Die
Finanzkrise
ist
scheinbar
überwunden.
Die Banken
wurden
größtenteil
gerettet und
die
Steuerzahler
haben in
Wahrheit die
Zeche
bezahlt.
Seit Monaten
scheint bei
den
Finanzinstituten
wieder alles
eitel Wonne.
Es werden
wieder
fleißig Boni
an Manager
ausbezahlt,
die
Risikofreudigkeit
bei
Börsetransaktionen,
Future Bonds
und
dergleichen
ist wieder
da, es
werden
wieder
Milliardengewinne
gemacht ...
Und doch
bleibt ein
mehr als
bitterer
Beigeschmack.
Können wir
tatsächlich
einfach zur
Tagesordnung
übergehen,
so tun als
wäre es nur
ein böser
Traum
gewesen?
Eine
Bankensteuer
einzuführen
ist meiner
Meinung
ziemlich das
dümmste, das
den
Politikern
eingefallen
ist. Denken
die Herren
dort
tatsächlich,
dass die
Banken,
diese Gelder
nicht an
ihre Kunden
weitergeben?
Kann man
tatsächlich
so blauäugig
sein, dass
die Banken
die
Mehrbelastung
aus ihren
eigen
Gewinnen
abführen,
ohne mit
Gebühren,
Kreditaufschlägen
und
dergleichen
einen
Ausgleich zu
schaffen?
Na, ich bin
kein Freund
von Wetten,
aber da
würde ich
vielleicht
doch eine
eingehen.
Wie kann es
überhaupt
dazu kommen,
dass Banken
die
Weltwirtschaft
derart in
die Krise
treiben? Wie
ist es
möglich,
dass ein
einzelner
Mann mehr
als 50
Millarden
Dollar
veruntreut?
Was steckt
dahinter?
Ein Geist
namens
"Profit" -
so drückt es
Gerald
Hüther,
einer der
profiliertesten
Neurobiologen
der
Jetztzeit
aus. Und
dieser
"Geist" -
man könnte
ihn
auch
Ideologie
oder
Unternehmensphilosophie
nennen -
dominiert
unsere
Gesellschaft.
Bestimmt
kennen Sie
den Slogan
"Geiz ist
geil!"
Wikipedia
schreibt
dazu:
Der Slogan wurde im Jahr 2004 zum Gegenstand öffentlicher Diskussion, da er einen Teil des deutschen Zeitgeistes widerspiegelte und die aktuelle Entwicklung im deutschen Wettbewerb auszudrücken schien, in dem einzig der Kaufpreis einer Ware etwas zählte, ohne dass auf Merkmale wie Qualität, Langlebigkeit, Funktionsumfang, Betriebskosten oder den Service im Fachhandel geachtet würde.
(Übrigens wird dieser Slogan noch heute in Österreich und der Schweiz verwendet, während er in Deutschland bereits 2007 abgestellt wurde.) |
Eine
Gesellschaft,
deren
Zeitgeist
mit "Geiz
ist geil",
beschrieben
werden kann,
hat
Bedeutendes
verloren.
Zum Beispiel
Beständigkeit,
Tradition,
Nachhaltigkeit,
Qualitätsbewusstsein
und hat
dagegen
Achtlosigkeit,
Oberflächlichkeit,
Sorglosigkeit
und eben
Geiz
eingetauscht.
Wahrlich
kein guter
Handel. Es
ist höchste
Zeit, dass
wir uns
darauf
besinnen,
dass eine
Gesellschaft
sich nur
dann gesund
entwickeln
kann, wenn
das Gute
geschätzt
und gewahrt
wird. Eine
Wegwerfgesellschaft
steuert
direkt auf
den Abgrund
zu.
Was hat dies
mit Banken
zu tun? Nun,
dieser Geist
hat sich
natürlich
auch in den
Banken breit
gemacht.
Gerade heute
haben Ines
und ich
darüber
gesprochen,
welche
Hauptaufgaben
eine Bank
ursprünglich
hat.
| Eine Bank sollte Kredite zu einem vernünftigen Zinssatz vergeben, mit dem die Bevölkerung und die Wirtschaft Anschaffungen, Investititonen und natürlich auch Innovationen finanzieren kann. Natürlich auch den bargeldlosen Zahlungsverkehr ermöglichen und wenn es denn sein soll auch noch Wertpapiere handeln. |
Banken
sollten
durch
bedachtes
Handeln eine
soziale
Verantwortung
für das
Gedeihen
einer
Gesellschaft
mittragen.
Natürlich
darf eine
Bank auch
Geld
verdienen,
das ist
keine Frage.
Allerdings
mehrt sich
mein
Verdacht,
dass Banken
heutzutage
sich einen
Kümmerling
um diese
Verantwortung
scheren. Ich
vermute
vielmehr
dass der
"Geist des
Profits"
eine Haltung
hervorgerufen
hat, die mit
"Gier" gut
beschrieben
ist. Diese
Gier ist
hauptverantwortlich
für die
Krise. Diese
Gier führt
dazu, dass
man sich
selbst der
Nächste ist,
sich nicht
mehr um den
Anderen
schert. Dass
der eigene
Vorteil auch
den Nachteil
des Anderen
in Kauf
nimmt. "Dein
Fehler ist
mein
Gewinn!"
führt zu
einer
verrohten
unmenschlichen
Gesellschaft.
Die gesamte
Börse ist
auf diesem
Grundsatz
aufgebaut.
"Irgendein
Dummer kauft
immer!"
scheint die
Devise zu
sein.
Wie stelle
ich mir eine
ideale Bank
vor? Sie
ahnen
bestimmt,
was jetzt
kommt: Das
Bild nebenan
zeigt
Muhammed
Yunus. Er
ist Gründer
der
Mikrokredite
vergebenden
Grameen Bank
und damit
einer der
Begründer
des
Mikrofinanz-Gedankens.
2006 wurde
er mit dem
Friedensnobelpreis
ausgezeichnet.
Wikipedia:
| Nach Vorstellung von Yunus muss „die Struktur des Kapitalismus vervollständigt werden“ durch die Einführung von Sozialunternehmen. Der Zweck dieser Unternehmen soll nicht die Gewinnmaximierung sein, sondern die Lösung von sozialen und Umweltproblemen. „Wenn man die profit-maximierende Brille abnimmt und zur sozialen Brille greift, sieht man die Welt in einer anderen Perspektive“, meinte er. Falls ein Gewinn anfalle, werde er in das Unternehmen reinvestiert. Die Anteilseigner verdienen nichts, können ihr Kapital jedoch mit der Zeit zurückerhalten. Attraktiv ist eine derartige Geldanlage für Menschen, die Gutes tun wollen, wovon es viele gebe, nach Überzeugung von Yunus. |
Leute, die
an solche
Dinge
glauben sind
Spinner?
Nein, das
sind die
Menschen,
die
versuchen
unsere Welt
vor
Schlimmeren
zu bewahren.
Es sind
Menschen,
die Hoffnung
geben, die
den Samen
des Guten in
die
Gesellschaft
tragen. Wir
sollten uns
ein Beispiel
nehmen.
"Wir
können über
uns
hinauswachsen
und die Welt
verändern,
und sei es
nur ein
kleines
bisschen"
frei
nach Viktor
E. Frankl
(1905-1097)
Kurt Steindl