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Newsletter 08/2008
vom 20. August 2008

Inhalt 
1. Essay: Fünf Prinzipien auf dem Weg des Meisters (Teil 3)
2. Unternehmensführung: Nachhaltiger Erfolg (Teil 3)
3. Story:
Bis die Seele nachkommt
4. Best of Newsletter: Unternehmerzufriedenheit
5. Hinter den Kulissen: Wie isst man was?
  

Achtung:
Dies ist ein Gratis-Insider-Brief für Kunden und Freunde der Firma Gastlichkeit & Co - Weiterbildungs- und Betriebsberatungsges.m.b.H.
Dieser Letter ist gratis und erscheint jeweils Mitte des Monats. Falls Sie irrtümlich auf der Mailliste stehen, es sich um ein Missverständnis handelt und Sie den Newsletter nicht mehr erhalten möchten, bitten wir Sie einfach ein leeres Mail an  office@gastlichkeit.at?subject=Bitte keine weiteren Newsletter zu schicken. DANKE
    

 
     

 

 

 

 

 
1. Fünf Prinzipien auf dem Weg des Meisters (Teil 3)

Das dritte Prinzip: Hingabe  

Der Mut eines Meisters lässt sich an seiner Bereitschaft messen, sich hinzugeben, aufzugeben. Das bedeutet, sich einem Lehrer und den Anforderungen der gewählten Disziplin auszuliefern. Es bedeutet auch, von Zeit zu Zeit Ihr Können, das Sie sich so schwer erarbeitet haben, loszulassen, um eine höhere oder andere Stufe des Könnens zu erreichen.

Die frühen Phasen eines jeden wichtigen Lernprozesses sind mit dem „Geist des Narren“ verwoben. Es ist fast unvermeidlich, dass Sie sich ungeschickt vorkommen, dass Sie tatsächlich oder im übertragenen Sinne auf die Nase fallen. Daran führt kein Weg vorbei. Der Anfänger, der an seiner Würde festhält, wird rigide und wie gepanzert - er kann nichts wirklich aufnehmen. Das heißt nicht, dass Sie Ihre physische Mitte oder moralische Integrität aufgeben oder Lehren, die schlecht für Sie sind, passiv akzeptieren sollen. Aber da Sie sich bereits einen Lehrer ausgesucht haben (siehe Prinzip 1), ist nun die Zeit gekommen, sich auf etwas Neues einzulassen. Wenn Ihr Lehrer Sie also gleich zu Beginn auffordert, einen Finger auf die Nase zu legen und auf einem Bein zu stehen, sollten Sie sich dem hingeben - es sei denn, es existiert ein zwingender Grund, es nicht zu tun. Machen Sie den Versuch!  

Letzten Endes bringt das Erlernen einer jeden Fertigkeit ein gewisses Maß an Demütigungen mit sich. Ihre ersten Kopfsprünge werden wahrscheinlich Bauchfleck werden und die Aufmerksamkeit anderer erregen. Sind Sie bereit, das zu akzeptieren? Wenn nicht, sollten Sie das Turmspringen aufgeben. Das Porträt, das Sie in der ersten Stunde Ihres Kunstunterrichts zeichneten, sah vermutlich mehr einem Ottifanten ähnlich als der Mona Lisa. Hätten Sie deshalb das Malen aufgeben sollen? Und wie steht es mit den zitternden Knien bei den ersten Eislaufversuchen? Und mit dem Sturz auf das Eis mit dem Hintern vorneweg? Niederlagen dieser Art gibt es nicht nur bei Anfängern, sie geschehen sogar bei der Olympiade. Wenn Sie es zu etwas bringen wollen, sollten Sie diese Tatsache akzeptieren.

Und denken Sie auch an die endlosen Wiederholungen, die Quälerei, die Grundtechniken, die immer wieder geübt werden müssen. Nur ein Narr kann sich auf eine Karriere als Musiker einlassen, wo er doch genau weiß, dass er die Tonleitern vielleicht hunderttausend Mal wiederholen muss. Für manche Menschen sind allein diese Aussichten schon Grund genug, sich jeder Form der Hingabe zu widersetzen. In Wahrheit liegt die Ursache der Langeweile in der zwanghaften Suche nach etwas Neuem. Doch die wahre Befriedigung lässt sich in der aufmerksamen Wiederholung finden, in der Entdeckung eines unendlichen Reichtums in den feinen Variationen eines vertrauten Themas.

