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Newsletter 01/2009
vom 22. Jänner 2008

Inhalt 
1. Essay: Von Vorsätzen und Veränderungen auf dem Weg des Meisters (Teil 2)
2. Unternehmensführung: Warten, bis es aus ist
3. Story: Bierdeckel

4. Best of Newsletter: Gäste wollen emotional berührt werden
5. Hinter den Kulissen: Mise en place
  

Achtung:
Dies ist ein Gratis-Insider-Brief für Kunden und Freunde der Firma Gastlichkeit & Co - Weiterbildungs- und Betriebsberatungsges.m.b.H.
Dieser Letter ist gratis und erscheint jeweils Mitte des Monats. Falls Sie irrtümlich auf der Mailliste stehen, es sich um ein Missverständnis handelt und Sie den Newsletter nicht mehr erhalten möchten, bitten wir Sie einfach ein leeres Mail an  office@gastlichkeit.at?subject=Bitte keine weiteren Newsletter zu schicken. DANKE
    

 
     

 

 

 

 

 
1. Von Vorsätzen und Veränderungen auf dem Weg des Meisters

Mehr von Ihrem Potential zu verwirklichen - in welchem Bereich auch immer -, wird Sie auf vielerlei Arten verändern. Und es ist möglich, dass Ihnen von Seiten Ihrer Familie, Ihrer Freunde und Kollegen Widerstand entgegengebracht wird. Sie können sich glücklich schätzen, wenn Sie dann nicht in die alten Verhaltensweisen des Dilettanten, Fanatikers oder Phlegmatikers  (Details im Newsletter 2008-01; 2008-02; 2008-03)zurückfallen.

Letztendlich müssen Sie die Entscheidung treffen, ob Sie wirklich die Zeit und Mühe aufbringen wollen, die erforderlich ist, um sich auf den Weg des Meisters zu begeben und auf ihm zu bleiben. Wenn Sie sich dafür entschieden haben, so dann sind fünf Richtlinien nützlich, die Ihnen dabei helfen können. Zwar beziehen sich diese Richtlinien hier auf den Prozess der Meisterschaft, aber sie lassen sich auf jede Art von Veränderung in Ihrem Leben anwenden.

Heute lesen Sie die zweite Richtlinie:

 
2. Gehen Sie bewusst mit Ihren Widerständen gegenüber Veränderungen um.
Was können Sie tun, wenn Sie auf Widerstände treffen, wenn die roten Warnlichter angehen und die Alarmglocken läuten? Nun, Sie sollten nicht sofort nachgeben, aber auch nicht mit dem Kopf durch die Wand gehen. Das Stichwort bei jeder erfolgreichen langfristigen Veränderung heißt bewusst, ob Sie nun schneller laufen oder Ihre Organisation umwandeln wollen. Der Langstreckenläufer, der eine bessere Zeit auf einer bestimmten Strecke erzielen will, respektiert das Wirken der Homöostase, indem er den Schmerz nicht als Gegner betrachtet, sondern als bestmöglichen Leistungsindikator. Der wandlungsfreudige Manager hält Augen und Ohren offen, um Anzeichen von Unzufriedenheit oder Verwirrung wahrzunehmen, und arbeitet dann mit diesen Gefühlen, die eine unvermeidliche Begleiterscheinung der Transformation sind, ohne Schmerzgrenzen zu überschreiten.

Die hohe Kunst, zu wissen, wie weit man dabei gehen darf, schließt die Bereitschaft mit ein, für zwei Schritte vorwärts einen zurück zu gehen und manchmal sogar umgekehrt. Sie erfordert auch die Entschlossenheit, weiterzugehen, dabei aber bewusst zu bleiben. Wenn Sie Ihre Aufmerksamkeit gegenüber den Warnsignalen einfach abschalten, beraubt Sie das eines wichtigen Wegweisers, wodurch das System beschädigt werden könnte. Trotz aller Warnsignale mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, erhöht die Möglichkeit, zurückzufallen.

Man kann sich niemals sicher sein, in welcher Form die Widerstände auftreten werden, ob als Angstgefühle, psycho­somatische Beschwerden, als Tendenz zur Selbstsabotage, Streitereien innerhalb der Familie, mit Freunden oder Kollegen. Keines davon trifft zu? Bleiben Sie trotzdem wachsam, und nehmen Sie die Widerstände ernst.
 

Die Fortsetzung lesen Sie im nächsten Newsletter.

 
   
 

 

 

 

 
 
2. Warten, bis es aus ist

“Gehst du schon in die Schule?“ fragt der Onkel seinen Neffen.
“Na klar!“ erwidert dieser.
“Und was machst du in der Schule?“-
„Ich warte, bis sie aus ist“.

