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Newsletter 01/2010
vom 25. Jänner 2010

Inhalt 
1. Energie für die Meisterschaft (Fortsetzung)
2. Quo Vadis Fernsehen?
3.
Übereifrig
4. Best of Newsletter: Führungsdefizite gefährden die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens
5. Standardformulierungen & Floskeln
  

Achtung:
Dies ist ein Gratis-Insider-Brief für Kunden und Freunde der Firma Gastlichkeit & Co - Weiterbildungs- und Betriebsberatungsges.m.b.H.
Dieser Letter ist gratis und erscheint monatlich. Falls Sie irrtümlich auf der Mailliste stehen, es sich um ein Missverständnis handelt und Sie den Newsletter nicht mehr erhalten möchten, bitten wir Sie einfach ein leeres Mail an  office@gastlichkeit.at?subject=Bitte keine weiteren Newsletter zu schicken. DANKE
    

 
     

 

 

 

 

 
1.
Energie für die Meisterschaft  (Fortsetzung)

Fritz Perls, der Begründer der Gestalttherapie, pflegte zu sagen: „Ich will nicht erlöst werden, ich will aufgebraucht werden.“ Es kann durchaus sein, dass jeder von uns enorme Vorräte an potentieller Energie besitzt, weit mehr, als wir uns jemals träumen lassen.

So können Sie anfangen, diese Energie zu nutzen:

 

1. Bleiben Sie körperlich fit (Sie können die Details im Newsletter 07-2009 nachlesen)
2. Erkennen Sie das Negative an und betonen Sie das Positive (Details im Newsletter 08-2009)

3. Bemühen Sie sich, die Wahrheit zu sagen (Details im Newsletter 09-2009)
4. Schätzen Sie Ihre dunkle Seite, aber frönen Sie ihr nicht. (Details im Newsletter 10-2009)
5. Setzen Sie Prioritäten (Details im Newsletter 11-2009)

6. Verpflichten Sie sich. Handeln Sie. (Details im Newsletter 12-2009)

 

 

7. Begeben Sie sich auf den Weg des Meisters und bleiben Sie auf diesem Weg
 

Langfristig gesehen gibt es für ein erfülltes Leben nichts Wahrhafteres als den Weg des Meisters. Regelmäßige Übung bringt nicht nur Energie hervor, sondern fokussiert sie auch. Ohne die feste Basis einer Übungspraxis können festgelegte Termine zu gewaltigen Pendelbewegungen zwischen hektischen Aktivitäten und Zusammenbrüchen führen. Auf dem Weg des Meisters können Sie lernen, die Dinge in der richtigen Perspektive zu sehen, die Energie in guten wie in schlechten Zeiten fließen zu lassen. Außerdem lernen Sie, dass man Energie nicht horten kann, dass man sie nicht vermehren kann, indem man sie nicht verbraucht. Selbstverständlich sind angemessene Ruhephasen ein Teil dieser Reise, doch wenn Ruhe nicht von positiven Handlungen begleitet wird, kann sie zu Depressionen führen.

 

Es mag durchaus sein, dass ein Großteil der Depressionen und der Unzufriedenheit in der Welt - und vielleicht sogar ein gewisser Anteil des alles durchdringenden Unbehagens, das zu Kriminalität und Krieg führt - letztendlich auf diese ungenutzte Energie zurückzuführen ist, auf unser brachliegendes Potenzial. Menschen, deren Energie fließt, müssen keine Drogen nehmen, Verbrechen verüben oder in den Krieg ziehen, um sich wach und lebendig zu fühlen. Schließlich gibt es mehr als genug konstruktive, kreative Arbeit für jeden von uns. Wir alle können unser Energieniveau erhöhen - jetzt sofort.

Fortsetzung im nächsten Newsletter

 

 
  GASTLICHKEIT&CO-SEMINARE TRAINER TERMINE  
MITARBEITER-TRAINING  (2 Tage)
Spielend mehr Umsatz
Aktiver Verkauf in Hotellerie & Gastronomie
Dr. Hermann Blach 10.+11.März 2010
Landhotel Grünberg am See, Gmunden, Oberösterreich
03.+04.Mai 2010, Salzburg
 
