Unser Motto 2004 lautet: "Stärken stärken" Potenziale erkennen und Fähigkeiten ausbauen
 

 

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Newsletter 06/2004 vom 16. Juni 2004

Inhalt 
   
  1. Einstellung zur Arbeit

      2. Wie motiviere ich andere Menschen?
      3. Der prächtige Pfau
      4. Thesen zur modernen Gastronomie
     
5. So gestalten Sie Besprechungen effektiv
      6. News

 
 
 
 
Achtung:
Dies ist ein Gratis-Insider-Brief für Kunden und Freunde der Firma Gastlichkeit & Co - Weiterbildungs- und Betriebsberatungsges.m.b.H.
Dieser Letter ist gratis und erscheint jeweils Mitte des Monats. Falls Sie irrtümlich auf der Mailliste stehen, es sich um ein Missverständnis handelt und Sie den Newsletter nicht mehr erhalten möchten, bitten wir Sie einfach ein leeres Mail an office@gastlichkeit.at?subject=Bitte keine weiteren Newsletter zu schicken. DANKE
 
 
 
1. Einstellung zur Arbeit

Unsere Einstellung zu "Arbeit" ist bemerkenswert widersprüchlich: Untersuchungen zeigen, dass sich Menschen bei der Arbeit im Allgemeinen geschickt und herausgefordert fühlen und daher glücklich, stark, kreativ und zufrieden sind. In der Freizeit fühlen sie sich dazu im Vergleich eher traurig, schwach, gelangweilt und unzufrieden. Dennoch wollen viele Menschen, wenn sie gefragt werden, weniger arbeiten und mehr freie Zeit haben. Es scheint, dass wir unsere eigenen Erfahrungen missachten und eher von Vorurteilen geleitet sind, wenn wir Arbeit beurteilen.

Neben diesem Sachverhalt kann Unzufriedenheit bei der Arbeit folgende Quellen haben:
     1. Mangel an Abwechslung und Herausforderung.
     2. Konflikte mit Kollegen, besonders mit Vorgesetzten.
     3. Ausgebrannt sein (zu viel Druck, zu viel Stress, zu wenig Zeit für sich und für die Familie.)

 
 

Der Entdecker des "Flow"-Prinzips, Mihaly Csikszentmihalyi, hat in den letzten Jahren  untersucht, wann wir "gute Arbeit" machen. Dabei ist "gut" tatsächlich im doppelten Wortsinn zu verstehen: Die Arbeit tut uns gut und sie ist gut. Sie fanden dabei durch Hunderte von Interviews drei Aspekte, die zu diesem Ziel führen: Mission, Vorbild und eigene Moral.

Mission - Bestimmen Sie die zentrale Mission Ihrer Arbeit.
Welches gesellschaftliche Bedürfnis wird durch die Ergebnisse meiner Arbeit befriedigt (z.B. Kranke heilen, Gerechtigkeit gewährleisten, Wissen weitergeben, ...)
Warum sollte die Gesellschaft die Art von Arbeit, die ich tue, mit Status oder Privilegien belohnen?

Ziel: Sich mit der gesellschaftlichen Verantwortung des eigenen Berufes auseinander setzen.

Vorbild - Suchen Sie sich Vorbilder und lernen Sie von ihnen.

Welcher Kollege wird seinem Beruf oder seiner Berufung am besten gerecht und warum? (Mehrere Nennungen sind möglich)
Welche "Qualitätsnormen" gibt es innerhalb meiner Berufssphäre?
Ziel: Anschauungen und Strategien beruflicher Vorbilder kennen
Eigene Moral - Entwickeln Sie ein Gespür für die eigene moralische Identität.
Bin ich auf mich und meine Arbeit stolz, wenn ich morgens in den Spiegel schaue?
Würde ich in einer Welt leben wollen, in der sich jeder so verhält wie ich?
Welche moralischen Grenzen möchte ich in meiner Arbeit nicht überschreiten und warum?
Ziel: Sich über die eigene moralische Identität im Klaren sein.

Quelle: www.gluecksarchiv.de

 

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Eine Projektarbeit von Kurt H. Steindl, Akademischer Trainer im Rahmen des Universitätslehrganges für Training und Bildungsmanagement an der Johannes Kepler Universität, Linz.