Schwertmeister und Schüler
Die Literatur des Ostens enthält viele Geschichten über Schwertmeister und ihre Schüler. Sie alle folgen etwa dem gleichen Schema: Ein junger Mann hört von einem Schwertmeister, der in einer weit entfernten Provinz lebt. Nach einer langen und anstrengenden Reise klopft er an die Tür des Meisters und bittet darum, als sein Schüler aufgenommen zu werden. Der Meister knallt ihm die Tür vor der Nase zu. Aber der junge Mann kommt Tag für Tag wieder, setzt sich vor des Meisters Haus und wartet. Ein Jahr vergeht; der Meister gestattet dem jungen Mann widerwillig, ihm im Haus zu helfen, Holz zu hacken, Wasser zu holen. Monate vergehen, vielleicht Jahre. Eines Morgens greift der Meister den jungen Mann ohne jede Warnung von hinten mit einem Bambusschwert an, einem Shinai. Der Meister hat damit begonnen, ihn Aufmerksamkeit zu lehren. Schließlich reicht der Meister dem Schüler ein eigenes Shinai und lehrt ihn die Kunst des Schwertes, der sich der Schüler bereits die ganze Zeit über hingegeben hatte.

Es mag sein, dass eine solche Geschichte keine große Bedeutung in einer Nation hat, in der ein Buch, das verspricht, in zwölf Minuten pro Woche fit zu werden, zum Riesenbestseller wurde. Dennoch wohnt dem Mythos des Schwertmeisters genug Kraft inne, um unsere Kultur zu durchdringen, wenn auch nur in einer amerikanisierten Fassung. Der erste und beste der Karate-Kid-Filme verkürzt die Jahre des Mythos zu wenigen Monaten, in denen der Schüler den Zaun des Karate-Meisters streicht und seinen Wagen poliert, statt Holz zu hacken und Wasser zu holen.

 

Die Hingabe an den Lehrer und an die Grundlagen der Kunst sind aber nur ein Anfang. Es kommt eine Zeit, da es notwendig wird, bestimmte hart erarbeitete Fähigkeiten aufzugeben, um die nächste Stufe zu erklimmen. Das trifft besonders dann zu, wenn man sich mit seinen Fähigkeiten auf einer äußerst vertrauten und angenehmen Ebene befindet. Denken Sie einmal über die folgende Parabel nach: Auf einem Tisch steht eine Flasche Milch in Reichweite, doch Sie halten eine Tasse Milch in der Hand und haben Angst, diese loszulassen, um nach der Flasche zu greifen.

Ihre Angst ist nicht völlig unbegründet. Wenn Sie im Golf einen Durchschnitt von neunzig hatten und ihn auf achtzig oder siebzig verringern möchten, kann es sein, dass Sie selbst die Neunzig eine Zeitlang aufgeben müssen. Es ist möglich, dass Sie Ihre Technik völlig auseinandernehmen müssen, bevor Sie sie wieder neu zusammenfügen können. Das trifft auf beinahe jede Fertigkeit zu.

 

 

 
   
 

 

 
 
2. Nachhaltiger Erfolg

Um des Erfolges würdig zu sein, müssen Sie GEBEN, müssen Sie einen SINN-BEITRAG leisten. Und diese Möglichkeit Erfolg „er-folgen“ zu lassen, liegt in Ihrer Hand. Je besser es Ihnen aufgrund intensiver Bemühungen gelingt Ihre Stakeholder durch Ihr Sinn-volles Handeln erfolgreicher zu machen, desto erfolgreicher sind Sie selber. Denn „Erfolg ist die Folge Sinn-vollen Handelns.“

Was aber ist Sinn und was hat Sinn mit Erfolg zu tun?
Das Sinnbedürfnis ist nach Frankl das tiefste und menschlichste aller Bedürfnisse. Sinn kann aber nicht gefordert, erwartet, erhofft, sondern Sinn muss gefunden werden und zwar durch verantwortetes Handeln. Sinn erfordert, dass der Mensch aufhört vom Leben und von der Arbeit zu erwarten und zu fordern. Sinn erfordert Umdenken, erfordert ein Denken vom „Ganzen“ her.

