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Speiseöle:
Welche Öle gut für unsere Gesundheit und Immunabwehr sind
Die Bedeutung der
Fettsäuren
Gute wertvolle Speiseöle müssen kalt
gepresst sein, denn nur so bleiben die für die Gesundheit so
wertvollen und wichtigen mehrfach ungesättigten Fettsäuren sowie
die empfindlichen Vitamine erhalten. Werden dem Körper zweifach
ungesättigte Fettsäuren zugeführt, ist er in der Lage, selber
dreifach ungesättigte, lebenswichtige Fettsäuren zu bilden.
Gesättigte
Fettsäuren, wie sie in tierischen Fetten sowie Palm- und
Kokosfett enthalten sind, fördern die Kalkablagerung in den
Blutgefässen – es kommt zur gefürchteten Arteriosklerose, die
eine Durchblutungsstörung an den durch Kalkablagerungen
verengten Gefässstellen nach sich zieht und dort ein erhöhtes
Infarktrisiko herbeiführt.
Der Körper
benötigt Fette:
-
für die
Aufnahme der fettlöslichen, lebenswichtigen Vitamine A, D, E
und K
-
um die für
die Verdauung notwendigen Gallensalze zu unterstützen
-
um die
Energiegewinnung zu unterstützen
-
als
Energiedepots für den Körper
Vor allem ungesättigte Fettsäuren,
die bei der Bildung von Gewebshormonen (Prostaglandin) zur
Regulierung der Durchblutung, zur Blutdruckregulierung, und beim
Schützen der Gefässwände helfen.
Welche Speiseöle, außer
dem bekannten Olivenöl, sind gut für unsere Gesundheit und
unsere Immunabwehr? Welche sollten nur in Maßen verzehrt werden
und um welche Öle sollten wir besser einen großen Bogen machen?
Traubenkernöl - versorgt Sie mit wertvollen, ungesättigten
Fettsäuren
Zum Frittieren eignet es sich besonders gut. Es lässt sich sehr
hoch erhitzen (bis 250° Celsius) und sorgt dafür, dass das
Frittierte knuspriger schmeckt und weniger Fett aufnimmt. Wie
Olivenöl enthält es Phytosterole, die das „böse“ LDL-Cholesterin
senken. Der feine, unaufdringliche Geschmack macht Traubenkernöl
zur ersten – allerdings auch kostspieligen – Wahl unter den
pflanzlichen Brat- und Backfetten.
Erdnussöl - tut nicht nur Ihren Herzkranzgefäßen gut
Es enthält den Pflanzenwirkstoff Resveratrol, eine Substanz, die
das Risiko von Erkrankungen der Herzkranzgefäße reduziert.
Außerdem ist es reich an Folsäure, einem Vitamin, das u. a. vor
Darmkrebs schützt. Erdnussöl hat ein neutrales Aroma. Sie können
es bis 230° Celsius erhitzen und es ist als Universalöl ein
echter Tausendsassa in Ihrer Küche.
Leinsamenöl – ein Garant für Ihr Wohlbefinden
Leinsamenöl hat den höchsten Omega-3-Fettsäuren-Gehalt aller
pflanzlichen Lebensmittel. Besonders erwähnenswert ist die
enthaltene Alpha-Linolensäure, ein wichtiger Baustein für die
Gewebe von Herz, Netzhaut und Gehirn. Leinsamenöl ist ein reines
Salatöl, Sie sollten es also nicht erhitzen. Sein Geschmack
ähnelt dem der Haselnuss.
Sesamöl - hilft Ihnen bei Bluthochdruck und schützt vor Krebs
Ein gesundes Salatöl ist auch das Sesamöl. Sesamöl enthält u. a.
Phytoöstrogene, so genannte Lignane, die sowohl Ihr Herz
schützen als auch Krebswachstum verhindern können. Zudem enthält
es viel Magnesium, was die Zellfunktionen unterstützt und die
Symptome von Morbus Crohn und Diabetes lindern kann. Ebenfalls
in Sesamöl enthalten ist die Syringasäure, die die Haut vor den
Folgen der UV-Strahlen schützen soll. Sesamöl können Sie auch
zum Anbraten verwenden, allerdings verliert es dann viel von
seinem Eigengeschmack. Wenn Sie den Geschmack voll auskosten
möchten: Geben Sie ein paar Tropfen Sesamöl auf frittierte
Speisen oder in Suppen, kurz bevor Sie serviert werden.