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Inhaltsverzeichnis

Literaturliste

Leseproben

     
2. Führungskraft sein (Teil 6 - Motivation)
Wie motiviere ich andere Menschen?

Wahre Motivation kommt von innen her (intrinsische Motivation) und kann nicht von außen bewirkt werden!
Das bedeutet, dass Sie als Führungskraft dafür sorgen müssen, dass sich Ihre Mitarbeiter selbst motivieren. Sie dabei zu unterstützen, indem Sie für die nötigen Rahmenbedingungen (Betriebsklima, Anerkennung, klare Zielsetzungen ...) sorgen, ist die wirkliche Aufgabe der Führung.

Beginnen Sie immer bei sich selbst
Sie müssen zunächst bei sich selbst anfangen! Eine ehrliche und selbstkritische Bestandsaufnahme der eigenen Persönlichkeit ist unerlässlich, wenn Sie erfolgreich andere Menschen für etwas gewinnen wollen. Sie sind es, der oder die Motivation ermöglichen will - und das schaffen Sie nur, wenn Sie bei sich selbst Blockaden und hinderliche Einstellungen auflösen können.

 
 

Fragen Sie sich ehrlich, was Sie bereit sind zu tun
Bevor Sie überhaupt an die anderen denken, sollten Sie sich zunächst eine ehrliche Antwort auf die Frage geben, was Sie selbst bereit sind dafür zu tun, um Motivation zu ermöglichen. Sie selbst müssen mehr als alle anderen motiviert sein! Wenn Ihre eigene Motivation zu schnell nachlässt, werden Sie auch anderen Menschen ein negatives Vorbild sein. Hinzukommt, dass Sie als Ansprechpartner für alle Beteiligten da sein müssen. Möglicherweise müssen Sie bei Konflikten vermitteln und schlichten. Sie müssen bereit sein, selbst ständig dazuzulernen, Ihre Maßnahmen zu überprüfen und gegebenenfalls zu ändern. Sie sollten sich also als aller erstes immer fragen, ob Sie überhaupt bereit sind, einen solchen Einsatz zu bringen und ob Sie sich das wirklich zutrauen.

 

Überprüfen Sie Ihre Einstellung gegenüber anderen Menschen
Neben Ihrer eigenen Motivation sollten Sie sich aber auch über Ihre Einstellungen und Glaubenssätze anderen Menschen gegenüber bewusst sein.

Ihre Einstellung ist entscheidend
Wenn Sie mehr Motivation wollen, sollten Sie Ihre persönliche Einstellung gegenüber Menschen überprüfen. Manche von uns glauben zum Beispiel, dass man niemanden wirklich trauen kann, dass andere Menschen faul sind oder dass niemand es wirklich ernst meint. Sie können aber auch an das Gute im Menschen glauben und daran, dass jeder immer das Beste gibt. Von Ihrer Einstellung anderen Menschen gegenüber hängt nicht nur ab, wie Sie diese und ihre Bemühungen erleben, sondern auch, wie Sie selbst auf andere wirken und damit wie erfolgreich Ihre Anstrengungen Motivation zu ermöglichen sein werden.

Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es zurück!
Egal, wie Ihre Einstellung ist, andere Menschen spüren, wie Sie über sie denken. Wenn Sie z.B. der Meinung sind, dass Herr Schuhmann im Grunde zu nichts zu gebrauchen ist, dann wird Herr Schuhmann das spüren und unbewusst entweder Ihrem Bild nachkommen oder sich zumindest abwehrend verhalten. Gehen Sie aber offen und positiv auf andere Menschen zu, werden diese viel eher genau Ihren Erwartungen entsprechen.

Die Fortsetzung folgt im nächsten Newsletter 

 
 
 


 

 

 

 

3. Der prächtige Pfau

Im Garten eines Weisen lebte einst ein prächtiger Pfau. Das Tier war die besondere Freude des Gärtners, der es hegte und pflegte. Voller Neid und Habsucht schaute ein Nachbar immer wieder über den Zaun, konnte er es doch nicht zulassen, dass jemand einen schöneren Pfau hätte als er selbst. In seinem Neid bewarf er das Tier mit Steinen. Dies sah wiederum der Gärtner und war darüber sehr erbost. Doch der Pfau ließ dem Nachbarn keine Ruhe. Nach einiger Zeit begann er, dem Gärtner zu schmeicheln und fragte, ob er nicht wenigstens ein Pfauenküken bekommen könnte. Kategorisch lehnte der Gärtner ab. Schließlich wandte sich der Nachbar demütig an den weisen Herrn des Hauses, ob er nicht wenigstens ein Ei des Pfauen bekommen könnte. Er wollte es der Henne unterlegen und es von ihr ausbrüten lassen.