MITARBEITER-TRAINING (2 Tage)
Wirksames Beschwerdemanagement
Vom Umgang mit unzufriedenen Gästen
Kurt Steindl, MBA &
Dr. Hermann Blach
07.+08.Juni 2010, Salzburg
26.+27.Juli 2010, Oberösterreich
FÜHRUNGSKRÄFTE-TRAINING (2 Tage)
Mitarbeiter überzeugen und mobilisieren
Engagierte MitarbeiterInnen vom ersten Tag an
Kurt Steindl, MBA 21.+22.April 2010, Oberösterreich
29.+30.November 2010, Tirol
PERSÖNLICHKEITSBILDUNG (3 Tage)
Life-Excellence
Leben und Arbeit Sinn geben
Kurt Steindl, MBA 24.-26.März 2010,
Hotel Falkensteiner, Bad Leonfelden, OÖ.
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Leistung braucht Sinn
Souveräne Führung mit Sinn und Werten
Kurt Steindl, MBA &
Günter Funke, Berlin
09.-11. Juni 2010
Hotel Wiesenhof in Pertisau, Tirol
MITARBEITER-TRAINING (3 Tage)
Wirksames Rezeptionsmanagement
Begeistern Sie Ihre Gäste gleich vom ersten Moment an
Kurt Steindl, MBA 28.-30.Juni 2010, Tirol
22.-24.November 2010, Salzburg
         
 

 


 

 
 
2. Quo Vadis Fernsehen?

"Wetten dass ...?" Der (ehemalige) Quotenhit des deutschsprachigen Fernsehens. Jetzt war es gerade wieder soweit. Thomas Gottschalk präsentierte Wetten und Showgrößen auf der Couch. Ich kann mich noch gut an frühere Zeiten erinnern, als dies ein Pflichtprogramm in unserer Familie war. Samstag Abend und "Wetten, dass ...?" waren unterhaltsame Höhepunkte. Gottschalk war witzig und die Stars meist umgänglich und hautnah erlebbar.

Vielleicht haben wir uns verändert, weiter entwickelt oder die Sendung hat tasächlich an Güte verloren. Letzten Samstag haben wir etwas anderes geschaut und nur in den Werbepausen zu Gottschalk umgeschaltet. Natürlich können wir mit diesen Streiflichtern nicht eine ganze Sendung beurteilen. Aber auffällig war es doch. Sowohl meine Frau als auch ich waren bereits nach wenigen Minuten der Überzeugung, dass wir auf einem anderen Kanal besser aufgehoben sind. Zu seicht, zu peinlich die Anzüglichenkeiten des großen Blonden, zu nichtsagend die Interviews - bei denen Thomas eher auf seine Moderationskarte guckt oder gleich ins Publikum aber sein Gegenüber nicht wirklich wahrnimmt - zu mechanisch die Abfolge, zu platt und zu künstlich , zu ... Kurz wir haben uns rasch nicht mehr interessiert.

Dabei ist die Frage aufgetaucht "Sind wir zu sensationslustig? Wollen wir nur Spektakuläres sehen?" Ein Gespräch zwischen Ines und mir brachte rasch Klarheit. Nein, uns lag es nicht an zu wenig Sensation, sondern an deutlich zu wenig Herz, zu wenig Gefühl. Wir waren nicht berührt. Keine emotionale Schwingung, kein positive Emotion, dadurch auch kein wahrhafter grund weiter zuzusehen. Wir waren uns rasch einig, dass wir uns beim Fernsehen weniger ablenken, sondern das Medium viel lieber als Lernmöglichkeit, als Quelle der Inspiration nutzen wollen. Und da werden wir von den Programmgestaltern vernachlässigt.

Was wir uns wünschen, ist ein Fernsehen, das Mut macht, das Menschen neugierig macht, das berührt. Disney Production spielt diese Instrumente allerdings mit deutlich überzogenen Klischees. Da wird so heftig auf die Tränendrüse und das patriotische (amerikanische) Herz gedrückt, dass einem die Rührung im Halse steckenbleibt. Was wir - Ines und ich - wirklich wollen, ist ein ehrliches Fernsehen. Keine gestellten Dramen, keine geplanten Tränen, keine Sensationsdarstellung, sondern Sendungen, die wir als berührend empfinden, weil es ehrlich ist. Konstruierte Plasikwelten, wie Themenparks und Seifenopern sind uns zuwider. Wir sehnen uns nach Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit. Da kommen wir bei den derzeitigen Angeboten leider zu kurz.

Deshalb haben wir seit Wochen unseren Fernsehkonsum drastisch eingeschränkt. Den Mitgrund werde ich Ihnen auch rasch erzählen. Dr. Manfred Spitzer, ein Neurobiologe, hat erforscht, dass sich die Gerhirnentwicklung - vornehmlich natürlich bei Kindern, aber auch bei Erwachsenen - deutlich vermindert, wenn man zuviel Zeit vor Bildschirmen verbringt. Es gibt viele Websiten, die Herrn Spitzer zitieren, hier ist nur eine davon. Googlen Sie einfach "Manfred Spitzer" und "Bildschirm" und Sie werden eine Menge darüber erfahren.