Die Ausgangsfragen für sinnvolles Handeln lauten:
+ Wo und wie können Sie Werte für andere Menschen schaffen?
+ Was können Sie zum besseren Gelingen des ganzen Unternehmens beitragen?
+ Wie können Sie sich Ihren Aufgaben hingeben?
+ Wie können sie sich auf die Ihnen anvertrauten Menschen ganz einlassen, Sie erfolgreicher machen?
+ Worin liegt Ihr persönlicher Beitrag zum Ganzen?
+ Was würde dem Unternehmen, der Welt fehlen, wenn es Sie nicht gäbe?
+ Was könnten Sie noch geben?

Quelle: Anne-Marie Pircher-Friedrich. Sinnzentrierte Führung

 

 
    Ein Top-Seminar mit zwei Top-Trainern aus Österreich und Deutschland

   Souveräne Führung in turbulenten Zeiten

07.-09. Oktober 2008
Relais&Chateaux-Hotel Hanner, Mayerling, NÖ.
 EINIZIGER TERMIN 2008 IN ÖSTERREICH

Leitung: Kurt H. Steindl, MBA & Günter Funke, Berlin

In diesem Seminar erfahren Sie,

  • wie Sinn und Werthaltungen im Zusammenhang mit dem betrieblichen Erfolg stehen

  • wie Sie Eleganz und Souveränität in der Führung erreichen

  • wie Sie Ihre Mitarbeiter zu Höchstleistungen coachen

  • wie Sie dem Stress entkommen und sich persönliche Zeitressourcen schaffen

  • wie Sie die wahren Potenziale Ihrer Mitarbeiter freisetzen können

  • wie Sie vom Problem zur Lösung kommen

  • wie Sie wirkungsvoll mit den eigenen und den Emotionen Anderer umgehen

Lesen Sie hier die Details                     

  
3. Story: Bis die Seele nachkommt

Ein europäischer Biologe hatte für eine Himalaja- Expedition eine Gruppe indischer Träger angeheuert.

Der Forscher war in großer Eile, denn er wollte schnell an sein Ziel kommen. Nachdem die Gruppe den ersten großen Pass überschritten hatte, erlaubte er ihnen eine kurze Rast. Nach einigen Minuten rief er aber wieder zum Aufbruch.

Die indischen Träger blieben aber einfach auf dem Boden sitzen, als hätten sie ihn gar nicht gehört. Sie schwiegen und ihr Blick war zu Boden gerichtet.

Als der Forscher die Inder schärfer aufforderte, weiterzugehen, schauten ihn einige von ihnen verwundert an. Schließlich sagte einer: "Wir können nicht weitergehen. Wir müssen warten, bis unsere Seelen nachgekommen sind."

Quelle: Geschichtensammlung Rainer Lenzenweger, Akademischer Trainer

 

 
   
 
4.
Best of Newsletter

Immer wieder werden wir nach Berichten in vergangenen Newslettern gefragt. An dieser Stelle bringen wir deshalb mit einem "Best of" Auszüge, die zu den meisten Reaktionen geführt haben.

"Unternehmerzufriedenheit ohne Gästezufriedenheit gibt es nicht."

Es gilt tagtäglich, Mal für Mal die Erwartungen seiner Gäste voll zu erfüllen, besser noch zu übertreffen. So ist Profit keine Ziel-, sondern eine Erlebnisgröße; der Applaus fürs geglückte Zusammenspiel von Gastgeber und Kaufmann. Ertrag entsteht durch Professionalität und unverwechselbarem Profil, aus strategischem und operativem Können.

Der zufriedene Gast von heute sichert auch morgen das Überleben Ihres Unternehmens. Nur wenn Sie es schaffen, 99,9 Prozent Ihrer Gäste zu begeistern, werden Sie auf lange Sicht Erfolg haben. Es genügt bei weitem nicht, die Mehrheit zufrieden zu stellen. Wir möchten Ihnen dies anhand eines Rechenbeispiels näher bringen:

Angenommen Ihr Unternehmen wird täglich von etwa 100 Personen besucht. Davon sind 99 mit Ihnen zufrieden und werden vermutlich wieder kommen. Lediglich ein einziger Gast ist unzufrieden und wird Ihr Haus in Zukunft meiden! Kein Problem? Oh doch, und was für eines!