Der Weise bat seinen Gärtner, dem Nachbarn ein Ei aus dem Gelege des Pfauen zu schenken. Der Gärtner tat, wie ihm geheißen. Nach einiger Zeit kam der Nachbar und beklagte sich bei dem Weisen: "Mit dem Ei stimmt etwas nicht, meine Hühner saßen Wochen darauf, und doch will kein Pfau ausschlüpfen." Zornig zog er sich zurück. Der Weise rief seinen Gärtner: "Du hast doch unserem Nachbarn ein Ei gegeben. Warum schlüpft aus ihm kein Pfau?" Der Gärtner antwortete: "Ich habe ihm das Ei vorher gekocht." Der Weise schaute erstaunt. Darauf meinte der Gärtner entschuldigend: "Sie haben mir gesagt, ich solle ihm ein Pfauenei schenken. Davon, ob es gekocht oder nicht gekocht sein sollte, haben Sie mir nichts gesagt ... ."        

Quelle: Nossrat Peseschkian, Der Kaufmann und der Papagei

 
     

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Weinliebhaber

 

     
4. Thesen zur modernen Gastronomie
 

"Die Gäste werden immer anspruchsvoller!"

Die vermehrten Kurzaufenthalte des Gastes führen zu einer Aktivitätskonkurrenz. Wer etwas besonderes veranstaltet oder bietet, bekommt den Gast!

 
 

 

 

Tipps und Anregungen von Gastlichkeit & Co:
Die Erwartungen des modernen Gastes sind einfach zu beschreiben:
  • Eine professionelle, herzliche Dienstleistung,
  • außergewöhnliche Angebote,
  • eine absolute Qualität der angebotenen Produkte,
  • ein erstklassiges Preis/Leistungs-Verhältnis.

Professionelle, herzliche Dienstleistung
Fehler in den Bereichen Service, Herzlichkeit, Hilfsbereitschaft, Wertschätzung und Gästeorientierung werden nicht toleriert, sondern sofort bemängelt. Auch wenn der Gast seine Unzufriedenheit nicht artikuliert, gehen Sie davon aus, dass der Gast nichts übersieht. Abstriche macht er höchstens dann, wenn Sie für Ihr Angebot einen einzigartigen billigen Preis verlangen. Nach dem Motto: "Wenn´s so billig ist, darf man auch nicht viel erwarten!"

Außergewöhnliche Angebote
Die Spargelwoche oder Schnitzeltage locken keinen Gast mehr in Ihr Haus. Es muss schon etwas Außergewöhnliches sein, das Sie bieten. Was ist das Besondere an ihrem Angebot? Was bekommt der Gast nur bei Ihnen? In den Antworten finden Sie den konsumierenden Gast.

Absolute Qualität der angebotenen Produkte
Zu glauben, dass der Gast den Unterschied zwischen einer guten Qualität und einer zweiten Wahl nicht erkennt, ist falsch. Unsere Gäste sind informiert und qualitätsbewusst. Die Generation der Gäste, die weniger auf die Qualität, mehr auf den Preis achten, geht eher selten ins Restaurant. Die bedienen sich in den Billigabteilungen der Supermärkte. Der Gast erwartet von Ihnen absolute Frische, erstklassige Qualität der verwendeten Produkte und natürlich schonende, gesunde Zubereitung. Sogar McDonalds verschreibt seinem Clown jetzt ein öffentliches Fitnessprogramm, um einem negativen Ernährungsimage gegenzusteuern!

Erstklassiges Preis/Leistungs-Verhältnis
Wenn der Gast das gleiche Angebot mit der gleichen Qualität woanders billiger bekommt, sind Sie ihn los. Schnäppchenjagd ist zum Volkssport geworden. Das heißt aber auch, dass Sie für Unverwechselbarkeit und exzellente Qualität ruhig auch etwas mehr verlangen dürfen. Darin liegt Ihre Chance: bieten Sie beste Qualität zu einem angemessenen, vernünftigen Preis. Der Gast lässt sich nur einmal über den Tisch ziehen.

 

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hit-me
bringt Unterhaltung in Ihre Toilettenräumlichkeit. Der Sticker wird direkt ins Pissoir geklebt. Anfangs ist ein trauriges Gesicht zu sehen, welches in Kontakt mit Urin (Wärme) zu einem lachenden Gesicht wechselt. Durch den Spülvorgang wird
hit-me
wieder traurig. Der Kleber hat einen Durchmesser von 3 cm.
 
hit-me bietet folgende Vorteile:
> Unterhaltung in den Toilettenräumlichkeiten
> Leute zielen auf hit-me, wodurch die Toilettenräumlichkeiten weniger verschmutzt werden
> In der Gastronomie gibt es Gäste, die diesen Effekt ein zweites Mal ausprobieren möchten und noch ein Getränk bestellen...