Nicht wenige frustrierte Menschen schätzen ihr Leben ähnlich wie jener kleine Neffe ein. Sie warten, bis es aus ist. Das Warten bestimmt alle Bereiche des Lebens: Warten auf die Pausen- oder Mittagsglocke, warten auf auf den Dienstschluss, warten bis zu Hause das Essen auf den Tisch kommt, warten bis im Fernsehen endlich ein guter Film kommt ... Schließlich Warten auf den ruhestand.

Nicht wenige Menschen sehen im Erreichen des Ruhestandes den Zweck Ihres Daseins. "Wenn ich in der Rente bin, dann ..." Ja, was dann? Meist ist dann gar nichts. Weil man sich bereits über viele Jahre ans Warten gewohnt hat, bleibt es dann auch im Ruhestand so. Man wartet, dass sich etwas ändert. Aber von selbst wird sich nicht ändern. Dafür muss man schon aktiv werden.

Also raus aus dem Fernsehsessel und rein ins Abenteuer Leben. "Sei in deinem Tun ein Gott.", so ein Zitat aus dem Film "Der Club der toten Dichter". Packen Sie´s an und "saugen Sie das Mark des Lebens in sich auf" (ein weiteres Zitat aus diesem Film). Lachen und Freude aber auch Trauer und Schmerz gehören dazu. Wenn es nie regnet, wissen wir das wunderbare wärmende Gefühl von Sonnenstrahlen auf der Haut überhaupt nicht mehr zu schätzen.

Ein Geistlicher hat auf die Frage "Ob es ein Leben nach dem Tod gibt", geantwortet: "Das weiß ich nicht aber ich bin ganz sicher, dass es ein Leben vor dem Tod gibt!" Und da wir nur das eine Leben haben, dann doch lieber eines mit Hingabe und Leidenschaft, mit Dankbarkeit und Bewusstheit. Leben bedeutet zu entscheiden. Also ...

Kurt H. Steindl, MBA

 

 
 VORSCHAU   Ein Seminar mit zwei Trainern aus Österreich und Deutschland

   Souveräne Führung mit Sinn und Werten

24.-26. Juni 2009

Leitung: Kurt H. Steindl, MBA & Günter Funke, Berlin

In diesem Seminar erfahren Sie,

  • wie Sinn und Werthaltungen im Zusammenhang mit dem betrieblichen Erfolg stehen

  • wie Sie Eleganz und Souveränität in der Führung erreichen

  • wie Sie Ihre Mitarbeiter zu Höchstleistungen coachen

  • wie Sie dem Stress entkommen und sich persönliche Zeitressourcen schaffen

  • wie Sie die wahren Potenziale Ihrer Mitarbeiter freisetzen können

  • wie Sie vom Problem zur Lösung kommen

  • wie Sie wirkungsvoll mit den eigenen und den Emotionen Anderer umgehen

Lesen Sie hier die Details                     

  
3. Story: Bierdeckel

Zwei Vortragende stehen im Foyer von Porsche. Gleich werden sie ein Referat halten. Schnell noch ein Glas trinken ... Da bemerken Sie, dass der Tisch ungewöhnlich wackelt. Ein junger Mann im Anzug mit einem Firmenabzeichen von Porsche am Revers kommt vorbei. Die beiden sprechen ihn an:

"Entschuldigen Sie bitte. Haben Sie Mal einen Bierdeckel? Der Tisch wackelt."

Mit großen Augen entfernt sich der junge Mann wieder. "Na, wenigstens sagen hätte er etwas können.", maulen die Referenten. Da kommt der junge Mann bereits wieder zurück. Mit einem kleinen Werkzeug und einem Glas Wasser bewaffnet. Er stellt das Glas Wasser auf den Tisch, prüft die Neigung anhand des Eichstriches am Glas und wirft sich schließlich zu Boden, um den Tisch mit seinem Werkzeug zu fixieren.

Nach wenigen Momenten ist er fertig, prüft das Ergebnis wieder am Wasserglas, klopft sich die Knie des Anzugs und dreht ohne Worte mit seinem Wasserglas wieder ab. Die beiden Vortragenden schauen erst ziemlich verdutzt, dann:

"Vielen Dank... Aber ein Bierdeckel hätte doch auch gereicht."

Da dreht sich der junge Mann um, wartet einen kurzen Moment und erwidert: "Wir bei Porsche arbeiten nicht mit Bierdeckeln!"

