Die Gastgartensaison naht mit großen
Schritten. Höchste Zeit, sich zu überlegen, wie Sie in der
heißen Jahreszeit Ihren Betrieb möglichst mit vielen Gästen
füllen. Da die Kinder innerhalb der Familie eine sehr hohe
Entscheidungskompetenz besitzen, sind Sie gut beraten, diese
Zielgruppe nicht aus den Augen zu verlieren, sondern im
Gegenteil: attraktive Pakete zu schnüren. Ein sinnvoll
gestalteter Spielplatz, der über einen großen Sicherheits- und Fun-Faktor verfügt ist dabei wohl ein Muss!
Vorschriften beachten - Sonst hört
der Spaß auf!
Der Teufel und die Verletzungsgefahr stecken im Detail. "Bei
einer Schaukel darf das Kettenglied der Kette, an der die
Schaukel aufgehängt ist, nicht größer als 8 mm sein." Was wie
eine Vorschrift nach typisch österreichischer
Reglementierungsmanie klingt, hat einen sehr realen Hintergrund.
Kinder lieben nämlich das Spiel: Wer kann am weitesten von der
Schaukel springen? Wenn die Kettenglieder zu groß sind, besteht
die große Gefahr, dass vor dem Absprung ein Kinderfinder im
Kettenglied steckt. Die schrecklichen Folgen kann sich wohl
jeder ausmalen!
Also keine halben Sachen machen im
Umgang mit Kindern! Wer einfach im nächsten Großmarkt ein paar
Billigst-Spielgeräte einkauft und diese lieblos aufstellt,
vergrault sich die Familien mit Kindern nach dem ersten
Gastgartenbesuch und haftet überdies bei Unfällen.
Geld und Platz
Damit die Kinder ihren Spaß und die Eltern ihre Ruhe (und Muße
zum Essen und Trinken!) haben, gilt es, eine Reihe von Regeln zu
beachten. Das fängt mit folgenden Fragen an:
- Wieviel will ich investieren?
- Wieviel Platz habe ich zur
Verfügung? "
Als Minimum sollte schon eine Fläche
von 150 Quadratmetern vorhanden sein", lautet die Faustregel bei
der Fa. Play Team, Spezialist für Kindergarten-Spielplätze. Die
Kosten für einen passablen Spielplatz liegen bei rund 5. 000
Euro, für das Doppelte bekommt man einen Topspielsplatz, wobei
der Wirt bei Unternehmen wie Play Team die Spielgeräte auch auf
Leasingbasis erwerben kann.
Zwischen der Größe des Platzes und den
Kosten besteht ein wichtigen Zusammenhang. Es macht wenig Sinn,
möglichst viele Geräte auf engem Raum zu platzieren. Viel
wichtiger ist es, für Sicherheitszonen zwischen den einzelnen
Geräten zu sorgen, damit die Kinder gefahrlos spielen können.
Weniger kann in diesem Fall also mehr sein. Dazu sollte der
Spielplatz räumlich abgegrenzte Spielmöglichkeiten für größere
und kleinere Kinder bieten. Ein bis zwei Bänke (die man sich
sponsern lassen kann!) sollten im Bereich der Kleinkindergeräte
nicht fehlen.
Was gehört nun auf einen
Kinderspielplatz ? Bewährt hat sich eine Kombination von z.B.
etwas Beweglichem (Schaukel, Rutsche), etwas zum Klettern, zwei
Federwippen für die Kleinkinder sowie etwas Besonderem, das es
nicht überall gibt. Als besonderer Renner gelten bei der Fa.
Play Team Verbund-Turn- und Kletteranlagen. Am praktischsten
sind Geräte in Modulbauweise, denn die können problemlos
umgebaut, erweitert oder verändert werden.
Hände weg von Sandkästen und
Hüpfburgen
Was sich auf Spielplätzen bei Biergärten nicht bewährt hat, sind
Sandkästen aller Art, weil der Sand vor Verunreinigungen
(Hunde!) kaum geschützt werden kann und deshalb sehr oft
ausgewechselt werden müsste. Von den bei Kindern beliebten
Hüpfburgen raten Profis ebenfalls ab. Deren Betrieb ist nämlich
eigentlich nur dann erlaubt, wenn eine Person als Aufpasser
abgestellt wird. Und wer kann sich das heutzutage angesichts
hoher Personalkosten schon leisten.
Zu guter Letzt sollte der Gastronom
schließlich darauf achten, dass der Spielplatz gut einsehbar
(die hohen Geräte hinten!) und umzäunt ist. Wer sich all diese
Mühen macht, darf dann aber nicht vergessen, dass das
Gesamtangebot stimmten muss. Der tollste Spielplatz nutzt
nichts, wenn die Bedienungen unfreundlich sind, kindergerechte
Getränke- und Speiseangebote fehlen, keine Wickelmöglichkeiten
vorhanden sind oder Mütter gar auffordert werden, zum Stillen
den Biergarten oder die Terrasse zu verlassen.
Checkliste: Kinderspielplatz
- Alle Spielgeräte sollten auf die
Einhaltung der Sicherheitsnormen geprüft sein und über
entsprechende Plaketten verfügen.
- Bei der Auswahl der Geräte an die
verschiedenen Altersstufen denken.
- Bei der Aufstellung der Geräte auf
Sicherheitszonen achten.
- Rutschen nicht unter Linden (sind
häufig Lausträger) und nicht an Stellen aufstellen, wo kein
Schatten ist.
- Montage-Anleitungen genau
befolgen. Die Fundamente von Schaukeln und Rutschen müssen
beispielsweise betoniert werden.
- Regelmäßige Kontrollgänge
durchführen und dabei vor allem darauf achten, ob Nägel oder
Holzsplitter herausstehen.
- Holz gilt als beliebter und
kindergerechter Stoff und ist kombinierbar mit anderen
Materialien.
- Den Spielplatz umzäunen.
- Wenn Unfälle passieren, ist der
Wirt in der Regel aus dem Schneider, wenn er das "Zumutbare"
ausgeführt hat, um die Sicherheit auf dem Spielplatz zu
gewährleisten. Das Schild "Eltern haften für ihre Kinder"
schützt den Wirt nicht vor straf- und zivilrechtlichen
Folgen!