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Persönliche Entwicklungsziele (Teil 2)
Im letzten Newsletter (10/2004)
startete
eine neue Serie, die persönliche Entwicklungsziele zum Thema hat.
In insgesamt acht Beiträgen lesen Sie die speziellen
Charakteristiken und erhalten Sie praktische Anregungen von verschiedensten
Entwicklungszielen. Die Beiträge sind ohne Wertung gereiht.
Entwicklungsziel 2:
Planvolle, besonnene Zielstrebigkeit
Charakteristik:
Die planvolle, individuelle Zielstrebigkeit
basiert vorrangig auf der Selbstständigkeit der persönlichen
Zielsetzung. Diese Souveränität ist jedoch klar zu trennen von
Trotz und Eigensinn, denn in diesen steckt kein eigener Wille,
sondern lediglich die Auflehnung gegen Autoritäten. Trotz und
Eigensinn sind die Grundlage für ein vermeintliches,
aufgepumptes Selbstwertgefühl und der Geltungssucht.
Eine Unselbstständigkeit bei Zielsetzungen kann
verschiedene Ursachen haben:
-
eine geringe Antriebskraft
-
wenig Phantasie und Vorstellungsvermögen
möglicher Zukunfts-Szenarien
-
Minderwertigkeitsgefühle
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mangelnder Mut
-
wenig innerer Halt und Selbstsicherheit
-
zu starke Orientierung an Autoritäten
-
Unfähigkeit, Entscheidungen zu treffen
Die Selbstständigkeit der Zielsetzung kann auch
durchaus mit der Bereitschaft zur Einordnung verbunden sein.
Wenn Ihnen nämlich klar wird, dass Sie Ihre eigenen Ziele nur im
Verbund mit den Zielen anderer erreichen.
Besonnenheit lässt sich als eine nachdenkliche,
überlegte, gelassene Einstellung beschreiben. Besonnenheit ist
ein Zustand kontrollierter Wachheit bei gleichzeitiger
Unterdrückung von Trieben und übertriebenen Gefühlsregungen. Es
handelt sich dabei um eine Kardinaltugend, die im wesentlichen
auf Ausgeglichenheit basiert.
Praktische Anregungen:
Die eigenen
Ziele wählen
Der
erste Trainingsschritt besteht in einer klaren, individuellen
Zielsetzung. Ohne Ziele lässt sich nichts planen, organisieren
und durchführen. Sie selbst sind verantwortlich, die richtigen
Ziele zu wählen. Lassen Sie sich keinesfalls von Anderen
unterschwellig Ziele einreden. Denken Sie ausführlich darüber
nach, was Sie – und wirklich nur Sie – selbst wollen. Überprüfen
Sie aber auch kritisch Ihre Ziele. Sind sie frei von
übersteigerten Bedürfnissen, von Imponiergehabe, von
Selbstsucht, von Machtansprüchen?
Formulieren
Sie schriftlich
In der
Schriftlichkeit liegen Klarheit und Kraft. Während Gedanken
kommen und gehen, schaffen Sie mit eindeutig formulierten und
niedergeschriebenen Zielsetzungen die Voraussetzung für die
Erreichung Ihrer Pläne. Mit klar strukturierten Zielsätzen
programmieren Sie Ihr Unterbewusstsein auf Erfolg.
Gezielt
gegen Widerstände vorgehen
Bei
der Verfolgung von Zielen sind Sie permanent mit inneren und
äußeren Widerständen konfrontiert. Die innere Bequemlichkeit ist
dabei meist der größte Feind. Gehen Sie bei der Überwindung von
Widerstand stufenweise vor. Unterteilen Sie die Aufgabe in
kleine überschaubare Teile. Wer zuviel auf einmal will, erntet
häufig Misserfolg, der entmutigen und frustrieren kann.
Konzentration ist alles
Bündeln Sie alle Ihre Kräfte auf das zu
erreichende Ziel. Verzetteln Sie sich nicht und sehen Sie
auftretende Schwierigkeiten als zusätzliche Chance, Ihre
Entschlossenheit zu demonstrieren („Jetzt erst recht“).
Das Ergebnis muss Freude bereiten
Achtung: Nicht das Tun selbst, sondern das
Endprodukt Ihrer Anstrengung muss Ihnen Befriedigung, ein
Glücksgefühl vermitteln. Wenn Sie davon ausgehen, dass „Arbeit
Spaß machen muss“, machen Sie sich leicht von Ihrer momentanen
Laune abhängig. Sie werden Ihre Arbeit erst dann wirklich
schätzen, wenn Sie sich wirklich anstrengen mussten. („Das
Überwinden von Hindernissen bedeutet den Vollgenuss des
Daseins.“ Arthur Schopenhauer)
Das Wichtige zuerst
„Das Wichtige vom Dringenden trennen.“ So lautet
die Grundregel effektiven Zeitmanagements. Das Dringende ist
selten wichtig und die wirklich wichtigen Aufgaben sind selten
dringend.
Die Fortsetzung folgt im nächsten
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