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Unser Motto
2006 lautet:
"Wir testen die
Besten"
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Newsletter 08/2006 vom
15. August 2006
Inhalt
1. Essay:
Effektivität im persönlichen und
zwischenmenschlichen Bereich
2. Verkauf: Der Ehrenkodex des Verkäufers (Teil 2)
3. Story:
Der entspannte Bogen
4. Thesen zur modernen Gastronomie:
Beziehungskonto bei Gästen
5.
Hinter den
Kulissen:
Moderne
Umgangsformen: Die Distanzzonen
6. Neue Berichte auf
www.gastlichkeit.at
Achtung:
Dies ist ein Gratis-Insider-Brief für Kunden und Freunde der
Firma Gastlichkeit & Co - Weiterbildungs- und Betriebsberatungsges.m.b.H.
Dieser Letter
ist gratis und erscheint jeweils Mitte des Monats.
Falls Sie
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Missverständnis handelt und Sie den Newsletter nicht mehr
erhalten möchten, bitten wir Sie einfach ein leeres Mail an
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DANKE
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1.
Effektivität im persönlichen und zwischenmenschlichen Bereich
„Es gibt
keine Abkürzungen im Leben – schon gar nicht bei der Entwicklung
des eigenen Charakters!“ Stephen R. Covey
Die Werbung
suggeriert uns ständig Instant-Lösungen. Abnehmen, ohne sich zu
bewegen, ist nur ein Beispiel davon. Erfolg über Nacht ist
gefragt. Wir werden ständig dazu verleitet, den Erfolg erreichen
zu wollen, ohne uns anzustrengen. Wie absurd wäre dies bei einem
Bauern, der im Frühjahr die Aussaat und im Sommer die Pflege
seiner Feldfrüchte vernachlässigt. Auch mit größter Anstrengung
könnte er im Herbst keine gelungene Ernte einfahren.
Ein Mensch, der
die Grundsätze der prinzipienorientierten Führung beachtet,
handelt von innen heraus auf vier Ebenen:
-
auf der
persönlichen Ebene: der Beziehung zu sich selbst
-
auf der
zwischenmenschlichen Ebene: Beziehungen und
Interaktionen mit anderen
-
auf der
Führungsebene: Verantwortung für die Durchführung von
Aufgaben mit anderen Menschen.
-
auf der
Unternehmensebene: das Bedürfnis, sinnvoll zu
organisieren – Mitarbeiter einzustellen, fortzubilden, zu
bezahlen, Teams aufzubauen, Probleme zu lösen und die dafür
erforderlichen Strukturen und Strategien zu schaffen.
Jede Ebene ist
notwendig, aber für sich alleine nicht ausreichend. Wir müssen
auf allen diesen Ebenen bestimmte Prinzipien beachten. Die
ersten beiden lauten:
Glaubwürdigkeit
auf der persönlichen Ebene.
Zur Glaubwürdigkeit eines Menschen gehören Charakter – Wer ist
er? – und Kompetenz – Was kann er? Wenn man ihm in
charakterlicher Hinsicht vertraut, an seiner Kompetenz aber
zweifelt, dann herrscht kein wirkliches Vertrauen. Viele
Menschen verlieren im Laufe der Zeit ihre berufliche
Glaubwürdigkeit, weil sie denken, dass sie ihre fachliche
Weiterentwicklung ungestraft vernachlässigen könnten. Ohne
Charakter und Kompetenz sind wir jedoch nicht glaubwürdig und
können Entscheidungen nicht mit dem nötigen Sachverstand
treffen. Eine gezielte und kontinuierliche berufliche
Entwicklung ist die Voraussetzung für Glaubwürdigkeit und
Vertrauen.
Vertrauen auf
zwischenmenschlicher Ebene.
Auf dem Fundament der Glaubwürdigkeit des einzelnen entsteht das
Vertrauen in zwischenmenschlichen Beziehungen. Vertrauen ist wie
ein emotionales Bankkonto: Wenn der Inhaber über ein Guthaben
verfügt, kann er es sich leisten,
Gewinn-Gewinn-Leistungsvereinbarungen zu treffen. Ein
befriedigender Austausch, gegenseitiges Verständnis, Synergie
und produktive Interdependenz werden möglich. Eine eventuell
bestehende fachliche Inkompetenz kann durch entsprechende
Trainings- und Entwicklungsmaßnahmen behoben werden. Bei
charakterlichen Defiziten gilt es, die innere Sicherheit zu
erhöhen und vertrauensvolle Beziehungen wieder aufzubauen, etwa
durch Vorsätze und Versprechen, die dann auch eingehalten werden
müssen.
Ob in privaten
Beziehungen oder im Geschäftsleben, in der Industrie, im
Erziehungswesen oder in der Regierung – über Erfolg und
Misserfolg entscheidet letztlich der Faktor Vertrauen.
