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Newsletter 04/2009
vom 19. April 2009

Inhalt 
1. Essay: Von Vorsätzen und Veränderungen auf dem Weg des Meisters (Teil 5)
2. Unternehmensführung:
Quo Vadis Nestlé?
3. Story: Der Großvater und sein Enkel

4. Best of Newsletter: Beziehungsmanager statt Verkäufer
5. Hinter den Kulissen: Sympathie ist erlernbar
  

Achtung:
Dies ist ein Gratis-Insider-Brief für Kunden und Freunde der Firma Gastlichkeit & Co - Weiterbildungs- und Betriebsberatungsges.m.b.H.
Dieser Letter ist gratis und erscheint jeweils Mitte des Monats. Falls Sie irrtümlich auf der Mailliste stehen, es sich um ein Missverständnis handelt und Sie den Newsletter nicht mehr erhalten möchten, bitten wir Sie einfach ein leeres Mail an  office@gastlichkeit.at?subject=Bitte keine weiteren Newsletter zu schicken. DANKE
    

 
     

 

 

 

 

 
1. Von Vorsätzen und Veränderungen auf dem Weg des Meisters

Mehr von Ihrem Potenzial zu verwirklichen - in welchem Bereich auch immer -, wird Sie auf vielerlei Arten verändern. Und es ist möglich, dass Ihnen von Seiten Ihrer Familie, Ihrer Freunde und Kollegen Widerstand entgegengebracht wird. Sie können sich glücklich schätzen, wenn Sie dann nicht in die alten Verhaltensweisen des Dilettanten, Fanatikers oder Phlegmatikers  (Details im Newsletter Jan08; Feb08; Mar08)zurückfallen.

Letztendlich müssen Sie die Entscheidung treffen, ob Sie wirklich die Zeit und Mühe aufbringen wollen, die erforderlich ist, um sich auf den Weg des Meisters zu begeben und auf ihm zu bleiben. Wenn Sie sich dafür entschieden haben, so dann sind fünf Richtlinien nützlich, die Ihnen dabei helfen können. Zwar beziehen sich diese Richtlinien hier auf den Prozess der Meisterschaft, aber sie lassen sich auf jede Art von Veränderung in Ihrem Leben anwenden.

 

Heute lesen Sie die vierte Richtlinie (die bisherigen Richtlinien lesen Sie in den vorherigen Newslettern: Dez08, Jan09, Feb09, Mar09):

 
 

5. Widmen Sie sich dem lebenslangen Lernen

 

Wir vergessen leicht, dass Lernen mehr ist, als seine Weisheit aus Büchern zu beziehen. Lernen heißt, sich zu verändern. Schulung, ob Sie nun durch Bücher, den Körper oder das Verhalten vermittelt wird, ist ein Prozess, der den Lernenden verändert. Sie muss nicht mit einem Hochschulabschluss oder im Alter von 40, 60 oder 80 Jahren enden.

 

Die beste Art zu lernen bezieht ein, wie man lernt, das heißt wie man sich verändert. Ein Mensch, der sein Leben lang lernt, ist im Wesentlichen jemand, der gelernt hat, mit dem Problem der Homöostase (lesen Sie dazu im Newsletter Nov08) umzugehen - einfach, weil er sich ständig damit beschäftigt. Dilettanten, Fanatiker und Phlegmatiker sind auf ihre Weise auch Lernende, aber lebenslanges Lernen ist das Spezialgebiet derjenigen, die den Weg des Meisters gehen, den Weg, der niemals endet.

 
 

Die Fortsetzung lesen Sie im nächsten Newsletter.

