Home |  Newsletter-Übersicht

Newsletter 12/2003 vom 12. Dezember 2003

     Inhalt 
     1. Dinge, die glücklich machen
    
2. Stammkundenbindung (Teil 6)  
     3. 
Tue, was du tust  
     4. Thesen zur modernen Gastronomie
     5.
Die Macht des ersten Eindrucks 
     6. Marketing Lehrgang

     7. News 

-----------------------------------------------------------------------
Unser Motto 2003 lautet: "Wir beWEGen"
-----------------------------------------------------------------------

Achtung:
Dies ist ein Gratis-Insider-Brief für Kunden und Freunde der Firma Gastlichkeit & Co - Weiterbildungs- und Betriebsberatungsges.m.b.H. Dieser Letter ist gratis. Falls Sie irrtümlich auf der Mailliste stehen, es sich um ein Missverständnis handelt und Sie den Newsletter nicht mehr erhalten möchten, bitten wir Sie einfach ein leeres Mail an office@gastlichkeit.at?subject=Bitte keine weiteren Newsletter zu schicken. DANKE!


1. Dinge, die glücklich machen

Glücklich kann uns so vieles machen! Wir müssen uns das einfach nur einmal klar machen, denn viele Glücksanlässe werden einfach von uns übersehen.

Hier finden Sie Beispiele für Sachen, die Freude machen - was probieren Sie heute gleich aus?

  • Lachen, bis der Bauch weh tut,
  • ein Kurzurlaub,
  • Kinder lachen sehen,
  • eine liebevolle Umarmung, von jemandem, der einen wirklich liebt,
  • ein Lieblingsbuch noch einmal lesen oder einen Lieblingsfilm noch einmal sehen,  
  • ein Spaziergang im Wald und die Natur dort mit allen Sinnen aufnehmen,
  • sich ehrenamtlich engagieren,
  • etwas richtig gut geschafft zu haben,  
  • wenn es draußen kalt ist, im Warmen mit einer heißen Schokolade (oder Tee) sitzen,  
  • Geld für einen guten Zweck spenden,
  • einen Sonnenaufgang beobachten,
  • am Abend auf einen erfüllten Tag zurück blicken,
  • jemanden in die Arme zu schließen, den man lange nicht gesehen hat.
Und was macht Sie noch glücklich?

----------------------------------------------------

2. Stammkundenbindung (Teil 6)  

Zufriedene Stammgäste sind die beste Visitenkarte für uns als Gastgeber.

Bonusprogramme
Traditionell ist das Bonusprogramm ein Instrument, das die Spitze der Pyramide am meisten belohnt - je mehr gekauft wird, desto mehr Bonus gibt es. Dabei wird in der Regel ein Kauf mit Bonuspunkten vergütet, die dann in Gutscheine, Prämien (unbedingt mit Logo!) oder Rabatte eingetauscht werden können.

Große Unternehmen sorgten mit Bonusprogrammen für Schlagzeilen. Bestes Beispiel dafür ist "Miles & more".
Ein interessanter Vorteil von kartengestützten Bonusprogrammen ist übrigens, dass quasi nebenbei eine sehr gute Kundendatenbank entsteht.

Kundenkarten/Clubs
Ein Beispiel für einen Club in Südbayern ist der "H&S Freizeitclub", der ein Scheckheft vertreibt, mit dem die Kunden viele Vergünstigungen erhalten - u.a. in gastronomischen Betrieben. Die Teilnahme am Club ist für Gastronomen kostenlos, sie müssen allerdings den Scheckheftbesitzern etwas besonderes bieten. In der Regel ist das ein "Dinner Two-for-one", aber auch andere Vergünstigungen wie z.B. kostenloser Aperitif und kostenlose Auffahrt zum Olympia-Drehrestaurant, Two-for-one bei der Vorspeisenplatte, 25% Preisnachlass, etc. sind möglich.

Coupons
Coupons sind 1895 von einem cleveren Marketing-Manager von Coca-Cola erfunden worden. Damit sollte die Akzeptanz des noch weithin unbekannten Getränks erhöht werden. Gegen Abgabe eines Gutscheins erhielt man ein kostenloses Glas Coca-Cola.

