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letzte Aktualisierung: 
  28.03.2012

 
 

 
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Umgang mit Stress

 

Stress
Gerade in der Gastronomie verbreitet sich eine Krankheit mit rasender Geschwindigkeit: Stress. Meist ist der Stress aber hausgemacht. Der Ursprung liegt all zu oft in unserem Denken. Die gute Nachricht: Sie können etwas dagegen tun.

Zehn Regeln für Ihren persönlichen Umgang mit Stress
Prof. Dr. Klaus Linneweh, Hannover, Stressforscher

1. Übernehmen Sie Selbst-Verantwortung
Sehen Sie Stress als Herausforderung und bemitleiden Sie sich nicht selbst. Leben und Leistung sind ohne Stress nicht möglich, und Flucht vor Stress ist keine Stressbewältigung, sondern führt zu neuem Stress. Wichtig ist Ihre Einstellung, denn Sie sind für Ihr Leben und Ihr Handeln verantwortlich. Der größte Teil der negativ empfundenen Stress-Situationen ist selbst verursacht.

2. Bestimmen Sie Ihre Ziele soweit wie möglich selbst
Nehmen Sie möglichst nur Aufgaben an, die herausfordernd, befriedigend sind und für Sie eine Selbstbestätigung darstellen. Überprüfen Sie Ihre bisherigen Zielsetzungen. Übersteigerte Ansprüche sind ständige Quellen für Stress-Reaktionen. Die Erfüllung materieller Bedürfnisse und Status können die eigene Selbst-Verwirklichung nicht ersetzen.

3. Tun Sie, was Sie tun, überzeugt
Leben Sie im Hier und Jetzt. Genießen Sie Ihr Leben, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Wenn Sie „sündigen“, dann überzeugt. Verteilen Sie Ihre Kraft auf verschiedene Lebens-Bereiche, z.B. Beruf, Familie, Freizeit, Soziale Kontakte. Leben, lieben, lernen und leiden Sie bewusst.

4. Sehen Sie auch die guten Seiten
Sehen Sie an Krisen und Negativ-Ereignissen auch Chancen. Beunruhigen Sie sich nicht schon vorher über mögliche Stress-Situationen. Sehen Sie das Leben nicht als eine
überwiegend ernste Sache, entwickeln Sie Sinn für Humor.

5. Entspannen Sie sich bewusst
Planen Sie täglich Zeiten bewusster Entspannung ein. Pausen, Mittagszeiten, Wochenenden und Urlaub sollten der Problem-Entfernung dienen. Dies gelingt durch Entspannungs-Übungen und bewusste Freizeit-Gestaltung: Fitness, Sport, Sauna, Hobbys. Freizeit muss Spaß machen, egal, ob aktiv oder passiv genutzt.

6. Achten Sie auf eine aktive Lebens-Führung
Neben der Entspannung ist der körperliche Stress-Abbau wichtig. Er wird durch sportliches Training erreicht. Wählen Sie eine Sportart, die Ihnen Spaß macht. Vorsicht: Übersteigerte Lebens-Ansprüche können Distress erzeugen.

7. Schaffen Sie sich eine stressfreie Umgebung
Stress im Beruf hängt wesentlich von den zwischenmenschlichen Beziehungen ab. Vom Führungs-Stil und dem Betriebsklima. Vergleichbares gilt auch für die Familie oder Partnerschaft. Arbeiten Sie aktiv an einem positiven Klima.

8. Agieren sie, statt zu reagieren
Stress entsteht vor allem im reaktiven Zeit-Stress. Bewahren Sie sich eine ausgewogene und herausfordernde Arbeits-Menge. Überlastungen und Krisen müssen durch Zeiten des Ausatmens ausgeglichen werden 

9. Schaffen Sie sich Ruhe- und Rückzugs-Zonen
Stress entsteht auch, weil die notwendige Distanz zu Aufgaben, zu Menschen und zu sich selbst verloren geht. Entziehen Sie sich einmal in der Woche allen Anforderungen. Die unterschiedlichen Rollen-Erwartungen verhindern sonst eine eigene Standort-Bestimmung, die Voraussetzung zur Stress-Bewältigung.

10. Lernen Sie, sich wieder zu freuen
Verschaffen Sie sich positive Erlebnisse und Freude. Viele Menschen haben leider verlernt, sich zu freuen und alltägliche Dinge zu genießen. Positive Erlebnisse, auch die kleinsten, erhöhen die Stress-Toleranz.

 

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