 
   
 

 


 

 
 
2. Quo Vadis Nestlé? Werthaltungen eines Handelsgiganten

Erst kürzlich hörte ich im Radio einen Beitrag über den Top-Manager Peter Brabeck vom Lebensmittelriesen NESTLÈ. Wirklich erschüttert war ich über ein brisantes Detail: Ein schweizer Gericht hat verfügt, dass man nicht behaupten darf, "... Nestlé tötet Babys", sondern erlaubt ist - ACHTUNG: dies wurde explizit erklärt - dass man straffrei sagen darf, "... Nestlé ist verantwortlich für den Tod tausender Babys". Ich dachte, ich höre nicht richtig. Schließlich sprechen wir hier vom größten Nahrungsmittelkonzern der Welt. "Good food, good life" lautet der Slogan des Handelshauses Nachzulesen unter http://www.nestle.com

Wie kam es zu diesem merkwürdigen Gerichtsurteil? Nun, eine Vereinigung hatte die Behauptung in Umlauf gebracht, dass Nestlé in Afrika tausende Kinder getötet hat. Und zwar durch eine aggressive Werbung für Trockenmilch, die schwarzen Müttern unmittelbar nach der Geburt kostenfrei überlassen wurde. Eine großzügige Geste? Mitnichten. Jede Mutter weiß schließlich, dass die Muttermilch rasch versiegt, wenn das Baby nicht gestillt wird. Natürlich ist die Mutter in der Folge auch auf dieses Produkt angewiesen, um ihr Kind zu ernähren. So zwingt man die Mutter - dann natürlich kostenpflichtig - diese Milch zu kaufen. Im Krankenhaus wurde die Milch mit sauberem Wasser angerührt, im Dorf der Mutter wurde dafür jedoch das ungefilterte Nass aus dem nächsten Erdloch verwendet. Dies hat zur Folge, dass tausende Säuglinge erkrankten und tragischerweise daran starben. (Im Film "We feed the world" erklärt Jean Ziegler die Vorgehensweise noch genauer.)

Im Radio-Beitrag erklärt dann Herr Brabeck, dass ethische Werte in einem Unternehmen besonders wichtig sind. (Etwas später relativiert er dies zwar auf Unternehmenswerte. Das Wort ethisch scheint ihm nämlich doch nicht angebracht. Weil ethisch immer sehr persönlich ist.) Die Unternehmenswerte sind ihm also wichtig.

O-Ton Brabeck: "Macht ohne Werte und Prinzipien ist Tyrannei. Aber Werte und Prinzipien ohne eine gewisse Macht ist lächerlich. Macht perse ist weder schlecht noch gut. Es kommt nur darauf an, wie sie diese Macht ausüben." In Anbetracht obiger Zeilen klingt das doch ziemlich sarkastisch. Die beinahe unbegrenzte Marktmacht von Nestlé nimmt also den Tod von Säuglingen in Kauf, um den Profit zu steigern. Was geht im Kopf eines Menschen vor, der hier noch von Werten und Prinzipien spricht? Vielleicht denkt er an den Gewinn, an sein Gehalt, an ...?

Der Nestlé-Konzern erwirtschaftete 2007 einen Umsatz von 107,5 Milliarden Schweizer Franken und erzielte einen Reingewinn von 10,6 Milliarden Schweizer Franken. Weltweit betreibt Nestlé über 480 Produktionsstätten und beschäftigt insgesamt rund 276.000 Mitarbeiter.

"Was ist Ihr Stundenlohn? Haben Sie sich das jemals ausgerechnet?" lautete die Frage des Interviewers. Antwort von Peter Brabeck: "Ich nicht. Aber in der Zeitung ist einmal gestanden, dass es 47.650 Euro sind." Herr Brabeck verdient im Jahr 10,8 Millionen Euro ... und darf offiziell mit dem Tod von tausenden Säuglingen in Verbindung gebracht werden.

Meine Frau und ich haben beschlossen, dass unser Familie zukünftig auf Produkte aus dem Hause Nestlé verzichten wird. (Hier ein Auszug über die wichtigsten Marken).

PS. 2006 verleiht die österreichische Bundesregierung Peter Brabeck das goldene Ehrenzeichen der Republik für besondere Verdienste.