In wissenschaftlichen Untersuchungen wurde festgestellt, dass Coupons die Erwartungen an den Lokalbesuch verringern. Der Gedankengang der Gäste dürfte so aussehen: "Wenn ich bei Abgabe des Coupons einen Gratis-Cocktail bekomme, werde ich bestimmt nicht so aufmerksam bedient wie ein zahlender Gast." Solch eine Gästeerwartung steht dem Aufbau eines positiven Images natürlich entgegen. Jeder Gastronom sollte sich also gründlich überlegen, ob die Ausgabe von Coupons mit dem "Branding" (also der öffentlichen Wahrnehmung) seines Lokals vereinbar ist.

Zugaben
Schon bisher zählten Give-aways (etwa Streichhölzer) zum guten Ton. Alles vom kostenlosen Amuse Gueule bis zum fast schon sprichwörtlichen "Ouzo" beim Griechen gehört hier dazu. Wer sich hier mit originellen Ideen vor dem Gast positioniert, dürfte gute Karten haben.

Mehr Service
Gastronomen können ihre Gäste aber natürlich auch weiterhin mit besonderen Qualitätsversprechen "belohnen". Auch hier sind der Phantasie kaum Grenzen gesetzt. Beispiele sind:

  • die Qualität der Speisen und Getränke (z.B. Produkte aus garantiert biologischem Anbau, Kräuter aus dem eigenem Garten)
  • die Sauberkeit (z.B. Versiegelung von Toiletten, Aufzeichnungen über Reinigungsarbeiten)
  • die Schnelligkeit ("Wenn Sie länger als 30 Minuten warten müssen, zahlen Sie nichts.")
  • die Kinderfreundlichkeit

Mit diesem Artikel ist die Serie Stammkundenbindung beendet. Ab Jänner erfahren Sie, wie Sie Ihre Führungsarbeit optimieren.

----------------------------------------------------
3. Tue, was du tust

Es war einmal ein buddhistischer Mönch, der erschien seinen Schülern so gelassen, so konzentriert und souverän, dass sie ihn eines Tages fragten:
"Meister, du bist die Ruhe selbst, wie machst du das eigentlich?"
"Ganz einfach", antwortete er, "wenn ich sitze, dann sitze ich, wenn ich stehe, dann stehe ich und wenn ich laufe, dann laufe ich."
"Meister", riefen die Schüler, "das tun wir auch. Was machst du denn sonst noch?"
"Ich kann mich nur wiederholen", gab er zur Antwort, "wenn ich sitze, dann sitze ich, wenn ich stehe, dann stehe ich und wenn ich laufe, dann laufe ich."
"Du willst uns wohl auf den Arm nehmen", protestierten seine Schüler, "das tun wir doch alles auch."
"Nein", entgegnete er, "wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon, wenn ihr steht, dann lauft ihr schon und wenn ihr lauft - dann seid ihr schon am Ziel."

----------------------------------------------------

4. Thesen zur modernen Gastronomie

 Speisekarten können und müssen mehr sein als die Auflistung von Preisen. 

Angebot und Optik der Speise- und Getränkekarte zeigen deutlich die Ausrichtung des Unternehmens. Als Marketing-Instrument steuern die Karten den Absatz-Mix und gleichzeitig die Produktivität der Küche. Sprache und Optik der Speise- und Getränkekarte kommunizieren das Selbstverständnis des Anbieters. Nur wer die Schlüsselworte seiner Gäste kennt, kann Namen, Texte und Illustrationen gezielt verkaufsfördernd einsetzen.

Tipps und Anregungen von Gastlichkeit & Co

Eine reine Auflistung von Speisen und Getränken animiert den Gast nicht zum Konsumieren. Eine blumige Ausdrucksweise - aber Vorsicht, nicht übertreiben - lässt beim Gast ein Bild entstehen, spricht also seine Emotionen an.

Beispiel: Kir  4 Euro (Was denn, vier Euro für drei Buchstaben?)  
oder
Als Aperitif empfehlen wir ein Glas Kir; 
vollmundiger, süßer Creme de Chassis, aufgegossen mit einem herrlich herben Weißwein, serviert in einer Flöte aus dem Hause Riedel um
4 Euro.
(Na, das klingt doch schon ganz anders. Da erscheinen einem die
vier Euro ja sogar noch günstig!)

Gehen Sie auf die Suche nach Ausdrücken, die Ihrer Meinung nach das Produkt am besten beschreiben.