Zur Website von
hit-me

Karikatur,
die Effekt verdeutlicht

     

5. So gestalten Sie Besprechungen effektiv

Falls Sie selbst für eine Besprechung zuständig sind, beachten Sie folgende Punkte, um einen effektiven Ablauf zu gewährleisten:

1. Stellen Sie fest, ob eine Besprechung wirklich notwendig ist.
Lässt sich das angestrebte Ergebnis auch per E-Mail oder Telefon erreichen? Wird die Besprechung eher aus Gewohnheit als aus Notwendigkeit einberufen? Das ist häufig bei Mitarbeiterbesprechungen der Fall. Diese werden nach einem bestimmten Rhythmus einberufen, unabhängig davon, ob es etwas zu besprechen gibt oder nicht. Lässt sich die Zahl der Besprechungen reduzieren?

 
 
2. Bereiten Sie die Themen vor
und verteilen Sie diese so rechtzeitig, dass jeder Teilnehmer Gelegenheit hat, sich auf die Besprechung vorzubereiten. Formulieren Sie jeden Tagesordnungspunkt so, dass verständlich ist, worum es geht und was erreicht werden soll.

3. Laden Sie die richtigen Teilnehmer zum richtigen Zeitpunkt ein.
Liegen nicht alle benötigten Informationen vor, ist es für eine Besprechung zu früh. Achten Sie darauf, dass jemand nicht nur wegen seiner Funktion eingeladen wird. Laden Sie auch Teilnehmer aus einer niedrigeren Hierarchiestufe ein, wenn diese über wichtiges Detailwissen zu einem Tagesordnungspunkt verfügen.

4. Entlassen Sie Teilnehmer aus der Besprechung, deren Anwesenheit nicht mehr erforderlich ist.
Diese Zeitspar-Technik wird von jedem sehr geschätzt, weil die meisten Leute unter Zeitdruck stehen und dadurch Zeit für ihre eigentlichen Aufgaben gewinnen.

5. Halten Sie die Ergebnisse schriftlich fest.
Beschließen Sie die erforderlichen Maßnahmen und versehen Sie diese mit Terminen. Lassen Sie nicht zu, dass die Besprechung ergebnislos verläuft

 
 
 
6. News

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In der neuen ISO 9000:2000 nimmt also die Kundenorientierung einen entscheidenden Platz ein. Der Zufriedenstellung des Kunden wird oberste Priorität eingeräumt. Die customer satisfaction wird zur zentralen Regelgröße. Alles Handeln ist auf den Kunden ausgerichtet. Wobei im inneren Ablauf jeder Lieferant und Kunde zugleich ist.
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Netzwerke
Kontaktmanagement beruht immer auf Gegenseitigkeit und hat etwas mit der Bereitschaft zu tun, anderen zu helfen (und der Fähigkeit, selbst Hilfe anzunehmen). Wenn Sie es mal vor diesem Hintergrund betrachten: Lohnt es sich dann nicht, ein wenig Energie zu investieren? Lesen Sie die 7 wichtigsten Prinzipien für Ihren Brückenbau.

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Kritik üben
Wer sagt einem anderen Menschen schon gerne, dass dieser einen Fehler gemacht hat? Der Kritisierte fühlt sich gekränkt und einem selber ist auch oft nicht wohl beim Kritisieren. Ein zaghafter Chef wird Angst haben, er könne seine Mitarbeiter durch barsche Kritik brüskieren und wird so vermutlich keine Verhaltensänderung erreichen. Der offensive Vorgesetzte poltert gleich los und versucht einzuschüchtern. Auch er wird vermutlich meist scheitern. Die gescholtenen Mitarbeiter verweigern sich in Zukunft. Gleichwohl: Das Kritikgespräch gehört unbedingt zu den wichtigsten Führungsaufgaben.

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Wir wünschen Ihnen gute Geschäfte, engagierte Mitarbeiter und viele angenehme Gäste, die Ihre Leistung zu schätzen wissen.

G a s t freundliche Grüße
von den fixen Leuten von Gastlichkeit & Co

   Gastlichkeit & Co
   Weiterbildungs- und Betriebsberatungsges.m.b.H.

  
A-4061 Pasching
   Zentastraße 21
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