 

Diese Geschichte wurde frei aus dem Buch "Spuren statt Staub" von Anja Förster und Peter Kreuz nacherzählt.

 
   

 

 

 

 

 

 

 

 
4.
Best of Newsletter

Immer wieder werden wir nach Berichten in vergangenen Newslettern gefragt. An dieser Stelle bringen wir deshalb mit einem "Best of" Auszüge, die zu den meisten Reaktionen geführt haben.

Gäste wollen emotional berührt werden


Gute Hotellerie ist sehr einfach zu definieren:
Wenn der Gast das Haus glücklicher verlässt, als er gekommen ist.

Dann - und nur dann - haben wir einen guten Job gemacht. In meiner Praxis als Unternehmensberater komme ich leider all zu oft in Hotels, in denen Unsummen in die Ausstattung und die Einrichtung investiert wurde. Zu allem Überdruss sogar noch auf Kredit. In der Hoffnung, dass der Gast durch die zur Schau gestellte Exklusivität so beeindruckt ist, dass er sich automatisch wohl fühlt und vielleicht auch den nächsten Urlaub hier bucht.

Die Enttäuschung folgt gerade in diesen Kristall- und Marmorburgen auf dem Fuß. Nämlich dann, wenn darauf vergessen wird, dass der Gast in erster Linie ein Mensch aus Fleisch und Blut ist. Mit Träumen, Wünschen und Hoffnungen. Der Gast sucht aufrichtige Gastfreundschaft und ehrliches Interesse an einem Wohlergehen. Dazu braucht es allerdings keine Luxusausstattung - die verkommt in der Regel meist zu einer Basisfunktion - sondern vielmehr herzliche Mitarbeiter. Die soziale Kompetenz der Mitarbeiter ist deutlich höher einzuschätzen als das leblose Interieur. Gäste wollen emotional berührt werden. Dann komme Sie gerne wieder, weil sie sich hier wohl fühlen.

Investieren Sie deshalb mehr in die Herzlichkeit Ihrer Mitarbeiter als in die "Hardware".

 
   Praxis-Intensiv-Seminar für Führungskräfte


Mitarbeiter überzeugen und mobilisieren
Engagierte Mitarbeiter vom ersten Tag an.

13.+14.Mai 2009
Hotel Aviva, St. Stefan/Walde
 Oberösterreich


Leitung: Kurt H. Steindl, MBA 

=> die richtigen Mitarbeiter auswählen und die besten im Unternehmen halten
=> Mitarbeiter fordern und fördern.
=> die Motivation Ihrer Mitarbeiter lebendig halten.
=> eine Kultur der Höchstleistung implementieren.
=> die interne Kommunikation in Ihrem Unternehmen deutlich verbessern.
=> konstruktive, lösungsorientierte Meetings leiten.

(Noch Plätze frei!) Lesen Sie hier die Details

 

  
5. Mise en place

Unter Mise en place versteht man das Vorbereiten und Zurechtlegen aller für das Service notwendigen Gegenstände. Man kontrolliert, ob sie in bestem Zustand sind, und stellt sie in einer günstigen Position bereit.

Von Zeit zu Zeit ist es notwendig, eine Inventur aller benötigten Serviergegenstände und Utensilien durchzuführen. Einerseits muss man stets eine Übersicht haben, andererseits kann Fehlendes ergänzt werden. Außerdem sieht man wie hoch der Schwund ist. Man kann den Ursachen auf den Grund gehen, wenn der Schwund das übliche Maß überschreitet.

Die Vorbereitungsarbeiten hängen natürlich von der Mahlzeit sowie der Art der Veranstaltung ab. So besteht naturgemäß ein Unterschied, ob für ein Frühstück oder ein Festessen vorbereitet wird.

Mise-en-place-Arbeiten im Office

  • Wäschetausch
  • Reinigen aller Serviergegenstände, wie Platten, Rechaud …
  • Reinigen und Auffüllen der Menagen, wie z.B. Salz, Pfeffer, Essig, Öl
  • Gläser und Besteck polieren
  • Teller polieren bzw. überprüfen
  • Servietten falten
  • Kaffeetabletts vorbereiten
  • Getränke kühlen
  • Vorbereiten und Bereitstellen der Gegenstände, die für die Mahlzeit (z.B. Frühstück) oder die Veranstaltung (z.B.  Cocktailparty) benötigt werden.
  • Eigene Kleidung kontrollieren (Ersatzbluse, -hemd, Schuhe putzen …)

   

 
     
 

   
G a s t freundliche Grüße aus Pasching
Ines & Kurt Steindl

  Gastlichkeit & Co
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