Unsere Kinder vor dem Bildschirm zu schützen, gehört auch zu unseren Aufgaben als verantwortliche Eltern. Und dabei schützen wir uns selbst auch vor vielem, das uns im Fernsehen offeriert wird. Ein gutes Buch und gute Geschichten sind wertvoller denn je.

Wie denken Sie darüber?

 

 

 

   

  
3. Story: Übereifrig

Ein junger Schüler war für seinen besonderen Eifer bekannt. Er meditierte Tag und Nacht und wollte seine Übungen nicht einmal zum Essen oder Schlafen unterbrechen. So wurde er immer dünner und dünner und auch die Erschöpfung nahm zu. Der Meister rief ihn zu sich und riet ihm, langsamer vorzugehen und nicht zu viel von sich zu verlangen. Das aber wollte der Schüler nicht hören.

"Warum hast du es so eilig?" fragte ihn da der Meister.

"Ich strebe nach Erleuchtung." sagte der Schüler. "Da habe ich keine Zeit zu verlieren."

"Und woher weißt du, dass die Erleuchtung vor dir läuft, so dass du ihr hinterherlaufen musst?" fragte ihn der Meister. "Es könnte doch auch sein, dass sie hinter dir ist und dass du nichts weiter tun musst, als stillzustehen und zu lauschen.“

Quelle: Geschichtensammlung von Rainer Lenzenweger, Akademischer Trainer

 
   

 

 

 

 

 

 

 

4. Best of Newsletter
Immer wieder werden wir nach Berichten in vergangenen Newslettern gefragt. An dieser Stelle bringen wir deshalb mit einem "Best of" Auszüge, die zu den meisten Reaktionen geführt haben.
 

Führungsdefizite gefährden die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens

Viele „Chefs"s produzieren Arbeitsfrust. So ärgern sich 69 % der Mitarbeiter darüber, dass ihr „Boss" keine Kritik am eigenen Führungsverhalten akzeptiert. Fast ebenso viele sind unzufrieden, weil ihr Chef ihre Meinungen bei wichtigen Entscheidungen nicht berücksichtigt. Mehr als die Hälfte der befragten Mitarbeiter glaubt, dass ihr Vorgesetzter keinen Wert auf partnerschaftliche Teamarbeit legt.

Um Veränderungen und Verbesserungen zu bewirken, bedarf es einer Renaissance des heute in Führungsetagen „knappen Gutes" Mut. Bedarf es Führender, die Ihre Sinn-Visionen geklärt haben und als Vorbilder mit Werten überzeugen. Die „in Führung gehen", aber auch eine permanente kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Offenheit, Authentizität und Lernbereitschaft praktizieren.

Wo Sinn- und Wertelosigkeit herrschen, erkranken Menschen, Unternehmen, Wirtschaft und die Gesellschaft.
Deshalb sollten Unternehmen auch Geisteshaltungen, Vorbilder, Sinn-Vision, Werte und Hilfestellungen anbieten, die dem Menschen seine Würde im Sinne eines freien, authentischen Wesens wiedergeben. Den Menschen in seine Verantwortung wieder zurückführen und ihn zu Spitzenleistungen herausfordern. Eine Unternehmenskultur, die sinnvolle Rahmenbedingungen, menschliches Wachstum zulässt und das Stiften von Nutzen für andere Menschen in den Mittelpunkt stellt, eine „neue Beziehungsqualität" im Sinne eines förderlichen, selbstwertstärkenden „Miteinander Umgehens" ermöglicht.

Die Qualität unseres Denkens ist ziemlich schlecht, kurzsichtig und egozentrisch. Unser Hauptdenk- und Lernfehler ist, dass wir „Nehmen" wollen ohne zu „Geben". Wir müssen aber zuerst geben, bevor wir nehmen können. Unser egozentrisches, kurzsichtiges, lineares und fragmentierendes Denken steht persönlichem und unternehmerischem Wachstum und Erfolg im Wege.

Quelle: Anne-Marie Pircher-Friedrich. Sinnzentrierte Führung

 
   Das Durchbruch-Seminar für einen erfüllten Alltag

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  
5. Standardformulierungen und Floskeln

Kennen Sie die Situation? Sie haben den Hauptgang aufgegessen und die Kellnerin kommt und fragt Sie: "War alles in Ordnung? Hat es Ihnen geschmeckt?" Wie lautet Ihre spontane Antwort? In den meisten Fällen lautet sie "Ja". Ohne nachzudenken, reaktiv und vorschnell. Dabei hätten Sie doch noch etwas zu sagen gehabt. Dass zum Beispiel das Fleisch etwas zäh war, die Sauce deutlich zu konzentriert, das Gemüse vielleicht nur lauwarm war und die Beilagen sich als zerkocht präsentierten. Und trotzdem haben Sie auf die Frage mit "Ja" geantwortet. Warum?

