Unser Motto 2005 lautet: "Lust an Leistung - fordern und fördern" 
   

 

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Newsletter 01/2005 vom 16. Jänner 2005

Inhalt 
   
 
1. Essay: Zurück zum "guten Leben"
      2. Persönlichkeitsbildung: Persönliche Entwicklungsziele (Teil 4)
      3. Story: Das Geheimnis der Zufriedenheit
      4. Thesen zur modernen Gastronomie: Beschwerden sind ein Geschenk
     
5. Hinter den Kulissen: Der erste Tag: "Ich bin´s der Neue!" (Teil 2)
      6. Neue Berichte auf
www.gastlichkeit.at

 
 
Achtung:
Dies ist ein Gratis-Insider-Brief für Kunden und Freunde der Firma Gastlichkeit & Co - Weiterbildungs- und Betriebsberatungsges.m.b.H.
Dieser Letter ist gratis und erscheint jeweils Mitte des Monats. Falls Sie irrtümlich auf der Mailliste stehen, es sich um ein Missverständnis handelt und Sie den Newsletter nicht mehr erhalten möchten, bitten wir Sie einfach ein leeres Mail an office@gastlichkeit.at?subject=Bitte keine weiteren Newsletter zu schicken. DANKE
 
 
 

 

 

1. Zurück zum „guten Leben“

Immer mehr Menschen fühlen sich überfordert, freudlos und in die Ecke getrieben durch die Anforderungen des Alltags. Sie sehen sich als Gefangene der heutigen schnelllebigen und vergnügungssüchtigen Gesellschaft. Seit Mitte der 50er-Jahre haben die Menschen einem höheren Einkommen mehr Priorität eingeräumt als Familie und Freizeit. Viele stecken in der Tretmühle von immer mehr Arbeit und wachsenden Wunsch nach Materiellem. Schließlich erreichen sie die Lebensmitte und beginnen sich zu fragen: „Ist das alles? Wo bleibt die Freude?“ Viele verstecken sich dann hinter einer Clownmaske und haben die Fähigkeit zum Lächeln und Lachen verloren.

Wenn Sie wieder lachen können, fühlen Sie sich besser und Sie „fühlen auch besser“. Menschen, die gerne lachen und lächeln, gelten als warmherzig und erfrischend. Hier ein paar Möglichkeiten, wie Sie wieder lächeln und lachen lernen:

  • Bringen Sie Ihr Lächeln auf Trab. Suchen Sie sich Videos, Filme und Programme, die Sie zum Lachen bringen – so werfen Sie Ihren „Lachmotor“ wieder an.
      
  • Wenn Sie lachen, lacht die Welt mit Ihnen. Planen Sie ein Abendessen, eine Party oder ein Picknick mit Menschen, die Sie zum Lachen bringen und die über Ihre Scherze lachen.
      
  • Spielen Sie mit Kindern. Nehmen Sie sich Zeit für Spiele oder für einen „Kinderkaffee“. Kinder wissen, wie man lacht und sich vergnügt.

Wenn Sie das Gefühl haben, Ihr Leben sei außer Kontrolle geraten, versuchen Sie, es einfacher zu gestalten. Das gute Leben soll Ihnen ein Gefühl der „Ganzheit“ vermitteln, dazu gehört:
„Leben, wo man sich zu Hause fühlt, mit Menschen, die man liebt, und mit der richtigen Arbeit, die einen erfüllt.“

Quelle: Leider, R.J./Shapiro, D. A. (1998): Lass endlich los und lebe. Moderne Verlagsgesellschaft.

 

"Führen mit Herz"
Sich mutig den Herausforderungen an eine moderne Führungskraft stellen.

Das Intensiv-Seminar für Führungskräfte & Unternehmer in der Hotellerie und Gastronomie.

28.Februar und 1.März 2005, Schloss Mühldorf, Feldkirchen/Donau, OÖ.
Leitung: Kurt H. Steindl, Akademischer Trainer.

Dieses Seminar wird vom AMS zu zwei Drittel gefördert! Weitere Details erfahren Sie hier ...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  
2. Persönliche Entwicklungsziele (Teil 4)

Stärkung des Durchsetzungs- und Selbstbehauptungswillens

Charakteristik:
Unter Durchsetzungsvermögen verstehen wir die feste Absicht einer Person, die gesetzten Ziele auch gegen Widerstände durchzusetzen. Dieser Wille orientiert sich an einer klaren individuellen und vor allem realistischen Zielsetzung. Der Durchsetzungswille, verbunden mit einer risikobereiten Einstellung, gehört zu den wichtigsten Voraussetzungen für den beruflichen Aufstieg.