 

 

 
 VORSCHAU   Ein Seminar mit Unterstützung von Günter Funke (Schüler Viktor Frankls) aus Berlin

   Souveräne Führung mit Sinn und Werten

24.-26. Juni 2009

Leitung: Kurt H. Steindl, MBA & Günter Funke, Berlin

  > Mehr Kraft und Energie - mehr Mut und Gelassenheit - und vor allem mehr Zeit. Das sind die häufigsten Bedürfnisse von UnternehmerInnen.
> Haben Sie auch schon bemerkt, dass die (laufend wechselnden) Managementtools nicht wirken und suchen eine Möglichkeit für nachhaltige Motivation aller Beteiligten?
>
Wollen Sie Ihre innersten Ressourcen wecken? Ihr Kraftpotenzial voll ausschöpfen?
> Wünschen Sie sich Mitarbeiter, die mit Ihnen durch dick und dünn gehen, auf die Sie sich voll verlassen können?

Herkömmliche Führung stößt bald an Grenzen. Sinn und Werte im Alltag lassen ungeahnte Kräfte frei und fördern Kreativität und Innovation. Wenn Sie dieses Potenzial ausschöpfen wollen, dann sind Sie in diesem Seminar richtig -
Lesen Sie hier die Details                     

  
3. Story: Der Großvater und sein Enkel

Es war einmal ein Großvater, der schon sehr, sehr alt war. Seine Beine gehorchten ihm nicht mehr, die Augen sahen schlecht, die Ohren hörten nicht mehr viel und Zähne hatte er auch keine mehr.

Wenn er aß, floss dem alten Mann die Suppe aus dem Mund. Der Sohn und die Schwiegertochter ließen ihn deshalb nicht mehr am Tisch essen, sondern brachten ihm sein Essen hinter den Ofen, wo er in seiner Ecke saß. Eines Tages, als man ihm die Suppe in einer Schale hingetragen hatte, ließ er die Schale fallen und sie zerbrach. Die Schwiegertochter machte dem Greis Vorwürfe, dass er ihnen im Haus alles beschädige und das Geschirr zerschlage, und sagte, dass sie ihm von jetzt an das Essen in einem Holzschüsselchen geben werde. Der Greis seufzte nur und sagte nichts.

Als der Mann und die Frau einige Tage später zu Hause beisammensaßen, sahen sie, dass ihr Söhnchen auf dem Fußboden mit kleinen Brettern spielte und etwas zimmerte.

Der Vater fragte ihn: "Was soll das denn werden, Mischa?" Und Mischa antwortete: "Das soll ein Holzschüsselchen werden, Väterchen. Daraus werde ich dir und der Mutter zu essen geben, wenn Ihr alt geworden seid."

Der Mann und die Frau sahen sich an und weinten. Ihnen wurde plötzlich bewusst, wie sehr sie den Greis gekränkt hatten und sie schämten sich. Fortan ließen sie ihn wieder am Tisch sitzen und waren freundlich zu ihm.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Rainer Lenzenweger, Akademischer Trainer

 
   

 

 

 

 

 

 

 

 
4.
Best of Newsletter
Immer wieder werden wir nach Berichten in vergangenen Newslettern gefragt. An dieser Stelle bringen wir deshalb mit einem "Best of" Auszüge, die zu den meisten Reaktionen geführt haben.

 

„In Zukunft werden wir keine Verkäufer mehr brauchen, sondern Beziehungsmanager!“
Edgar K. Geffroy

Der Großteil der Leistungsangebote der meisten Unternehmen wird einander immer ähnlicher. Die Gäste sind mitunter gar nicht mehr in der Lage, nach rationalen Kriterien zu unterscheiden. Somit wird die Servicequalität zum wichtigsten, ja oft zum einzigen Kriterium, das über den Besuch eines Gastronomiebetriebes entscheidet.

Tipps und Anregungen:

Nicht jeder kann Preisführer sein und auch bei der Originalität sind Grenzen gesetzt. Deshalb ist Servicequalität das wirksamste Unterscheidungsmerkmal gegenüber der Konkurrenz. Anders ausgedrückt: Der wirkliche Unterschied zwischen den einzelnen Gastronomiebetrieben besteht darin, wie sie ihre Gäste behandeln.

Der Inhalt einer Flasche Wein ist im anderen Betrieb der Gleiche. Den Hauptunterschied machen die Mitarbeiter, die die Flasche Wein servieren!