Es ist ein ganz einfaches psychologisches Prinzip: Wenn wir mit einer geschlossenen Frage konfrontiert werden, dann neigen wir dazu, reaktiv - ohne nachzudenken - die Antwort zu wählen, mit der wir die geringste Verpflichtung eingehen. "Was alles in Ordnung?" - Antwort: "Ja", obwohl - siehe oben.

Diese Fragen gehören auch zu den Standardfloskeln in der Gastronomie und Hotellerie. Die meisten ServicemitarbeiterInnen und RezeptionistInnen wissen nicht, dass dies keine ehrlichen Fragen sind. Wenn man es genau nimmt, dann wollen sie sich damit lediglich ein "Ja" abholen. Was dahinter steckt? Meist die Angst mit einer Beschwerde konfrontiert zu werden.

Wenn ich eine offene Frage stelle, zwinge ich den Gast nämlich sofort über seine Antwort nachzudenken, während bei der geschlossenen Frage die Denkleistung erst verzögert eintritt. Wenn Sie jemals im Service gearbeitet haben, dann kennen Sie das. Frage: "Darf´s zum Dessert vielleicht ein Kaffee sein?" Antwort: "Nein, danke!" und dann mit einer Verzögerung von einigen Minuten "Ach Herr Ober, bitte bringen Sie mir doch noch einen Kaffee!" Als gelernten Kellner hat mich das mitunter auf die Plame gebracht. Da frage ich nach dem Kaffee und bekomme eine verneinende Antwort und nach zwei Minuten meldet sich der Gast dann doch mit ebendiesem Wunsch. Oder schlimmer noch, die Kollegin von der anderen Station teilt mir mit, dass der Herr von meinem Tisch bei ihr einen Kaffee geordert hat. Wie stehe ich denn nun da? Man könnte ja meinen ich habe meine Station nicht im Griff ;-)

Die geschlossene Frage verleitet hier zur Ablehnung, weil damit ja eine Verpflichtung verbunden ist. Besser ist es hier eine konkrete Empfehlung auszusprechen. Dies gilt auch beim Aperitif. Fragen Sie den Gast nicht, ob er einen Aperitif wünscht, sondern empfehlen Sie einen!

Was hat das mit Standards zu tun? Nicht immer werden Standards von den Vorgesetzten vorgegeben. Mitunter haben wir uns diese angeeignet oder (im schlimmsten Fall) in der Ausbildung erlernt. Standards und Floskeln haben eine große Gemeinsamkeit: Sie sind nicht aufrichtig gemeint, sondern leere Worthülsen, deren Inhalt uns nicht mehr bewusst ist. Mir selbst ist schon passiert, dass ein junger Kellner die Seminargruppe abfragte und jeder mit "Ja" antwortete. Als ich an der Reihe war und das "War alles in Ordnung?" hörte, antwortete ich mit "Nein!". Die Reaktion war simpel: "Vielen Dank!" sprach der junge Mann und räumte den Teller ab. Er hatte meine Antwort offenbar nicht wirklich wahrgenommen. Warum? Weil er so in seiner Floskel und Gewohnheit verhaftet war, dass er eine andere Antwort als "Ja" nicht hören konnte. Erst das Gelächter der Seminarteilnehmer irritierte ihn und schließlich fragte er nach, was denn los sein. Als ich ihn aufklärte wechselte seine Gesichtsfarbe und fortan passte er sehr genau auf die Antwort auf.

Meine Empfehlung: Wenn Sie aufrichtig an der Meinung des Gastes interessiert sind, dann stellen Sie eine offene Frage: "Wie hat es Ihnen gemundet?", "Wie hat Ihnen der Aufenthalt gefallen?",  "Wie war der Drink für Sie?" oder so kürzlich einem Gourmetrestaurant "Was darf ich der Küche ausrichten?" und so weiter. Damit zwingen Sie den Gast kurz darüber nachzudenken und die Wahrscheinlichkeit, dass Sie eine ehrlichere Antwort bekommen steigt deutlich.

PS. Floskeln und Standardformulierungen sind der Tod jeder Gästebeziehung.

 

 
     
 

   
G a s t freundliche Grüße aus Leonding
Ines & Kurt Steindl

  Gastlichkeit & Co
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