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Newsletter 03/2010 vom
29. März 2010
Inhalt
1. Der
Teufelskreis der Sinnfrustation
2. Quo Vadis Lehrer?
3. Mäuse-Freude
4. Die richtigen
Mitarbeiter auswählen
Achtung:
Dies ist ein Gratis-Insider-Brief für Kunden und Freunde der
Firma Gastlichkeit & Co - Weiterbildungs- und
Betriebsberatungsges.m.b.H.
Dieser Letter ist
gratis und erscheint monatlich.
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1.
Der Teufelskreis der Sinnfrustration
Zum Anfang des dritten
Jahrtausends besteht im geistig-kulturellen Bereich unserer
menschlichen Gesellschaft ein großer Bedarf, der nicht mit
Warenangeboten zu decken ist. Es handelt sich um ein gemeinsames
oder auch einsames Suchen nach dem tieferen Sinngehalt des
Lebens. Wer in diesem geistigen Ringen ohne Antworten bleibt und
nicht zu einer lebenswerten Philosophie oder Glaubensperspektive
vorstößt, die ihm den Rücken stärkt, der fällt schnell jeder
grassierenden Mutlosigkeit anheim, die die modernen Generationen
auf erschreckende Weise kennzeichnen.
Es war Viktor E. Frankl,
der Wiener Psychiater, Neurologe und Begründer einer eigenen
psychotherapeutischen Richtung - der Logotherapie - der schon
vor einem dreiviertel Jahrhundert festgestellt hat, dass der
Mensch im Grunde seines Wesens weniger nach materiellen Gütern,
Glück, Macht und Sex strebt, als man gewöhnlich vermeint,
sondern vielmehr danach, seine Existenz als eine Sinn erfüllte
und schlussendlich gelungene verstehen zu dürfen. Franke
bediente sich dieser Erkenntnis, um Pläne für seelisch kranke
Menschen zu entwerfen, aber auch zur Ausarbeitung von
Richtlinien, wie seelischen Krisen in allen Lebenslagen
vorgebeugt werden kann.
Seine Thesen wurden in
vielen Untersuchungen bestätigt. Immer wieder zeigte sich, dass
Menschen, die unerschütterlich darauf vertrauen, dass sie in dem
gewaltigen unbegreiflichen Sinngefüge der Welt ihren eigenen
kleinen Platz inne haben bzw. auf diesem Platz wichtig und
wirkmächtig sind, Schicksalsschlägen wesentlich besser gewachsen
sind als andere, die am Sinn ihres Lebens zweifeln.
Hinter fast allen
pathologischen Zeiterscheinungen der Gegenwart steckt eine Art
empfundener Sinnleere, in deren Schatten die sogenannte
Risikotoleranzschwelle hinaufschnellt. Man lebt ungesünder,
undisziplinierter und lustloser ohne profundes Motiv, dass
Dasein zu schützen, eigenes wie fremdes.
Gesundes, blühendes Leben
bedeutet demnach nicht eines in Abwesenheit von Störungen und
Problemen. Es bedeutet ein Leben aus der Kraft und dem Willen
heraus, mit Störungen fertig zu werden, und zwar aus dem
schlichten Grund, weil man das Leben mag. Weil man mit seinem
Leben verabredet ist für eine gewisse Zeit, an Gewissenorten und
in Welt umschlungener Zweisamkeit zur Erfüllung von Aufgaben,
bei denen man sich unvertretbar weiß.
Dr.