Der Selbstbehauptungswille lässt sich als persönliches Stehvermögen bezeichnen. Die persönliche Festigkeit ist eine starke, selbstbewusste innere Willenshaltung, die sich in Selbstkontrolle, Selbststeuerung und Strenge gegen sich selbst erweist. Diese innere Haltung bewirkt das konsequente Festhalten an einer einmal getroffenen Entscheidung, was auch als Ausdauer und Entschlusskraft bezeichnet wird.

Menschen mit Selbstbehauptungswillen sind realistisch eingestellt, passen sich flexibel an die jeweilige Situation an, gestalten aktiv das Geschen mit, treffen Entscheidungen aus sich heraus, fühlen sich weder unter- noch überlegen, fördern den Wunsch nach einer länger andauernden Zusammenarbeit, verschaffen sich Entscheidungsspielräume und sind dadurch weniger Zwängen, Ängsten bzw. Stress ausgesetzt.

Praktische Anregungen:

"Nein" ist ein wichtiges Wort
Viele Menschen streben danach von jedermann geliebt zu werden. Sie überschlagen sich förmlich in vorauseilendem Gehorsam. Der Dank? "Kriecher", "Schleimer" und ähnliche Kosenamen bezeichnen jenen Menschentypen, der ohne Rückgrat durchs Leben geht. Es sind nicht die „Ja-Sager“, jene die ihre Fahne nach dem Wind hängen, denen Respekt und Hochachtung entgegengebracht wird, sondern die kantigen Typen, die auch mal sagen, was sie sich denken. Natürlich ohne zu beleidigen oder jemanden vor den Kopf zu stoßen. Eine eigene Meinung zu haben, bedeutet auch manchmal „Nein“ sagen zu müssen, wenn Sie etwas nicht vertreten können. Tun Sie dies immer freundlich aber bestimmt.

Entscheidungen
Haben Sie den Mut, eigenverantwortlich Entscheidungen zu treffen. Viele Menschen leiden unter einer schmerzvollen Krankheit – Sie können sich einfach nicht entscheiden! Da werden Entscheidungen immer wieder hinausgeschoben, bis sie sich hoffentlich selbst erledigen. Nur leider funktioniert das in der Regel nicht. Und wenn es tatsächlich einmal passiert, dass sich eine Entscheidung von selbst erübrigt, bleibt so ein unangenehmer Nachgeschmack der Feigheit an uns kleben.

Grenzen ziehen
Durch überlegte, doch möglichst prompte, in jedem Fall aber entschiedene und eindeutige Reaktion sollte eine Führungskraft dem Mitarbeiter „Klarheit verschaffen“, wo dessen Grenzen liegen. "Festigkeit und Führungsstärke ja – Aggressivität nein", sollte die Devise lauten. Stärke zeigt sich in einer sachlichen und ruhigen aber bestimmten Form.

Selbstdisziplin
Vermeiden Sie es tunlichst Ihre eigenen Probleme und Konflikte auf die Mitarbeiter zu projizieren. Stehen Sie zu Ihren Fehlern und suchen Sie keine Sündenböcke, denen Sie die Sache unterjubeln können.

Wohlwollende Bestimmtheit
Wer Mitarbeiter führen will, muss einen gewissen Abstand zu Ihnen halten. Sie können ihre Mitarbeiter nur schwerlich richtig behandeln, wenn Sie aufgrund Ihrer „Gutmütigkeit“ diesen Abstand nicht wahren. Wenn Sie führen wollen, brauchen Sie diese Distanz um die Autorität zu wahren.

Wohlwollende Bestimmtheit resultiert einerseits aus Freundlichkeit, Höflichkeit und andererseits aus persönlicher Festigkeit und Selbstdisziplin. Es bedeutet dort nachzugeben, wo es angeraten erscheint aber fest zu bleiben, wenn es die betriebliche Situation erforderlich macht. Diese Haltung wird von den Mitarbeitern eher gefordert, als „Gutmütigkeit“ oder Unentschlossenheit. Es bedeutet aber auch sein Verhalten an ethischen Werten und nicht an Bequemlichkeit auszurichten.

Die Fortsetzung folgt im nächsten Newsletter

 
 
 

 

 

 

3. Story: Das Geheimnis der Zufriedenheit

Es kamen einmal ein paar Suchende zu einem alten Zenmeister. "Herr", fragten sie "was tust du, um glücklich und zufrieden zu sein? Wir wären auch gerne so glücklich wie du."

