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Newsletter 04/2010
vom 30. April 2010

Inhalt 
1. Die Sinnfrage und die seelische Gesundheit
2. Quo Vadis Coca Cola, McDonalds?
3. Vom Wert der Dinge und der Menschen
4.
Herkömmliche Führung vs. moderne Anforderungen
  

Achtung:
Dies ist ein Gratis-Insider-Brief für Kunden und Freunde der Firma Gastlichkeit & Co - Weiterbildungs- und Betriebsberatungsges.m.b.H.
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1. D
ie Sinnfrage und die seelische Gesundheit

Ein Flugzeug ist ein Flugzeug auch wenn es am Boden steht. Aber erst wenn es sich in die Lüfte erhebt, sich im dreidimensionalen Raum bewegt, wird es zu einem wirklichen Flugzeug. Genauso ist der Mensch auch ein Tier. Aber er ist auch unendlich mehr als ein Tier und zwar um nicht weniger als eine ganze Dimension, nämlich die Dimension der Freiheit.

Natürlich ist er nicht frei von Bedingungen (biologisch, psychologisch, soziologisch); es ist keine Freiheit von etwas, sondern eine Freiheit zu etwas. Er hat die Freiheit seine Stellungnahme zu den Bedingungen abzugeben. Und so wird der Mensch erst  zum wirklichen Menschen, wenn er sich dieser Freiheit bewußt wird.

Nur der Mensch kann die Sinnfrage stellen, den Sinn seines Daseins in Frage stellen! Die Ausrichtung eines Menschen auf eine Welt des Sinnes und der Werte, steht im direkten Verhältnis zu seiner seelischen Gesundheit. Frankl spricht vom existentiellen Vakuum und meint damit jenes Sinnlosigkeitsgefühl, dass sich anscheinend zunehmend des Menschen von heute bemächtigt.

Der Mensch leidet heute nicht nur an eine Instinktverarmung, sondern auch an einem Traditionsverlust. Nunmehr sagen ihm die Instinkte sie nicht mehr, was er muß, und die Tradition nicht mehr, was er soll. Bald wird er nicht mehr wissen, was er will und beginnen, einfach die anderen nachzuahmen. Er wird dem Konformismus verfallen.

Dieses existentielle Vakuum ist anscheinend ein Merkmal hochindustrialisierte Gesellschaftsformen. Arthur Schopenhauer sagte: die Menschheit ist dazu bestimmt, ewiglich zwischen den beiden Extremen von Not und  Langeweile hin und her zu pendeln.

Quelle: Viktor E. Frankl. Ärztliche Seelsorge

 

 

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2. Quo Vadis Coca Cola, Mc Donald's?
 

 

 

 

   

  
3. Story: Vom Wert der Dinge und der Menschen

Im Rahmen eines Seminars mit sehr vielen Teilnehmern hielt der Trainer einen 50-EUR-Schein in die Luft.

Er fragte: "Wer von Ihnen möchte diesen 50-EUR-Schein haben?"

Überall gingen Hände hoch.

"Ok, einen kleinen Moment" sagte er und zerknüllte den 50-EUR-Schein. "Wer möchte diesen nun zerknüllten 50-EUR-Schein haben?"

Wieder gingen die Hände in die Luft.

"Ok, warten Sie", sagte er und warf den zerknüllten 50-EUR-Schein auf den Boden und trat mit seinen Schuhen darauf herum, bis der Schein zerknittert und voller Schmutz war. Er hob ihn an einer Ecke auf und hielt ihn wieder in die Luft. "Und wer von Ihnen möchte diesen dreckigen, zerknitterten 50-EUR-Schein immer noch haben?"

Und erneut waren die Hände in der Luft.

"Sehen Sie, Sie haben gerade eine sehr wertvolle Lektion erfahren. Was immer ich auch mit dem Geldschein machte, wie schmutzig und zerknittert er auch ist, es hat nichts an seinem Wert geändert. Es sind immer noch 50,- EUR. So oft in unserem Leben werden wir selbst fallen gelassen, sind am Boden zerstört und kriechen vielleicht im Schmutz - und fühlen uns wertlos. Aber all das ändert ebenso wenig etwas an unserem Wert, wie das was ich mit diesem Schein tat, seinen Wert änderte. Der Wert von jedem einzelnen uns bleibt immer erhalten, wie schmutzig, arm oder verloren wir auch immer sein werden."

Quelle: Geschichtensammlung von Rainer Lenzenweger, Akademischer Trainer

 
   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  
4.
Herkömmliche Führung vs. moderne Anforderungen

Dinge verändern sich, Ansichten verändern sich, Einstellungen verändern sich, die Erkenntnisse verändern sich. Und damit auch die Weise, wie sich Menschen selbst zählen bzw. ihren Beitrag zum Ganzen. Früher haben sich die Menschen als Teil des Ganzen gesehen, ein Rädchen im ganzen Getriebe. Jeder hat sein Rädchen gedreht, damit das Ganze gut funktionierte. Der einzelne hat sich dem Ganzen gerne unterstellt, zum Wohle des Ganzen. Das Individuum war sekundär. Wichtig war, dass das Ganze funktioniert hat.