Elisabeth Lukas in "Rendevous
mit dem Leben. Ermutigungen für die Zukunft. " |
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2010 |
GASTLICHKEIT&CO-SEMINARE |
TRAINER |
TERMINE |
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MITARBEITER-TRAINING
(2 Tage)
Spielend mehr Umsatz
Aktiver Verkauf in Hotellerie & Gastronomie |
Dr. Hermann Blach |
03.+04.Mai 2010,
Landhotel Drei Eichen,
Eugendorf, Salzburg |
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MITARBEITER-TRAINING
(2 Tage)
Wirksames Beschwerdemanagement
Vom Umgang mit unzufriedenen Gästen |
Kurt Steindl, MBA &
Dr. Hermann Blach |
07.+08.Juni 2010,
Ebner´s
Waldhof am See,
Fuschl am See, Salzburg
26.+27.Juli 2010, Oberösterreich |
FÜHRUNGSKRÄFTE-TRAINING
(2 Tage)
Mitarbeiter überzeugen und mobilisieren
Engagierte MitarbeiterInnen vom ersten Tag an |
Kurt Steindl, MBA |
21.+22.April 2010,
Ebner´s
Waldhof am See,
Fuschl am See, Salzburg
29.+30.November 2010, Tirol |
PERSÖNLICHKEITSBILDUNG
(3 Tage)
Life-Excellence
Leben und Arbeit Sinn geben |
Kurt Steindl, MBA |
18.-20.Oktober 2010, Tirol |
UNTERNEHMER-SEMINAR (3
TAGE)
Leistung braucht Sinn
Souveräne Führung mit Sinn
und Werten |
Kurt Steindl, MBA &
Günter Funke, Berlin |
09.-11. Juni 2010,
Hotel Wiesenhof in Pertisau, Tirol |
MITARBEITER-TRAINING
(3 Tage)
Wirksames Rezeptionsmanagement
Begeistern Sie Ihre Gäste gleich vom ersten Moment an |
Kurt Steindl, MBA |
28.-30.Juni 2010, Tirol
22.-24.November 2010,
Ebner´s
Waldhof am See,
Fuschl am See, Salzburg |
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2.
Quo Vadis
Lehrer?
"Früher wurden die besten zu Lehrern. Heute bezweifle ich das!"
Diese markige Aussage stammt aus dem Buch "Der talentierte
Schüler und seine Feinde" von Dr. Andreas Salcher. Vielleicht
hat er ja recht? Der Pfarrer, der Polizist und auch der Lehrer
waren in früheren Zeiten hoch anerkannt und Respektspersonen.
Wie wird der Lehrer heute wahrgenommen?
Generell haben sich Respekt und Wertschätzung in unserer
Gesellschaft eher in Missachtung und Abwertung gewandelt.
Darunter leidet natürlich dieser Berufsstand. Es erhebt sich
aber die Frage, ob es tatsächlich an den Lehrern liegt. Ich gehe
davon aus, dass das Schulsystem früher die Bedürfnisse und
Werthaltungen der Gesellschaft gut erfüllt hat. Tut es das heute
auch noch? Nein und nochmals nein.
Die Menschen haben sich verändert.
Während sich der Mensch früher als Teil des Ganzen gesehen
hat und betrebt war, sich einzuordnen, ist dies heute kaum noch
der Fall. Heutzutage sieht sich Mensch vermehrt als Mittelpunkt
seiner Welt und will "sich selbst finden". Der moderne Mensch
ist aufgeklärter, informierter und auch selbstbewusster als noch
vor Jahrezehnten. Dies bedingt, dass die Allgemeinheit heute ein
anderes Bild von Schule hat. Während es früher als völlig normal
angesehen wurde, dass mit Beginn der Schulzeit die große
Gleichmacherei bei den Schülern stattfand, ist dies heute nicht
mehr hinzunehmen.
Die zeitgemäße Schule
ist eine Institution, in der Individualismus gelebt wird. In der
die besonderen Neigungen und Stärken des Kindes in den
Mittelpunkt gerückt werden müssen. Leider passiert das noch viel
zu selten. Aber es gibt auch Ausnahmen. Da unterrichtet eine
Lehrerin, die ihren 16 Kindern 16 verschiedene Rechenaufgaben
aufgibt. Warum? Die Erklärung ist einfach: Jeder Schüler ist auf
einem anderen Entwicklungsstand und beherrscht Rechnen bereits
gut oder eben weniger gut. Auf diese Weise bekommt jeder eine
Aufgabe, die exakt seinem Können entspricht. Die Lehrerin
erzählt dazu auch noch ein interessantes Detail: Die Schüler mit
den schwierigeren Aufgaben sind fast immer als erste fertig und
dann passiert etwas Geniales. Die besseren Rechner helfen den
weniger begabten. Auf diese Weise lernen beide soziale
Interaktion, ohne dass es ihnen wirklich bewússt wird. Dies
beruht insgesamt auf Gegenseitigkeit. Weil in einem anderen Fach
eben ein anderer etwas voraus ist und nun seinerseits als Helfer
bereit steht.