Wenn Sie deftige Hausmannskost servieren, dann wählen Sie ruhig auch deftige Ausdrücke. Beispiele: g´stand´n, würzig, guat, o´prasselt, aus Mutter´s Kuchl, nach Oma´s Rezept, herzhaft, g´schmackig, usw. Ist Ihr Angebot aber eher für Eilige, dann nehmen Sie doch Ausdrücke, die die Schnelligkeit unterstreichen. Wie zum Beispiel: rasch, flink, kurz, schnell usw. Für das gehobene Speiserestaurant empfehlen wir Eigenschaftswörter, die einem auf der Zunge zergehen – wie das sorgfältig und mit viel Mühe zubereitete Gericht.  Wie zum Beispiel: zart, verführerisch, süßlich, exotisch, träumen, leicht usw.

Das Gericht „Geschwungenes von der Wachtel“ haben wir in einem Gourmet-Tempel entdeckt. Wenn Ihre Gäste dies goutieren, ist es in Ordnung. Achten Sie deshalb darauf, genau die Ausdrücke zu verwenden, die Ihre Zielgruppe ansprechen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, dann hören Sie einfach bewusst zu, welche Ausdrücke Ihre Gäste benutzen. Fragen Sie einfach wie die Speise gemundet hat und notieren Sie später die Ausdrücke. Vielleicht schaffen Sie eine Möglichkeit, mit der der Gast seine Meinung kundtun kann?

Verwenden Sie Bilder, um dem Gast Ihre Produkte schmackhaft zu machen. Aber auch hier ist Vorsicht geboten. Eine schlechte Abbildung eines gefüllten Tellers - vielleicht auch noch ohne Dekoration – ist ein Schuss nach hinten! Wenn Sie zum Beispiel exotische Gerichte auf Ihrer Karte haben, dann zeigen Sie dazu ein Bild eines herrlich, weißen Traumstrandes der Karibik. Sie verkaufen dann kein schlichtes Essen mehr, sondern ein Urlaubsgefühl. Dafür ist der Gast gerne bereit, mehr zu bezahlen!

Am Einfachsten lassen Sie Bilder entstehen, wenn Sie zu einem Hauptwort (z.B. Semmelknödel) ein beschreibendes Eigenschaftswort (z.B. herrlich flaumig) verwenden.

----------------------------------------------------

5. Die Macht des ersten Eindrucks

Das Urteil, das sich jeder Gast aufgrund des ersten Eindrucks über den Betrieb macht, bestimmt sein weiteres Befinden und Verhalten. Diese Macht des ersten Eindrucks ist damit zu erklären, dass wir Menschen uns im Grunde lieber weniger als mehr anstrengen, vor allem in der Freizeit! Es ist angenehmer und bequemer, ein einmal gefälltes Urteil immer wieder zu bestätigen, als einzusehen, dass man sich geirrt hat.

War der erste Eindruck gut, so denkt der Gast: "Die sind sehr freundlich und bemühen sich um mich, auch wenn manchmal ein Fehler passiert." - Er schaut durch die rosarote Brille. Wenn der erste Eindruck schlecht war, lautet das Urteil: "Die wollen nur mein Geld und kümmern sich überhaupt nicht um mich, es ist ihnen egal, wie ich mich fühle." - Er schaut durch die schwarze Brille.

Weil dieser erste Eindruck so wichtig ist, hat das Willkommen heißen des Gastes einen besonderen Stellenwert. Die folgenden Tipps unterstützen vor allem den Mitarbeiter im Service.

Tipps für das Willkommen heißen:

  • Schau deinem Gast in die Augen und er fühlt sich erkannt und wahrgenommen!
  • Gehe auf ihn zu! (im wahrsten Sinne des Wortes)
  • Versetze dich in seine Lage: "Spring geistig über die Theke!"
  • Sprich ihn mit seinem Namen an!
  • Lass ihn ausreden und nicke ihm anerkennend zu!
  • Der Gast ist zunächst der Mittelpunkt deiner Aufmerksamkeit!
Es ist aber nicht nur die erste Begegnung mit dem Gast entscheidend. Die Aufmerksamkeit dem Gast gegenüber darf nicht beim Empfang enden. Wenn die Gäste ein Lokal öfter besuchen, dann möchten sie zumeist eine Bindung zum Haus entwickeln können. Alltägliche Gespräche, kleine Aufmerksamkeiten helfen diese Bindung aufzubauen und zu stärken.