Quelle: Stephen R. Covey
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2.
Der Ehrenkodex des Verkäufers
(Teil 2)
Im letzten
Newsletter haben wir über die manipulativen Techniken
gesprochen, wie Sie zum Beispiel im NLP vorhanden sind.
Natürlich kann man damit arbeiten, aber der Kunde wird dies
merken und in Zukunft woanders kaufen.Ist
doch logisch. Sobald der Gast merkt, dass er manipuliert wurde,
dass er über den Tisch gezogen wurde, wird er nicht mehr bei
Ihnen konsumieren.
„Gute Verkäufer
sehen sich als Einkaufhelfer und stehen auf der Seite des
Kunden!“
Hans-Peter Zimmermann
„Gute Verkäufer
holen das Beste für den Kunden heraus. Und wenn das Beste für
den Kunden nicht verfügbar ist, dass empfehlen sie sogar den
Mitbewerber. Das schafft Vertrauen und eine langfristige
Kundenbeziehung!“ Hans-Peter Zimmermann
Gute Verkäufer
können auch „Nein“ sagen. Nämlich dann, wenn der Gast mit dem
Angebot nicht glücklich wäre. Ich habe es selbst erlebt, dass
der Küchenchef des Hotels, in dem ich damals gearbeitet habe,
den forcierten Verkauf eines Gerichtes anordnete. „Heute ist
die Qualität noch so weit in Ordnung. Morgen müssen wir es
wegwerfen. Also verkauft es!“
Als guter
Verkäufer werden Sie sicherstellen, dass die Qualität des
Produktes erstklassig ist. Denn wenn Sie eine Empfehlung
aussprechen und Sie servieren dann eine mittelmäßige oder gar
schlechte Qualität, ist das Vertrauen des Gastes in Sie mit
einem Schlag für immer dahin.
„Es braucht
Jahre um das Vertrauen eines Gastes zu gewinnen. Aber nur
Sekunden, es zu verlieren.“
Autor unbekannt.
Quellen:
Hans-Peter Zimmermann, Kurt H. Steindl
Im nächsten
Newsletter werden wir beginnen, die einzelnen Schritte des
Verkaufsgespräches genau zu beleuchten und praktische Tipps für
die tägliche Praxis zu geben.
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Es heißt, dass der alte Apostel
Johannes gern mit seinem zahmen Rebhuhn spielte.
Nun kam eines Tages ein Jäger zu
ihm. Verwundert sah er, dass ein so angesehener Mann wie
Johannes einfach spielte. Konnte der Apostel seine Zeit
nicht mit viel Wichtigerem als mit einem Rebhuhn verbringen?
So frage er Johannes: "Warum vertust du deine Zeit mit
Spielen? Warum wendest du deine Aufmerksamkeit einem
nutzlosen Tier zu?" Verwundert blickte Johannes auf. Er
konnte gar nicht verstehen, warum er nicht mit dem Rebhuhn
spielen sollte.
Und so sprach er: "Weshalb ist
der Bogen in deiner Hand nicht gespannt?" Der Jäger
antwortete: "Das darf nicht sein. Ein Bogen verliert seine
Spannkraft, wenn er immer gespannt wäre. Er hätte dann, wenn
ich einen Pfeil abschießen wollte, keine Kraft mehr. Und so
würde ich natürlich das anvisierte Ziel nicht treffen
können." Johannes sagte daraufhin: "Siehst du, so wie du
deinen Bogen immer wieder entspannst, so müssen wir alle uns
immer wieder entspannen und erholen. Wenn ich mich nicht
entspannen würde, indem ich z.B. einfach ein wenig mit
diesem - scheinbar so nutzlosen - Tier spiele, dann hätte
ich bald keine Kraft mehr, all das zu tun, was notwendig
ist. Nur so kann ich meine Ziele erreichen und das tun, was
wirklich wichtig ist."
Quelle:
Geschichtensammlung von T-Rainer Lenzenweger, Akademischer
Trainer
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4.
Thesen zur modernen
Hotellerie & Gastronomie
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Halten Sie das Beziehungskonto zu Ihren Gästen immer gut
gefüllt. |
Sie haben
ein Konto bei Ihren Gästen. Natürlich keines, auf dem Geld
ein- oder ausbezahlt wird. Nein, auf dem Konto, das ich
meine, ist die Währung Vertrauen. Und wenn dieses
Vertrauenskonto groß ist, dann ist die Kommunikation leicht,
schnell und effektiv.
So ein
Kontoguthaben aufzubauen, ist deshalb eine langfristige
Investition. Was aber genau sind jetzt die Einzahlungen, die
Sie auf dieses emotionale Beziehungskonto leisten können?
