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Käseteller
auf Italienisch
Dass
die mediterrane Küche ist nach wie vor »in« ist, dürfte
hinreichend bekannt sein. Gleiches gilt für die Tatsache, dass
ganz besonders italienische Gerichte hierzulande eine
riesengroße Fan-Gemeinde haben. Die Gründe sind vielfältig.
Das beginnt bei den geschmacklichen und optischen Vorzügen und
endet bei den immer wichtiger werdenden, günstigen
ernährungsphysiologischen Eigenschaften, die diese
naturverbundene, bodenständige, aber auch enorm
abwechslungsreiche Küche zu bieten hat. Mittlerweile sind wir
Österreicher ja längst zu ausgesprochenen Spezialisten für
Pasta und Rissotto, Saltimbocca oder Piccata geworden. Ja wir
kennen sogar ausgefallene regionaltypische Spezialitäten aus
dem Piemont und der Toskana, aus Umbrien, Venetien oder
Sizilien.
Wie kreativ und ideenreich die Italiener in unserem Land sind,
war diesen Sommer wieder einmal erfahren. Wenn in
einem führenden Wiener »Ristorante« der Gast
nach dem Hauptgang noch Lust auf Wein und Käse verspürte,
lachte der Wirt, verschwand kurz und kehrte wenig später mit
einer wirklichen Überraschung zurück. Er präsentierte
nämlich nicht nur einen exzellenten Rotwein, den er angesichts
der tropischen Temperaturen etwas kühler als sonst servierte,
sondern brachte dazu auch einen ganz besonderen Käseteller.
Darauf fanden sich große, gebrochene Stücke Parmigiano
Reggiano, feinster Balsamico und einige Scheiben lauwarme
Pellkartoffeln. Eine großartige Zusammenstellung wie ich finde,
und eine gute Idee, die zum Nachahmen anregt. Denn für den
Gastronom bedeutet dieser spezielle Käseteller wenig Aufwand,
für den Gast eine schöne Abwechslung vom üblichen
Käseeinerlei.
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