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letzte Aktualisierung: 
  03.01.2010

 
 

 
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  Gesunde Speiseöle

 

 

 

Speiseöle:
Welche Öle gut für unsere Gesundheit und Immunabwehr sind

Die Bedeutung der Fettsäuren
Gute wertvolle Speiseöle müssen kalt gepresst sein, denn nur so bleiben die für die Gesundheit so wertvollen und wichtigen mehrfach ungesättigten Fettsäuren sowie die empfindlichen Vitamine erhalten. Werden dem Körper zweifach ungesättigte Fettsäuren zugeführt, ist er in der Lage, selber dreifach ungesättigte, lebenswichtige Fettsäuren zu bilden.

Gesättigte Fettsäuren, wie sie in tierischen Fetten sowie Palm- und Kokosfett enthalten sind, fördern die Kalkablagerung in den Blutgefässen – es kommt zur gefürchteten Arteriosklerose, die eine Durchblutungsstörung an den durch Kalkablagerungen verengten Gefässstellen nach sich zieht und dort ein erhöhtes Infarktrisiko herbeiführt.

Der Körper benötigt Fette:

  • für die Aufnahme der fettlöslichen, lebenswichtigen Vitamine A, D, E und K

  • um die für die Verdauung notwendigen Gallensalze zu unterstützen

  • um die Energiegewinnung zu unterstützen

  • als Energiedepots für den Körper

Vor allem ungesättigte Fettsäuren, die bei der Bildung von Gewebshormonen (Prostaglandin) zur Regulierung der Durchblutung, zur Blutdruckregulierung, und beim Schützen der Gefässwände helfen.

Welche Speiseöle, außer dem bekannten Olivenöl, sind gut für unsere Gesundheit und unsere Immunabwehr? Welche sollten nur in Maßen verzehrt werden und um welche Öle sollten wir besser einen großen Bogen machen?

Traubenkernöl - versorgt Sie mit wertvollen, ungesättigten Fettsäuren
Zum Frittieren eignet es sich besonders gut. Es lässt sich sehr hoch erhitzen (bis 250° Celsius) und sorgt dafür, dass das Frittierte knuspriger schmeckt und weniger Fett aufnimmt. Wie Olivenöl enthält es Phytosterole, die das „böse“ LDL-Cholesterin senken. Der feine, unaufdringliche Geschmack macht Traubenkernöl zur ersten – allerdings auch kostspieligen – Wahl unter den pflanzlichen Brat- und Backfetten.

Erdnussöl - tut nicht nur Ihren Herzkranzgefäßen gut
Es enthält den Pflanzenwirkstoff Resveratrol, eine Substanz, die das Risiko von Erkrankungen der Herzkranzgefäße reduziert. Außerdem ist es reich an Folsäure, einem Vitamin, das u. a. vor Darmkrebs schützt. Erdnussöl hat ein neutrales Aroma. Sie können es bis 230° Celsius erhitzen und es ist als Universalöl ein echter Tausendsassa in Ihrer Küche.

Leinsamenöl – ein Garant für Ihr Wohlbefinden
Leinsamenöl hat den höchsten Omega-3-Fettsäuren-Gehalt aller pflanzlichen Lebensmittel. Besonders erwähnenswert ist die enthaltene Alpha-Linolensäure, ein wichtiger Baustein für die Gewebe von Herz, Netzhaut und Gehirn. Leinsamenöl ist ein reines Salatöl, Sie sollten es also nicht erhitzen. Sein Geschmack ähnelt dem der Haselnuss.