TARP-Untersuchungen haben nämlich festgestellt, dass ein einziger unzufriedener Gast es durchschnittlich an 12 Personen weiter erzählt. Diese 12 Personen geben dies wiederum jeweils an durchschnittlich 6 Personen weiter und diese 6 Personen letztlich auch noch jeweils an weitere drei. Zusammen macht das etwa 200 Personen, die negatives über Sie erfahren und dies bei nur einem einzigen unzufriedenen Gast. Und jetzt haben wir nur einen einzigen Tag beachtet. Das ganze mal sieben (Sie haben ja vielleicht jeden Tag geöffnet) und dann auch noch mal 52 Wochen. Ergebnis?

„Jedes gewonnene Streitgespräch bedeutet einen verlorenen Gast!“
An diese Weisheit sollten Sie denken, wenn Sie eine Reklamation behandeln, die Ihrer Ansicht nach ungerechtfertigt ist. Wir arbeiten in einer Dienstleistungsbranche und deshalb hat der Gast wirklich immer recht! Aber auch wirklich immer! Und wenn es Ihnen noch so schwer fällt.

Übrigens ist auch der Umkehrschluss der Kopfzeile bedeutend: Ohne Unternehmerzufriedenheit keine Gästezufriedenheit! Nur wenn der Unternehmer glücklich ist, kann sein Betrieb auch wirklich gedeihen! Auch wenn sich der Unternehmer, der Vorgesetzte, die Mitarbeiter und die Gäste dessen nicht wirklich bewusst sind – ein glücklicher Mensch strahlt positive Energie aus, welche alle Beteiligten in ein Hochgefühl versetzt.

Probieren Sie es aus. Betrachten Sie Ihre Umgebung, wenn Sie einen glücklichen Moment haben. Wirkt Ihr Lächeln und Ihre Freude dann nicht ansteckend auf Ihre Umgebung? Und welcher Gast möchte nicht in einer glücklichen Atmosphäre verweilen?


 

 
   Einzigartig in Österreich - das Durchbruchs-Seminar


Life-Excellence
Arbeit und Leben Sinn geben

21.-23. Oktober 2008
Hotel Aviva, St. Stefan am Walde, OÖ

Leitung: Kurt H. Steindl, MBA
Akademischer Trainer,
Akademischer Tourismusmanager

 

Teilnehmerstimmen:

"Dieses Seminar war für mich wie eine zweite Geburt."  Harald Wohlgenannt, Restaurantleiter, Hotel Hanner, Mayerling

"Es hat mein Leben sinnvoll verändert." Franz Brandl, Unternehmer, Linz

"Das beste Seminar, das ich je besucht habe." Werner Pürmayer, Bergergut Romantik Resort & Spa, Afiesl

(Bereits jetzt nur noch 2 freie Plätze) Lesen Sie hier die Details
  

  
5. Wie isst man was?

Maiskolben
Zu einem solchen Essen werden neben dem Teller ein kleines Gabelpaar mit drei Metallzinken platziert. In die Kolbenenden werden jeweils die Gabelzinken hineingesteckt, so dass sich die Körner des Maiskolbens von allen Seiten leicht abessen lassen können.

Muscheln
Werden in einer Terrine serviert. Man nimmt eine der zweihälftigen Schalen, pult bei dieser ersten Muschel das gelblichweiße Fleisch mit der Gabel heraus. Die nun leeren Schalenhälften, die noch miteinander verbunden sind, dienen nun als Besteck. Mit dieser "Muschel-Zange" zieht man nun das Fleisch aus den übrigen Schalen heraus und führt es zum Mund.

Oliven
Werden mit einer Gabel oder einem Zahnstocher aufgepiekst. Kern diskret mit der Hand (Daumen, Zeigefinger) auf ein Tellerchen legen.

Omelett
Wird nur mit der Gabel zerteilt und gegessen.

 

 
     
 

   
G a s t freundliche Grüße aus Pasching
Ines & Kurt Steindl

  Gastlichkeit & Co
   Weiterbildungs- und Betriebsberatungsges.m.b.H.

  
A-4061 Pasching
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