Unsere Gäste werden immer informierter, gebildeter und damit auch kritischer. Damit steigen die Ansprüche an das Unternehmen und dessen Mitarbeiter nach höherer Qualität. Unsere Gäste sind nicht mehr gewillt, Mängel in der Gästebetreuung einfach hinzunehmen, sondern haben wachsende Ansprüche an das Service-Niveau.

Die Zahl der Gäste, die ein Lokal nicht mehr besuchen, weil sie mit der Serviceleistung der Mitarbeiter nicht zufrieden waren steigt ständig an. Die meisten Gäste stimmen mit den Füssen ab, ob sie bei uns zufrieden waren oder nicht. Sie gehen im schlechten Fall einfach woanders hin.

Gerade im Zeitalter der Hochtechnisierung und Globalisierung rückt der Mensch wieder vermehrt in den Mittelpunkt. Je mehr bestimmte Leistungen automatisiert werden und die Selbstbedienung forciert wird, um so wichtiger wird es sein, in bestimmten Situationen und zu bestimmten Anlässen den persönlichen Kontakt zu suchen. Einerseits, um dem Gast das Gefühl zu geben, dass sich das Unternehmen besonders um ihn bemüht, andererseits, um in kritischen Phasen der Gästebetreuung sofort zur Hilfestellung verfügbar zu sein.

 

 
   Praxis-Seminar für Führungskräfte


Mitarbeiter überzeugen und mobilisieren
Engagierte Mitarbeiter vom ersten Tag an.

13.+14.Mai 2009
Hotel Aviva, St. Stefan/Walde
 Oberösterreich


Leitung: Kurt H. Steindl, MBA 

> Haben Sie auch immer öfter den Eindruck, dass Ihre Arbeit immer mehr wird, während Ihre Mitarbeiter auch gerne mal Dienst nach Vorschrift schieben?
> Haben Sie immer öfter das Gefühl von Leere und Ausgebranntheit?
> Wünschen Sie sich engagierte Mitarbeiter, die von ersten Tag an Höchstleistung erbringen?
> Möchten Sie ein erfülltes Arbeitsleben, aus dem Sie Kraft und Energie schöpfen können?

Sie denken, das gibt es nicht? Doch, wenn Sie die Hintergründe menschlichen Handelns kennen. Wenn Sie wissen, wie Menschen denken und was sie wirklich wollen.  Lesen Sie hier die Details

 

  
5. Sympathie ist erlernbar

Fünf Tipps, wie Sie sympathisch wirken

1. Stellen Sie sich auf die Wellenlänge Ihres jeweiligen Gegenübers ein.
Reden Sie in einer für ihn verständlichen Sprache. Bilden Sie kurze Sätze, vermeiden Sie Fremdwörter. Versuchen Sie, lebhaft und abwechslungsreich zu reden und Ihre Begeisterung zu übertragen. Vor allem: Hören Sie zu!

2. Treten Sie positiv auf.
Dazu gehört ein freundliches "Guten Morgen" ebenso wie die Bereitschaft, sich für Ihre Mitmenschen zu interessieren. Beweisen Sie Einfühlungsvermögen, indem Sie auf andere eingehen. Machen Sie aber nicht den Fehler, sich überall einzumischen und immer Ihren "Senf" dazuzugeben.

3. Halten Sie beim Sprechen stets Blickkontakt.
Wenn Sie Ihrem Gesprächspartner nicht in die Augen schauen, entsteht der Eindruck, Sie seinen unsicher oder hätten etwas zu verbergen.

4. Sorgen Sie für eine unverkrampfte Atmosphäre.
Niemand sollte sich in Ihrer Gegenwart gedrängt, beklemmt oder nicht beachtet fühlen. Verteilen Sie aufrichtiges Lob und Anerkennung.

5. Betonen Sie Gemeinsamkeiten.
Wenn Sie mit Ihrem Gegenüber Vorlieben teilen (den Rotwein, das Urlaubsziel, das Hobby oder den Fußballverein), lassen Sie es ihn wissen. Solche Berührungspunkte entkrampfen und schaffen Vertrauen.

 

 
     
 

   
G a s t freundliche Grüße aus Pasching
Ines & Kurt Steindl

  Gastlichkeit & Co
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