Der Alte antwortete mit mildem Lächeln: "Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich."

Die Fragenden schauten etwas betreten in die Runde. Einer platzte heraus: "Bitte, treibe keinen Spott mit uns. Was du sagst, tun wir auch. Wir schlafen, essen und gehen. Aber wir sind nicht glücklich. Was ist also dein Geheimnis?"

Es kam die gleiche Antwort: "Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ist und wenn ich esse, dann esse ich."

Die Unruhe und den Unmut der Suchenden spürend fügte der Meister nach einer Weile hinzu: "Sicher liegt auch Ihr und Ihr geht auch und Ihr esst. Aber während Ihr liegt, denkt Ihr schon ans Aufstehen. Während Ihr aufsteht, überlegt Ihr wohin Ihr geht und während Ihr geht, fragt Ihr Euch, was Ihr essen werdet. So sind Eure Gedanken ständig woanders und nicht da, wo Ihr gerade seid. In dem Schnittpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft findet das eigentliche Leben statt. Lasst Euch auf diesen nicht messbaren Augenblick ganz ein und Ihr habt die Chance, wirklich glücklich und zufrieden zu sein."

 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4. Thesen zur modernen Gastronomie
 

"Eine Beschwerde ist ein Geschenk"

Betrachten Sie einen unzufriedenen Gast als ehrenamtlichen (weil unentgeltlich agierend) Mitarbeiter, dessen Aufgabe die Qualitätssicherung Ihres Unternehmens ist.

Tipps und Anregungen:

Ein gut organisiertes Beschwerdemanagement wird jedem Unternehmen nützlich sein, denn durch die Bearbeitung von Beschwerden ...

... entsteht Kundenbindung.
Ein Gast, dessen Beschwerde erfolgreich bearbeitet wurde, hält dem Unternehmen eher die Treue, als ein enttäuschter.

... wird das Image des Unternehmens gestärkt.
Wird eine Beschwerde schnell und zufrieden stellend bearbeitet, zeigt das Unternehmen dadurch, dass es die Bedürfnisse der Gäste ernst nimmt. Ein effektives Beschwerdemanagement kann sehr werbewirksam sein.

... erhält man wichtige Informationen zur Verbesserung der Qualität.
Das kommt auch allen anderen Gästen zugute. Beschwerden geben manchmal sogar Hinweise auf bisher vernachlässigte Märkte und Verkaufsmöglichkeiten. Viele Innovationen sind auf konkrete Verbraucherhinweise zurückzuführen (vgl. Gamber 2002,S. 9).

... spart man Kosten.
Bestehende Gäste zu bewahren ist günstiger als neue anzuwerben. Mundkommunikation von zufriedenen Gästen spart Werbekosten und schließlich spart man durch die Korrektur der beanstandeten Probleme Folgekosten durch weitere unzufriedene Gäste.

Quellen:
Steindl, K.H.
(2004): Beschwerdemanagement im Dienstleistungsgewerbe Gastronomie –  effektive Beschwerdebehandlung als Trainingsziel. Projektarbeit im Rahmen des Universitätslehrgangs für Trainings- und Bildungsmanagement an der Johannes-Kepler-Universität Linz.
Gamber, P. (200
2): Kundenbeschwerden und Reklamationen konfliktfrei behandeln. Methoden, Tipps und Übungen für einen besseren Umgang mit schwierigen Kunden. Renningen-Malsheim: expert.

 

Beschwerdemanagement im Dienstleistungsgewerbe Gastronomie – 
effektive Beschwerdebehandlung als Trainingsziel

Eine Projektarbeit von Kurt H. Steindl, Akademischer Trainer. Erstellt im Rahmen des Universitätslehrganges für Training und Bildungsmanagement an der Johannes Kepler Universität, Linz (2004).
93 Seiten gebunden.

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5. Der erste Tag – „Ich bin´s, der Neue.“ (Teil 2)
Quelle: Dr. Anton Schmoll, "
Gewinn". Ausgabe April 2004

Das „Patensystem“ hat sich bewährt
Grundsätzlich liegt die Verantwortung für die Einführung neuer Mitarbeiter unmittelbar beim Chef. Zur Unterstützung hat sich in der Praxis die Installierung eines „Patensystems“ sehr bewährt. Vom ersten Tag an wird dem neuen Mitarbeiter ein erfahrener Kollege als „Pate“ zur Seite gestellt, um die Einführung auf dem Arbeitsplatz zu erleichtern. Hier erfolgt das detaillierte Erklären der Aufgaben, das Vorzeigen im Sinne des Anlernens und das erste selbstständige Arbeiten. Besonders in den ersten Wochen braucht der Neue Hilfe und Unterstützung, um sich auf dem Arbeitsplatz und im Betrieb zurechtzufinden.