----------------------------------------------------

6. Marketing Lehrgang 
für Mitarbeiter von Klein- und Mittelstandsbetrieben

Die Globalisierung der Märkte stellt immer höhere Ansprüche an Organisationen und Unternehmen - und an deren MitarbeiterInnen. Gerade in Klein- und Mittelstandsbetrieben ist es unumgänglich, auf MitarbeiterInnen mit hoher fachlich-unternehmerischer Kompetenz und hoher Selbst- und Sozialkompetenz zurückgreifen zu können. Dies wird in Zukunft von zentraler Bedeutung sein und den Wettbewerbsvorteil für beide Seiten (Unternehmer und MitarbeiterIn) schlechthin bedeuten.

Der Lehrgang wird berufsbegleitend theoretische und praktische Kenntnisse und Fähigkeiten zu den zukünftigen Themenstellungen der "Kommunikation des Unternehmens nach außen" beinhalten.

Der Lehrgang erstreckt sich über sieben zweitägige Module und wird von Acquisa Management Design in Kooperation mit Gastlichkeit & Co veranstaltet.

Die genauen Details sehen Sie hier (im pdf-Format. Sie benötigen Acrobat Reader)

----------------------------------------------------

7. News

Auch im November wieder ein neuer Rekord bei den Website-Zugriffen auf www.gastlichkeit.at
Freuten wir uns im Oktober 2003 über mehr als 7.700 Zugriffe, so waren es im November exakt 8.238 Zugriffe auf unsere Website in einem Monat!

Betriebs-Check 3: Wie kann ich Risiken minimieren?
Als Steuermann Ihres Unternehmens müssen Sie manche Klippe umschiffen. Dabei gilt: Erkannte Gefahr ist gebannte Gefahr. Prüfen Sie anhand der folgenden Liste, welche Risikofaktoren Ihren Erfolg gefährden könnten:
klick ...

Innerbetriebliche Kommunikation
J
eder Unternehmer oder Manager hat seine eigene Art der Kommunikation mit seinen Mitarbeitern, seinen Gästen, den Behörden und Lieferanten entwickelt. Einige haben sich eine kühle Art zugelegt, andere versuchen es auf witzige, extrovertierte Art und bei manchen wird der Gedankenaustausch wechselhaft sein. 
klick ...

Business-Outfit: Wie Ihre Farben nach außen wirken
Mit der Farbe Ihres Outfits senden Sie eine bestimmte Botschaft an Ihr Umfeld aus. Vielleicht haben Sie ab und zu das Gefühl, dass Sie an manchen Tagen nicht richtig ernst genommen werden, an anderen wiederum eine Menge Anerkennung erfahren. Das könnte auch an der Wahl Ihrer Bekleidungsfarben liegen.
klick ...

Die Entwicklung der zukünftigen Gastronomie
Wirtschaftsforscher und Zukunftsdenker entwerfen ja ständig Szenarien, die ihrer Ansicht nach demnächst Wirklichkeit werden. Jeder kann über sogenannte "Trendforscher" denken wie er/sie will. Eines haben sie aber gemeinsam unbestritten: Sie achten auf die feinen Zwischentöne in der Gegenwart und versuchen daraus die Zukunft vorherzusagen.
klick ...

Starbucks - „Ihr Herz muss mit hinein“
Die Geschichte von Starbucks’ ist geprägt von einem kometenhaften Aufstieg: wie es dazu kam, dass aus wenigen Filialen in Seattle weltweit über 1600 wurden. 
klick ...

Servicequalität
Was bieten wir dem Gast heute wirklich? Diese Frage sollten Sie möglichst rasch beantworten, und wenn Sie ehrlich zu sich selber sind, dann bleiben vielleicht nur zwei harte Instrumente übrig: Produktqualität und Preis. 
klick ...

----------------------------------------------------

Wir wünschen Ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest im Kreise Ihrer Familie und ein erfolgreiches Jahr 2004.

G a s t freundliche Grüße
von den fixen Leuten von Gastlichkeit & Co

   Gastlichkeit & Co - Weiterbildungs- und Betriebsberatungsges.m.b.H.
   A-4061 Pasching
   Zentastraße 21
   TEL: 07229 / 71 5 18
   FAX: 07229 / 72 9 20
   MAIL: office@gastlichkeit.at
   WEB: http://www.gastlichkeit.at

Home |  Newsletter-Übersicht

  Unser Werbepartner