
Reservierungsannahme:
Verwandeln Sie Anfragen per Telefon in fixe Buchungen
Der Idealfall für jeden Hotelier oder
Gastronomen: Ein Gast ruft von selbst an und möchte ein Zimmer
oder eine Veranstaltung buchen. Natürlich tut er das nicht
direkt, sondern stellt zunächst Fragen. Dabei fällt er eine
Vorentscheidung, ob er mit Ihnen ins Geschäft kommen will.
Das hängt nicht nur von Ihrem Angebot ab, sondern in großem
Maß auch vom "Bauchgefühl" des Gastes. Kennt er Sie nicht
persönlich, macht er sich sein Bild von Ihnen. Mit diesen
Tipps sorgen Sie dafür, dass es positiv ausfällt.
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Sie sollten niemals gehetzt oder genervt klingen, wenn Sie
ans Telefon gehen. Halten Sie bewusst inne und atmen Sie
tief durch, bevor Sie den Hörer abnehmen.
Führen Sie jedes Telefonat so, als wenn es das einzige
des Tages wäre.
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Lächeln Sie. Der Gast kann das Lächeln zwar nicht
sehen, aber hören. Übrigens: Im Stehen klingen Sie
dynamischer als im Sitzen.
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Verwenden Sie zuerst eine Grußformel ("Guten Tag",
"Herzlich willkommen", "Servus" .. je nach Betriebstyp). Der
Gast benötigt ein bis zwei Sekunden, um sich auf den Klang
Ihrer Stimme einzugewöhnen. Wenn Sie gleich mit dem
Firmennamen beginnen ("Huberwirt, Grüß Gott") besteht die
Möglichkeit, dass der Gast den Firmennamen nicht versteht
und in Folge nachfragen muss. Grundsätzlich sollten Sie
jedes Telefonat so führen, dass Sie Ihren Gästen so wenig
wie möglich Zeit und Geld kosten.
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Nennen Sie Ihren Namen. Auch den Vornamen. Dies
schafft eine vertrautere Stimmung, als wenn Sie lediglich
Ihren förmlichen Familienamen nennen.
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Sprechen Sie den Anrufer mit seinem Namen an.
Wiederholen Sie den Namen im Laufe des Gesprächs. Wenn Sie
ihn nicht verstanden haben, scheuen Sie sich nicht
nachzufragen. Am besten notieren Sie sich den Namen und das
Anliegen des Gastes.
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Sprechen Sie in kurzen Sätzen (fünf bis sieben
Wörter). Das erleichtert dem Gesprächspartner, Sie zu
verstehen.
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Führen Sie das Gespräch, indem Sie dem Gast Fragen
stellen. Wenn Sie lediglich wie
ein Antwortautomat agieren, verunsichern Sie den Gast und
das Risiko ist hoch, dass er sich die Buchung nochmals
überlegt.
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Bieten Sie im Zweifelsfalle
an, die gewünschte Buchung unverbindlich einzutragen, um
dem Gast den Termin und das Arrangement zu sichern. Speziell
bei unschlüssigen Anrufern ist dies eine sehr wirksame
Methode um zum Abschluss zu kommen. Betonen Sie dabei
ausdrücklich die Unverbindlichkeit. Damit erreichen Sie beim
Gast eine unterschwellige Verbindlichkeit.
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Bleiben Sie immer bei der
Wahrheit und handeln Sie im Sinne des Gastes. Dies ist
kein Widerspruch zum vorhergegangenen Punkt. Im Gegenteil.
Sie werden nur dann langfristig erfolgreich sein, wenn Sie
ein aufrichtiges Interesse am Wohlergehen des Gastes haben.
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Sprechen Sie Empfehlungen aus.
Wenn Sie rund um Ihr Angebot eine kleine Geschichte
(Produktstory) haben, dann sollten Sie diese vorbringen.
Wenn Sie keine haben, dann gehen Sie auf die Suche nach
einer - natürlich wahren - Story.
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Lassen Sie sich während des Telefonats nicht stören.
Ruft der Gast zu einem ungünstigen Zeitpunkt an, bitten Sie
ihn um seine Telefonnummer und vereinbaren einen späteren
Gesprächstermin. Das sollte aber die Ausnahme bleiben.
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Wenn Sie verbinden müssen, dann maximal ein einziges Mal.
Erklären Sie beim Verbinden das Anliegen des Gastes, damit
dieser sich nicht wiederholen muss.
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Fassen Sie gegebenenfalls die einzelnen Punkte nochmals
zusammen.
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Verabschieden Sie sich mit einem deutlichen "Danke
schön" und legen Sie erst auf, wenn der Gast aus der Leitung
ist.
Autor: Kurt H. Steindl
(basierend auf einen Artikel vom
VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG • http://www.vnr.de
)
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