmachen. Vielmehr soll
mittels Vergleich der Leistungen mit direkten
Wettbewerbern: |
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die Zufriedenheit der externen Kunden |
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die Zufriedenheit der Mitarbeiter |
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die Wahrnehmung der gesellschaftlichen Verantwortung und
das Image, das ein Unternehmen besitzt, sowie |
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die Geschäftsergebnisse |
| erhöht
und verbessert werden. |
TQM
kann nicht kurzfristig angelegt und auf einen isolierten Bereich
innerhalb eines Unternehmens beschränkt werden. Vielmehr handelt
es sich um eine, für alle geltende Mitarbeiterphilosophie, die
einen permanenten Prozess in Gang setzen soll. Die aufgeführten
Beurteilungskriterien sind im „European Quality Award (EQA)“
festgelegt und sollen eine Vergleichbarkeit von Qualitätsleistungen
europäischer Unternehmen ermöglichen.
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