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1.
Viktor Frankls sieben zentrale Prinzipien, die Leben und Arbeit
Sinn geben
1. Wir können
unsere Einstellung gegenüber allem frei wählen, was uns
widerfährt.
Wir haben die Wahl, ob wir unseren Beruf als sinnvoll
ansehen, ob wir am Arbeitsplatz nach Sinn suchen oder ob wir die
Zeit im Job als etwas betrachten, das mit unserem "eigentlichen"
Leben nichts zu tun hat. Entscheiden wir uns für die zuletzt
genannte Möglichkeit, verschenken wir eine riesige Chance auf
Lebenserfahrung. Selbst wenn wir unseren Job hassen, wenn wir
lange genug innehalten, um die Verbindung zum Sinn
herauszufinden, werden wir belohnt.
Unsere erste
Aufgabe ist, das Jammern einzustellen.
Wenn
wir ehrlich sind, müssen wir eins zugeben: Es macht richtig
glücklich zu jammern. Am besten ist es, wenn etwas oder jemand
echten Anlass zu Beschwerden gibt. Wir erzeugen oft über Jammern
Sinn. Das kann vorübergehend befriedigen, untergräbt in letzter
Linie jedoch die Integrität unserer Erfahrung. Es raubt der
Arbeit den Sinn und beraubt uns einer echten Beziehung zu
unserer Arbeit. Das soll nicht heißen, Klagen wären immer
überflüssig und man solle nie über seinen Job schimpfen.
Manchmal kann es sogar richtig gut tun, sich auszuheulen. Aber
wir sollten uns bewusst sein, wann und warum wir uns beschweren.
Wollen wir uns einfach mal Erleichterung verschaffen? Oder
verbinden wir mit unserer Arbeit inzwischen gewohnheitsmäßig
negative Gefühle?
Das heißt nicht, Sorgen und Nöte zu leugnen, Lasten und
Kummer in unangemessenem Optimismus zu ertränken. Im Gegenteil.
Teil der Lösung
sein
Wir
genießen unsere Wahlfreiheit am Arbeitsplatz nur dann, wenn wir
aufhören, Teil des Problems zu sein, und uns dafür entscheiden,
Teil der Lösung zu werden. Auch in unserem Privatleben genügt es
nicht, darauf zu warten, dass die Lösung sich wunderbarerweise
von selbst einstellt. Wir selbst müssen Teil der Lösung werden.
Der beste Weg, unsere Träume zu verwirklichen, heißt Aufwachen!
Anders ausgedrückt, ein Teil der Lösung besteht darin, dass wir
etwas unternehmen.
Echter
Optimismus
Wenn
wir unsere Einstellung im Licht eines echten Optimismus
wählen, dann wählen wir im Grunde drei Dinge:
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Wir wählen
eine positive Einstellung zur gegebenen Situation.
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Wir wählen
eine Einstellung, die eine kreative Visualisierung von
Möglichkeiten unterstützt.
-
Wir wählen
eine Einstellung, die uns so viel Energie gibt, dass wir
Möglichkeiten Wirklichkeit werden lassen können.
Anders gesagt, echter Optimismus erfordert mehr als positives
Denken. Reine Affirmation oder gute Absichten sind zu wenig, wir
müssen uns die Möglichkeiten vorstellen können, die aus der Wahl
unserer Einstellung erwachsen, und das Gefühl oder die
Leidenschaft spüren, die hinter unserer Wahl steht und die uns
dabei hilft, Möglichkeiten zu verwirklichen. Wir alle haben die
Freiheit, unsere Wahl zu treffen, aber es ist erstaunlich, wie
selten wir sie nutzen. Wir entscheiden uns entweder dafür, nicht
die volle Verantwortung für etwas zu übernehmen, für das wir uns
eigentlich bewusst entscheiden müssten, oder wir entscheiden
uns, wenn auch unbewusst, Denkmustern verhaftet zu bleiben, die
vielleicht nicht mehr unserem Wohl dienlich sind. Kurz gesagt,
wir werden Gefangene unserer Gedanken.
Unser menschliches Wesen erfüllt sich darin, dass wir frei
sind. Wir müssen dafür nur eines tun: der Versuchung
widerstehen, zu Gefangenen unserer Gedanken zu werden, und die
Freiheit bewusst wählen. Gleichgültig, was auch geschehen mag.
Quelle: Alex Pattakos. Gefangene
unserer Gedanken.
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