So stelle ich mir Schule vor. Als Ort, an dem Kinder lernen
worauf es wirklich ankommt: Füreinander da zu sein.
PS. Übrigens werden in dieser Schule Hausaufgaben während der
Schulzeit erledigt. "Zuhause sollen die Schüler Kind sein und
Zeit zum Spielen und erforschen haben". Welch ein Glück, dass
solche Lehrerinnen gibt. Auch heute noch entscheiden sich
manchmal die Besten zum Lehrer.
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Zwei kleine Mäuse hatten ein
Henne-Ei-Problem: Sie stritten sich darüber, ob wohl zuerst die
Freude oder zuerst das Leid auf der Welt war.
Mäuserich Tilo behauptete:
"Natürlich war zuerst das Leid vorhanden. Das ist doch klar! Wie
sonst könnte man so ein schönes Gefühl wie Freude empfinden,
wenn man nicht vorher den ganzen Schlamassel aus Schmerz und
Pein erlebt hätte. Man würde es glatt gar nicht merken!"
Maus Lisa war völlig anderer
Meinung: "Die Freude war zuerst da, das muss dir doch
einleuchten! Wenn man nicht von Anfang an gelernt hat, wie sich
Freude anfühlt, dann wird man sie auch später nicht erfahren.
Sie muss einem als Urgefühl in die Wiege gelegt werden.
Schlimmes Leid könnte man gar nicht ertragen, gäbe es da nicht
die Erinnerung daran, dass das Leben auch anders sein kann -
freudig nämlich!"
"Aber die Schmerzen sind doch
nur dafür erfunden worden, damit man die Freude überhaupt
empfinden kann. Demnach muss das Leid zuerst da gewesen sein",
gab sich Mäuserich Tilo nicht zufrieden.
Es hatte keinen Zweck. Die
beiden drehten sich im Kreis und fanden keine Einigung. So war
es an der Zeit, dem Maus-Meister Theoderich einen Besuch
abzustatten und seinen weisen Rat einzuholen.
"Ihr habt beide Recht",
meinte dieser. "Freude und Leid wurden gleichzeitig erschaffen.
Das Leben ist wie eine Münze, die zwei verschiedene Prägungen
trägt: auf der einen Seite die Freude, auf der anderen Seite das
Leid - gleichzeitig. Eins ist ohne das andere nicht denkbar. Es
gibt keine Münze mit nur einer Seite. So gibt es auch kein
Leben, in dem ausschließlich Freude oder nur Leid auftritt. Jede
Maus wirft ihre Münze selbst - mal kommt die Freude nach oben zu
liegen, beim nächsten Mal das Leid. Nichts gilt für immer. Die
Münzen werden ständig neu geworfen. Wichtig für euch ist nun
Folgendes: Vergesst niemals, ganz gleich welche Seite der
Lebensmünze im Augenblick oben liegen mag, die andere Seite ist
immer vorhanden. Sie ist nur im Augenblick nicht sichtbar."
Quelle: Geschichtensammlung von
Rainer Lenzenweger, Akademischer Trainer |
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4. Die richtigen Mitarbeiter auswählen
Eine
der wichtigsten Aufgaben von Führungskräften ist es, die
richtigen Mitarbeiter auszuwählen. Aber welche Kriterien soll
man dabei anwenden?
Die fachliche Kompetenz des Bewerbers
An ihren Zeugnissen sollt ihr sie erkennen? Nein, beileibe
nicht. Gerade in so sensiblen Bereichen wie Gästeservice und
Rezeption zählen keine Einser und gute Führungszeugnisse. Diese
beweisen ja lediglich, dass jemand gut (auswendig-)lernen kann.