-
Versuchen Sie, den Gast zu verstehen. Das bedeutet, dass man den anderen als Individuum so
versteht, wie man selbst verstanden werden will.
-
Achten
Sie auf Kleinigkeiten. Die kleinen Gefälligkeiten und Aufmerksamkeiten sind so wichtig. Kleine
Unhöflichkeiten, Ablehnungen und Rücksichtslosigkeiten
führen zu riesigen Abbuchungen. In Beziehungen sind oft
die Kleinigkeiten die wirklich wichtigen Dinge.
-
Halten
Sie Verpflichtungen ein. Eine Versprechung oder eine Verpflichtung einzuhalten, ist eine
wesentliche Einzahlung. Es nicht zu tun, führt zu einer
beachtlichen Abbuchung. Es gibt vermutlich keine
stärkere Belastung für das emotionale Konto, als dem
Gast etwas zu versprechen, was ihm wichtig ist, und dann
das Versprechen nicht einzuhalten.
-
Klären
Sie die Erwartungen.
Oft sind die unterschiedlichen Erwartungen Ursache für
eine Abhebung auf dem emotionalen Beziehungskonto. Das
Grundguthaben besteht darin, Erwartungen schon zu Beginn
klar und deutlich zu formulieren und die Erwartungen des
Gastes offen zu legen. Fragen hilft!
-
Zeigen
Sie persönliche Integrität. Integrität schließt Ehrlichkeit ein und geht darüber noch hinaus. So
bedeutet sie zum Beispiel auch, Abwesenden gegenüber
loyal zu sein.
-
Entschuldigen Sie sich bei Abhebungen ehrlich.
Wenn wir Abhebungen vom Beziehungskonto vornehmen,
müssen wir uns entschuldigen, und das muss ernst gemeint
sein. Aufrichtig gesprochene Worte der Entschuldigung
sind wieder eine Einzahlung.
Quelle: Stephen R. Covey. Die 7
Wege zur Effektivität
PS. Dieses Beziehungskonto wirkt
in jeder Lebenslage - auch privat.
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5.
Umgangsformen:
Die vier Distanzzonen
Damit ist der räumliche Abstand gemeint, den man zu seinem
Gegenüber einnimmt.
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Da ist zunächst die intime Distanzzone:
ganz nah, mit körperlichem Kontakt, bis zu einem Abstand
von höchstens fünfzig Zentimetern. Das nicht
ausdrücklich gestattete Eindringen in die intime
Distanzzone durch Berührung kann Ablehnung oder sogar
Aggression hervorrufen. Im Berufsleben ist diese Zone
also mit Vorsicht zu behandeln.
Im Service müssen wir diese Zone des Öfteren verletzen,
Etwa, wenn wir zwischen zwei Gästen an einer Tafel die
Speisen und Getränke servieren. Sie werden vermutlich
schon bemerkt haben, dass die Gäste dabei trachten –
manchmal sogar sehr deutlich – sich mit dem Oberkörper
von Ihnen weg zu bewegen. Das hat nur in zweiter Linie
mit Höflichkeit zu tun (weil Ihnen die Gäste Platz etwa
machen wollen). In erster Linie wollen sie ihre intime
Distanzzone, in die Sie eingedrungen sind, wieder
herstellen. Halten Sie diese Momente deshalb zu kurz wie
möglich.
-
Als zweites folgt die persönliche Distanzzone,
zwischen etwa fünfzig Zentimetern und gut einem Meter.
Dieser Abstand erlaubt zum Beispiel die bei uns
gebräuchlichste Art der Begrüßung, den Handschlag.
Dieser wird meistens erst dann als unangenehm empfunden,
wenn er zu dicht - quasi Nase an Nase - stattfindet,
wobei er dann ja auch in die intime Distanzzone
gerutscht ist, wohin er eigentlich nicht gehört.
-
Die nächste Zone umfasst eine Entfernung von etwa einem
bis zu etwa zwei Metern; das ist die so genannte
soziale Distanzzone. Hier begegnen wir uns eher
abwartend. Daraus kann sich in der Folge eine Zuwendung
in die persönliche Distanzzone oder eine Vergrößerung
des Abstandes ergeben. Etwa eine Hinwendung zu einer
Begrüßung/Verabschiedung mit Handschlag oder eben eine
Abwendung ohne Berührung.
-
Die öffentliche Distanzzone, mindestens
mehrere Meter Abstand, spielt als die weiteste im Umgang
mit Kollegen, Chefs und Kunden die geringste Rolle. In
dieser Zone einen persönlichen Kontakt in Form einer
Begrüßung herzustellen ist kaum möglich. Sie ist zum
Beispiel dann gegeben, wenn Sie einen Bekannten auf der
anderen Straßenseite begrüßen.
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6. News
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