Sesamöl - hilft Ihnen bei Bluthochdruck und schützt vor Krebs
Ein gesundes Salatöl ist auch das Sesamöl. Sesamöl enthält u. a. Phytoöstrogene, so genannte Lignane, die sowohl Ihr Herz schützen als auch Krebswachstum verhindern können. Zudem enthält es viel Magnesium, was die Zellfunktionen unterstützt und die Symptome von Morbus Crohn und Diabetes lindern kann. Ebenfalls in Sesamöl enthalten ist die Syringasäure, die die Haut vor den Folgen der UV-Strahlen schützen soll. Sesamöl können Sie auch zum Anbraten verwenden, allerdings verliert es dann viel von seinem Eigengeschmack. Wenn Sie den Geschmack voll auskosten möchten: Geben Sie ein paar Tropfen Sesamöl auf frittierte Speisen oder in Suppen, kurz bevor Sie serviert werden.

Walnussöl - stärkt Ihr Immunsystem und hemmt das Wachstum von Krebszellen
Walnussöl hat einen hohen Ellagsäuregehalt, ein Antioxidans, das das Wachstum von Krebszellen unterdrückt. Die ebenfalls enthaltenen Saponine stärken unser Immunsystem und machen uns weniger anfällig gegenüber Infektionskrankheiten. Außerdem ist es eine reichhaltige Quelle von Vitamin E und Omega-3-Fettsäuren. Walnussöl sollten Sie nicht erhitzen. Ideal ist es als Salatdressing.

Haltbarkeit und Aufbewahrung
Leider sind die kaltgepressten Speiseöle nicht sehr lange haltbar. Mit 4 – 8 Wochen ist Leinöl besonders kurz haltbar. Je höher jedoch der Gehalt an Vitamin E (Tocopherol), desto länger ist das Öl geniessbar. Weizenkeimöl hat davon einen hohen Anteil und hält deshalb beinahe 2 Jahre. Setzt man also dieses Speiseöl bis zu 20% einem anderen Öl zu, wird jenes haltbarer. Leider gibt es dafür keine „Zeittabelle", aber mit einer empfindlichen Zunge ist schon leichtes Ranzigwerden eines Öls feststellbar. Die empfindlichen Speiseöle sollte man gekühlt aufbewahren, denn je höher die Lagertemperatur, desto schneller werden sie ranzig. Nur Leinöl ist dann, zumindest zur Schuh- und Holzpflege, noch verwendbar. Alle anderen Speiseöle sind ungeniessbar und wertlos geworden.

Alle Öle sollten sie in den dunklen Flaschen an einem dunklen Ort aufbewahren.

Pflanzenöl

Haltbarkeit in Monate Lagerort
Distelöl

9

Raum*
Erdnussöl

12

Raum
Hanföl

9

Kühlschrank
Haselnussöl

6

Raum
Kürbiskernöl

12

Kühlschrank
Leinöl

1-2

Kühlschrank
Mandelöl

10

Raum
Mohnöl

9

kühler Raum
Olivenöl

12

Raum
Rapsöl

12

kühler Raum
Sesamöl

12

Raum
Sonnenblumenöl

9

Raum
Walnussöl

6

Raum
Weizenkeimöl

24

Raum
  *ca. 20°C

 

Anwendung in der Küche

Speiseöl zum Braten für Salate Besonderheit
Distelöl nein ja vielseitig
Erdnussöl ja bedingt hoch erhitzbar
Hanföl* nein ja aromatisch
Haselnussöl Ja ja nussiges Aroma
Kürbiskernöl* nein ja schmeckt göttlich
Leinöl* nein ja aromatisch
Mandelöl nein ja nussiges Aroma
Mohnöl nein ja vielseitig, lecker
Olivenöl* ja ja Mittelmeerküche
Rapsöl ja ja Universalöl, heimischer Anbau
Sesamöl nein ja aromatisch
Sonnenblumenöl nein/ja ja schmeckt nussig
Walnussöl nein ja delikat
Weizenkeimöl nein ja aromatisch
*für einige Gerichte zu Geschmacksintensiv

Die Tabellen und Teile des Textes auf dieser Seite wurden aus dem Buch "Heilen, pflegen, kochen mit Speiseöl von Nora Kircher" aus dem Werner Jopp Verlag, Wiesbaden (ISBN 3-89698-109-9) übernommen.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von: 
VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG  •  http://www.vnr.de

 

 

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