Das hat sich dramatisch geändert. Der Mensch sieht sich heute zunehmend selbst im Mittelpunkt. Dies ist aber nicht als Egoismus zu verstehen, sondern ist lediglich eine andere Selbstsicht des Menschen. Der heutige Mensch möchte sich heutzutage vielmehr selbst verwirklichen, als dies früher der Fall war. Er möchte dies aber im Zusammenspiel mit anderen tun.

Das bedeutet, dass Führen heutzutage vielmehr auf das Individuum Rücksicht nehmen muss, als das früher der Fall war. Management beschäftigt sich auch heute noch primär mit Strategien. Das ist es auch, dass sie in den meisten Führungskräfte-Seminaren heute noch lernen: Wie sie Strategien entwickeln und anwenden. Das große Potenzial eines Unternehmens, nämlich die Menschen, werden meistens als Ressourcen, namentlich als „Human Resources“ gesehen. Im Prinzip bedeutet das, Menschen wie Dinge zu behandeln.

Strategien sind gut im Kopf aber im Tun nützt die Strategie sehr wenig. Weil Menschen nicht gewillt sind, eine Strategie, deren Sinn sie nicht nachvollziehen können, voll durch zu ziehen. Der große Konflikt besteht darin, dass die althergebrachten Führungsmethoden heute noch angewandt werden. In einer Zeit, wo sie nicht mehr passen. Heutzutage ist eine vollkommen andere Führungsstruktur von Nöten.

Hierarchie versus Sinn-zentriert
Im hierarchiegeführten Unternehmen sitzt oben der Oberboss. Dieser weiß, worum es dem Unternehmen eigentlich geht. Er weiß, was das Unternehmen erreichen will. Nicht nur in messbaren Zahlen, sondern weiß auch welchen Stil das Unternehmen hat. Er kennt das Branding und auch die Ausrichtung.  

Diese Informationen gehen vielleicht noch ein bis zwei Managementebenen nach unten, bis zur Basis gelangen sie kaum. Umgekehrt erfährt das obere Management nicht, was die Menschen an der Basis wollen. So sind Hierarchiestrukturen aufgebaut. Die Arbeitsvorgaben kommen von oben und es besteht wenig Kommunikation zwischen den einzelnen Stufen und Abteilungen. Der Einzelne ist ausführender, die Motivation kommt primär von außen, durch diverse Formen der Belohnung. Die unteren Ebenen wissen nicht, worum es dem Unternehmen im Ganzen geht. Es herrscht eine Herrschaftskultur.

Diese Struktur hat ausgezeichnet funktioniert. Sie funktioniert auch heute noch bei Menschen die lediglich deshalb in die Arbeit gehen, um Geld zu verdienen. Menschen die zufrieden sind, Ausführende zu sein, wollen so ein System. Die Schwierigkeit liegt heute darin, dass der Mensch sich vermehrt einbringen will, er möchte auch mit gestalten. Das ist in diesem System aber nicht vorgesehen.

Ein Mensch, der bereit ist sein Bestes einzubringen, ist nicht mehr willens, Hierarchien zu akzeptieren. Unternehmen, die hierarchisch geführt werden, werden zunehmend Schwierigkeiten bekommen, interessante Leute zu finden.

Zu diesem Thema veranstalten wir im Juni 2010 ein Intensiv-Seminar für Unternehmer. Klicken Sie hier.

 

 
     
 

   
G a s t freundliche Grüße aus Leonding
Ines & Kurt Steindl

  Gastlichkeit & Co
   Weiterbildungs- und Betriebsberatungsges.m.b.H.

  
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   Im Weideland 8
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Impressum
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: Erscheinung: monatlich. Medieninhaber und Herausgeber: Gastlichkeit & Co - Weiterbildungs- und Betriebsberatungsges.m.b.H. Adresse: Im Weideland 8, 4060 Leonding;  Tel.: 0732/772267, Fax: 0732/772267-50, E-Mail: office@gastlichkeit.at
. Firmenbuchnummer: 227396 g, Firmenbuchgericht: Linz, Gewerbebehörde: Bezirkshauptmannschaft Linz-Land. Gewerbeschein: Unternehmensberatung einschließlich Unternehmensorganisation, Gewerberegister: 410, Registernummer: 14959. Blattlinie: Branchenspezifische Informationen für Hotellerie und Gastronomie, sowie Anregungen zur Persönlichkeitsbildung. Geschäftsführer: Kurt H. Steindl, MBA; Mag. Ines Steindl-Kreuzer, Gesellschafter: Kurt H. Steindl, MBA

 
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