Walnussöl - stärkt Ihr Immunsystem und hemmt das Wachstum von
Krebszellen
Walnussöl hat einen hohen Ellagsäuregehalt, ein Antioxidans, das
das Wachstum von Krebszellen unterdrückt. Die ebenfalls
enthaltenen Saponine stärken unser Immunsystem und machen uns
weniger anfällig gegenüber Infektionskrankheiten. Außerdem ist
es eine reichhaltige Quelle von Vitamin E und
Omega-3-Fettsäuren. Walnussöl sollten Sie nicht erhitzen. Ideal
ist es als Salatdressing.
Haltbarkeit und
Aufbewahrung
Leider sind die kaltgepressten Speiseöle nicht sehr lange
haltbar. Mit 4 – 8 Wochen ist Leinöl besonders kurz haltbar. Je
höher jedoch der Gehalt an Vitamin E (Tocopherol), desto länger
ist das Öl geniessbar. Weizenkeimöl hat davon einen hohen Anteil
und hält deshalb beinahe 2 Jahre. Setzt man also dieses Speiseöl
bis zu 20% einem anderen Öl zu, wird jenes haltbarer. Leider
gibt es dafür keine „Zeittabelle", aber mit einer empfindlichen
Zunge ist schon leichtes Ranzigwerden eines Öls feststellbar.
Die empfindlichen Speiseöle sollte man gekühlt aufbewahren, denn
je höher die Lagertemperatur, desto schneller werden sie ranzig.
Nur Leinöl ist dann, zumindest zur Schuh- und Holzpflege, noch
verwendbar. Alle anderen Speiseöle sind ungeniessbar und wertlos
geworden.
Alle Öle sollten
sie in den dunklen Flaschen an einem dunklen Ort aufbewahren.
|
Pflanzenöl |
Haltbarkeit in Monate |
Lagerort |
|
Distelöl |
9 |
Raum* |
|
Erdnussöl |
12 |
Raum |
|
Hanföl |
9 |
Kühlschrank |
|
Haselnussöl |
6 |
Raum |
|
Kürbiskernöl |
12 |
Kühlschrank |
|
Leinöl |
1-2 |
Kühlschrank |
|
Mandelöl |
10 |
Raum |
|
Mohnöl |
9 |
kühler Raum |
|
Olivenöl |
12 |
Raum |
|
Rapsöl |
12 |
kühler Raum |
|
Sesamöl |
12 |
Raum |
|
Sonnenblumenöl |
9 |
Raum |
|
Walnussöl |
6 |
Raum |
|
Weizenkeimöl |
24 |
Raum |
|
*ca. 20°C |
Anwendung in der Küche
|
Speiseöl |
zum Braten |
für Salate |
Besonderheit |
|
Distelöl |
nein |
ja |
vielseitig |
|
Erdnussöl |
ja |
bedingt |
hoch erhitzbar |
|
Hanföl* |
nein |
ja |
aromatisch |
|
Haselnussöl |
Ja |
ja |
nussiges Aroma |
|
Kürbiskernöl* |
nein |
ja |
schmeckt göttlich |
|
Leinöl* |
nein |
ja |
aromatisch |
|
Mandelöl |
nein |
ja |
nussiges Aroma |
|
Mohnöl |
nein |
ja |
vielseitig, lecker |
|
Olivenöl* |
ja |
ja |
Mittelmeerküche |
|
Rapsöl |
ja |
ja |
Universalöl, heimischer
Anbau |
|
Sesamöl |
nein |
ja |
aromatisch |
|
Sonnenblumenöl |
nein/ja |
ja |
schmeckt nussig |
|
Walnussöl |
nein |
ja |
delikat |
|
Weizenkeimöl |
nein |
ja |
aromatisch |
|
*für einige Gerichte
zu Geschmacksintensiv |
Die Tabellen und
Teile des Textes auf dieser Seite wurden aus dem Buch
"Heilen, pflegen, kochen mit Speiseöl von Nora Kircher"
aus dem Werner Jopp Verlag, Wiesbaden (ISBN 3-89698-109-9)
übernommen.
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von:
VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG •
http://www.vnr.de
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