Befähigt ihn das aber auch dazu, sich einem Gast gegenüber
kompetent und herzlich zu verhalten? Nein, darüber sagen gute Noten nichts
aus. Da helfen Zertifikate von Weiterbildungungen schon eher.
Wobei natürlich zu klären ist, ob der Bewerber diese
Veranstaltungen aus freiem Willen oder lediglich auf Druck
seines früheren Arbeitgebers besucht hat. Deshalb bietet sich
die banale Frage an "Weshalb haben Sie dieses Seminar besucht?"
Die Antwort könnte aufschlussreich sein.
Die soziale Kompetenz des Bewerbers
Mehr Aufschluss könnte da schon die Beachtung der sozialen
Kompetenz des Bewerbers bringen. Aber wie ist diese in einem
Gespräch zu erfahren? Eine Möglichkeit wäre es eine einfache
Frage zu stellen, wie z.B. "Was gefällt Ihnen an der Arbeit mit
Gästen?" Natürlich wird der Bewerber auf eine deratige Frage
vorbereitet sein. Er wird seine einstudierte Antwort aufsagen
und nach einigen Sätzen eine Pause machen, um Ihnen Gelegenheit
zu geben, eine neue Frage zu stellen. Ich empfehle Ihnen die
Kraft der Pause zu nutzen und den Bewerber freundlich anzusehen,
eventuell zu nicken und - nichts zu sagen. Schauen Sie ihm
einfach freundlich an. Nach einigen Augenblicken
wird der Bewerber die Pause als unangenehm empfinden und weiter reden. Das bedeutet natürlich, dass
Sie selbst die Pause aushalten müssen. Wenn dieses Methode
gleich noch
ein zweites Mal anwenden, werden Sie Hintergrundinformationen
erhalten, die Ihnen sonst verborgen geblieben wären.
Ist
das nicht hinterlistig? Ja, wenn Sie nur darauf aus sind, die
Schwachpunkte des Bewerbers zu finden. Wenn Sie allerdings ein
positives Menschenbild haben, dann werden Sie dies nicht als
Manipulation verwenden, sondern um beiderseitige Klarheit zu
schaffen, worauf man sich bei einer Einstellung einlässt. Ich
persönlich finde es unfair, wenn Bewerber mit vorgefertigten
Mustersätzen, die sie in Bewerbungstrainings eingelernt haben,
dem zukünftigen Arbeitgeber eine Rolle vorspielen. Das machen
natürlich nicht alle. Es gibt schließlich auch gute Chefs und
tüchtige Mitarbeiter.
Die persönlichen Werthaltungen des Bewerbers
Jetzt wird es richtig spannend. Die fachliche und die soziale
Kompetenz des Bewerbers sind natürlich interessant. Aber noch
wichtiger sind seine Werthaltungen. Welche intrinsischen Motive
leiten sein Denken, Fühlen und Handeln? Welche Grundwerte prägen
seine Sicht der Dinge? Was motiviert ihn nachhaltig? Die
Antworten lassen sich mit herkömmlichen Fragen kaum eruieren.
Dazu braucht es die Klarheit über die eigenen Grundwerte.
Wer seine Grundwerte kennt - und im Alltag auch tatsächlich lebt
- der hat das nötige Gespür und auch die nötige Sensibilität die
Zwischentöne zu hören. Welche Fragen sich dafür eignen? Alle,
die mit Wertschätzung und Feingefühl gestellt werden.
In
Zukunft werden es die Unternehmen schwer haben gute Mitarbeiter
zu finden, denen es lediglich um Profit und Macht geht. Menschen
wollen etwas Sinnvolles leisten. Die Würde des Menschen und
aufrichtige Werthaltungen müssen spürbar, erlebbar sein. Dann
wirken sie wie ein Magnet. Sie ziehen Menschen mit ähnlichen
Wertvorstellungen an. Und diese sind bereit ihr Bestes zu geben.
Zum Wohl aller - und nicht nur der Investoren.
Zu
diesem und weiteren Themen veranstalten wir auch Seminare für
Führungskräfte (siehe obige Übersicht)
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