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Stress
Gerade
in der Gastronomie verbreitet sich eine Krankheit mit rasender
Geschwindigkeit: Stress. Meist ist der Stress aber hausgemacht.
Der Ursprung liegt all zu oft in unserem Denken. Die gute
Nachricht: Sie können etwas dagegen tun.
Zehn
Regeln für
Ihren persönlichen Umgang mit Stress
Prof.
Dr. Klaus Linneweh, Hannover, Stressforscher
1.
Übernehmen Sie Selbst-Verantwortung
Sehen
Sie Stress als Herausforderung und bemitleiden Sie sich nicht
selbst. Leben und Leistung sind ohne Stress nicht möglich,
und Flucht vor Stress ist keine
Stressbewältigung, sondern führt zu neuem Stress. Wichtig ist
Ihre Einstellung, denn Sie sind für Ihr Leben und Ihr Handeln
verantwortlich. Der größte
Teil der negativ empfundenen Stress-Situationen ist selbst
verursacht.
2.
Bestimmen Sie Ihre Ziele soweit wie möglich selbst
Nehmen Sie möglichst nur
Aufgaben an, die herausfordernd, befriedigend sind und für Sie
eine Selbstbestätigung darstellen. Überprüfen Sie Ihre
bisherigen Zielsetzungen. Übersteigerte Ansprüche sind ständige
Quellen
für Stress-Reaktionen. Die Erfüllung materieller Bedürfnisse
und Status können die eigene Selbst-Verwirklichung nicht
ersetzen.
3.
Tun Sie, was Sie tun, überzeugt
Leben Sie im Hier und
Jetzt. Genießen Sie Ihr Leben, ohne ein schlechtes Gewissen zu
haben. Wenn Sie „sündigen“,
dann überzeugt. Verteilen Sie Ihre Kraft auf verschiedene
Lebens-Bereiche, z.B. Beruf, Familie, Freizeit, Soziale Kontakte.
Leben, lieben, lernen und leiden Sie bewusst.
4.
Sehen Sie auch die guten Seiten
Sehen Sie an Krisen und Negativ-Ereignissen auch Chancen.
Beunruhigen Sie sich nicht schon vorher über mögliche
Stress-Situationen. Sehen Sie das Leben nicht als eine
überwiegend ernste Sache,
entwickeln Sie Sinn für Humor.
5.
Entspannen Sie sich bewusst
Planen Sie täglich Zeiten bewusster Entspannung ein. Pausen,
Mittagszeiten, Wochenenden und Urlaub sollten der
Problem-Entfernung dienen. Dies gelingt durch Entspannungs-Übungen
und bewusste Freizeit-Gestaltung: Fitness, Sport, Sauna, Hobbys.
Freizeit muss Spaß machen, egal, ob aktiv oder passiv genutzt.
6.
Achten Sie auf eine aktive Lebens-Führung
Neben
der Entspannung ist der körperliche Stress-Abbau wichtig. Er wird
durch sportliches Training erreicht. Wählen Sie eine Sportart,
die Ihnen Spaß macht.
Vorsicht: Übersteigerte Lebens-Ansprüche können Distress
erzeugen.
7.
Schaffen Sie sich eine stressfreie Umgebung
Stress im Beruf hängt
wesentlich von den zwischenmenschlichen Beziehungen ab. Vom Führungs-Stil
und dem Betriebsklima. Vergleichbares gilt auch für die Familie
oder Partnerschaft. Arbeiten Sie aktiv an einem positiven Klima.
8.
Agieren sie, statt zu reagieren
Stress
entsteht vor allem im reaktiven Zeit-Stress. Bewahren Sie sich
eine ausgewogene und herausfordernde Arbeits-Menge. Überlastungen
und Krisen müssen durch Zeiten des Ausatmens ausgeglichen werden
9.
Schaffen Sie sich Ruhe- und Rückzugs-Zonen
Stress
entsteht auch, weil die notwendige Distanz zu Aufgaben, zu
Menschen und zu sich selbst verloren geht. Entziehen Sie sich
einmal in der Woche allen Anforderungen. Die unterschiedlichen
Rollen-Erwartungen verhindern sonst eine eigene
Standort-Bestimmung, die Voraussetzung zur Stress-Bewältigung.
10.
Lernen Sie, sich wieder zu freuen
Verschaffen
Sie sich positive Erlebnisse und Freude. Viele Menschen haben
leider verlernt, sich zu freuen und alltägliche Dinge zu genießen.
Positive Erlebnisse, auch die kleinsten, erhöhen die
Stress-Toleranz.
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