Aber nicht nur Aufgaben und Arbeiten werden vom Paten vorgezeigt, auch der Umgang mit anderen Kollegen und Abteilungen wird vorgelebt. Es sind unzählige Stimmungsbilder, viele Namen, viele erste Eindrücke, die da während der ersten Zeit auf einen einströmen.

Wegen der Bedeutung dieser Phase ist bei der Auswahl des Paten darauf zu achten, dass dieser nicht nur Fachwissen besitzt, sondern auch von der Persönlichkeitsstruktur her für diese Aufgabe geeignet ist. Er muss viele Fragen beantworten – und das erfordert Geduld, Ausdauer, Einfühlungsvermögen und Kommunikationsfähigkeit. Mit einem Wort, er muss dem neuen Kollegen Sicherheit vermitteln können und soll nicht einfach nur Zeit haben, um böse ausgedrückt „Babysitter für das jüngste Baby des Chefs zu spielen“.

Die Erfahrungen mit dem Patensystem haben noch ein weiteres interessantes Ergebnis gebracht: Die Motivation des Paten selbst steigt. Mitarbeiter, denen diese Aufgabe anvertraut wurde, fühlen sich in der Regel dadurch ausgezeichnet und freuen sich über die Fortschritte ihrer Schützlinge.

Fortsetzung folgt im nächsten Newsletter

 
 
 

 

 

 

 

 

6. News

Steuer: Wichtige Änderungen ab 2005
Der Einkommens-Steuertarif seit ab 1. Jänner neu gestaltet. - Die Körperschaftsteuer (KöSt) wird mit 1. Jänner 2005 von 34 % auf 25 % gesenkt. - Der steuerlich absetzbare Kirchenbeitrag - Der generelle Ausschluss der Abzugsfähigkeit von Aufwendungen
- Wenn es zu einer Betriebsaufgabe kommt - Negativsteuer für Grenzgänger mit inländischem Wohnsitz und ausländischem Arbeitsort - Sonntag ein „normaler Arbeitstag“.
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Zwei neue Arbeitsbehelfe für die tägliche Praxis in der Gastronomie
Merkblatt zur "Gleichbehandlung im Gastgewerbe"
Immer wieder ein heißes Thema ist in der Praxis die Frage wie weit das den Gastwirten zustehende Hausrecht reicht und ab wann eine verbotene Diskriminierung vorliegt. Die komplizierten Normen des Gleichbehandlungsrechtes und die daraus entstehenden Abgrenzungsfragen überfordern Gastwirte in der praktischen Anwendung manchmal.

Neuauflage der Broschüre Kosten- und Ertragsmanagement in der Gastronomie
Ein Dauerbrenner in der Gastronomie ist auch die Frage der "richtigen" Kalkulation. Daher erfolgt nun eine Neuauflage der beliebten WIFI Broschüre Kosten- und Ertragsmanagement in der Gastronomie.
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Erfolgspotenzial Mitarbeiter
Führen ist mehr als Management. Führen ist mehr als Management – eigentlich schon eine bekannte Tatsache. Ebenfalls allgemein bekannt und anerkannt ist die Bedeutung der Führung für den Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Man kann durchaus auch sagen, erfolgreiche Unternehmen sind solche, die erfolgreich geführt werden, also solche, in denen der Umgang mit Menschen erfolgreich vollzogen wird.
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Die Menüfolge
Eine angenehme Speisenfolge zusammenzustellen ist eine Kunst, die heutzutage leider sogar in Spitzenrestaurants nicht immer beherrscht wird und erst in den letzten Jahren langsam wieder die Beachtung bekommt, die früher eine Selbstverständlichkeit war.
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Wir wünschen Ihnen ein erfolgreiches und Freude bringendes Jahr 2005 und viele begeisterte Gäste.

G a s t freundliche Grüße
Ines & Kurt Steindl

  Gastlichkeit & Co
   Weiterbildungs- und Betriebsberatungsges.m.b.H.

  
A-4061 Pasching
   Zentastraße 21
   TEL: 07229 / 71 5 18
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