|
Home
|
Newsletter-Übersicht
| Newsletter
11/2003 vom
12. November 2003
Inhalt
1.
Gewohnheiten
2. Stammkundenbindung (Teil
5)
3. Zu
den "Fünf Glocken"
4. Thesen
zur modernen Gastronomie
5. Die
Atmosphäre
in einem Restaurant
6. News |
-----------------------------------------------------------------------
Unser Motto 2003 lautet: "Wir
beWEGen"
-----------------------------------------------------------------------
Achtung:
Dies ist ein Gratis-Insider-Brief für Kunden und Freunde der Firma
Gastlichkeit & Co - Weiterbildungs- und Betriebsberatungsges.m.b.H. Dieser Letter ist gratis.
Falls Sie irrtümlich auf der Mailliste stehen, es sich um ein Missverständnis
handelt und Sie den Newsletter nicht mehr erhalten möchten, bitten wir
Sie einfach ein leeres Mail an office@gastlichkeit.at?subject=Bitte keine weiteren Newsletter zu schicken.
DANKE! |
1. Gewohnheiten
„Der
stärkste Klebstoff der Welt ist die Gewohnheit!“
Es sind die Gewohnheiten,
die uns in erster Linie am Erfolg hindern.
Skeptisch?
----------------------------------------------------
2.
Stammkundenbindung (Teil 5)
Achten
Sie auf alle Sinne!
Unser Gast bewertet die
Atmosphäre eines Lokales mit seinen Sinnen. Es ist wichtig, dass das
Konzept auf die Bequemlichkeit des Gastes ausgerichtet ist - leicht zu
durchschauen und einfach in der Abwicklung.
(Lesen Sie dazu auch den Artikel "Die Atmosphäre in einem
Restaurant" weiter unten in diesem Newsletter).
Ein Servicemitarbeiter
mit einer verschmutzten Uniform, eine klebrige Speisenkarte und Ähnliches
sind für unsere Gäste schlicht und ergreifend unakzeptabel. Wogegen
angenehmes Licht, wie zum Beispiel Kerzenlicht, saubere Kleidung und dergleichen den Gast positiv stimmen.
Hören
Der Geräuschpegel der Gäste,
der servierenden Mitarbeiter, der Küche und natürlich der Musik
beeinflusst sehr stark die Stimmung unseres Gastes. Grundsätzlich gilt
es zu beachten, dass die Lärmtoleranz unseres Gastes mit zunehmendem
Alter spürbar abnimmt. Während es jungen Leuten oft nicht laut genug
sein kann, ziehen es ältere Gäste eher vor, sich in Ruhe zu
unterhalten und akzeptieren oftmals gerade noch leise Hintergrundmusik.
Apropos Musik: Welche
Musik wird in Ihrem Lokal den Gästen zugemutet? Der persönliche
Geschmack der Mitarbeiter oder vielleicht gar ein unpersönliches
Radioprogramm? Mit Musik sind wir in der Lage, sehr einfach bestimmte
Stimmungen zu erzeugen. Laute, harte Musik verursacht spürbar eine
aggressivere Stimmung, als dies zum Beispiel bei langsamen, klassischen
Musikstücken der Fall ist.
Es ist schlicht und
ergreifend Körperverletzung am Gast, einen Radiosender mit aggressiven
Werbeblöcken und dramatischen Katastrophenmeldungen als Beschallung
anzubieten.
Fühlen
Die Oberflächen der Einrichtung, Wände, Vorhänge, Tischplatten, Böden
vermitteln auch bei flüchtiger Berührung sofort ein angenehmes oder
eben unangenehmes Gefühl. Eine kalte, nackte Wand ruft ganz andere
Emotionen hervor, als zum Beispiel ein wohlig warmer Kachelofen mit
glatter Oberfläche. Ein weicher, bequemer Stuhl lässt den Gast das
Verweilen ganz anders empfinden als eine harte Bierbank. Der Gast „fühlt“
sich wohl!
Riechen
In Sekundenbruchteilen entscheidet
der Gast, ob er den vorherrschenden Geruch als angenehm oder unangenehm
empfindet. Mit Gerüchen verbinden wir sehr oft Erinnerungen und damit
auch Gefühle. Über seine Nase gelangen wir direkt in das Gefühlszentrum
unseres Gastes.
Der Duft von frisch
gemahlenem Kaffee, warmen Gebäck und gerade eben gepresstem Orangensaft
erhöht deutlich den Appetit auf ein umfassendes Frühstück. Frisch
geschnittene Blumen und ein dezentes Raumdeo ergänzen diesen positiven
Eindruck.
Andererseits kann ein
aufdringliches Eau de Cologne, penetranter Körpergeruch, ranziges Fett,
verdorbene Lebensmittel oder eine „chemische Keule“ (Stichwort
Toilette) das Wohlbefinden des Gastes empfindlich stören. Bei Düften
gilt grundsätzlich: Weniger ist mehr.
Schmecken
Sogenannte Gourmettempel setzen
in erster Linie auf die anspruchsvollen Kreationen ihrer Küche. Der
Genuss am Gaumen rundet allerdings die Sinneswelt des Gastes nur noch
ab. Wenn die anderen Empfindungen gestört sind, wird auch der größte
Gaumengenuss den Gast nicht zum Wiederkommen bewegen. Solange die
vorherigen Sinne des Gastes positiv stimuliert wurden, wird auch mal
eine Panne aus der Küche verziehen. Wurden die übrigen Sinne negativ
gereizt, nützt auch die beste Küche nichts mehr. Der Gast ist
verloren.
Die
Fortsetzung folgt im nächsten Newsletter
----------------------------------------------------
Es
war einmal ein Gasthaus, das hieß „Silberstern“. Der Gastwirt kam
auf keinen grünen Zweig, obgleich er alles tat, Gäste zu gewinnen: Er
richtete das Haus gemütlich ein, sorgte für eine freundliche Bedienung
und hielt die Preise in vernünftigen Grenzen.
In
seiner Verzweiflung fragte er einen Weisen um Rat. Als er die
jammervolle Geschichte des anderen gehört hatte, sagte der Weise:
"Es
ist sehr einfach. Du musst den Namen deines Gasthauses ändern.“
„Unmöglich!“ sagte
der Gastwirt. „Seit Generationen heißt es Silberstern und ist unter
diesem Namen im ganzen Land bekannt.“
„Nein“, sagte der
Weise bestimmt, „Du musst es nun DIE FÜNF GLOCKEN nennen und über
dem Eingang sechs Glocken aufhängen.“
„Sechs Glocken? Das
ist doch absurd. Was soll das bewirken?“
„Versuch es einmal,
und sieh selbst“, sagte der Weise lächelnd.
Also
machte der Gastwirt einen Versuch, und folgendes geschah: Jeder
Reisende, der an dem Gasthaus vorbeikam, ging hinein, um auf den Fehler
aufmerksam zu machen, jeder in dem Glauben, außer ihm habe ihn noch
keiner bemerkt. Und wenn sie erst einmal in der Gaststube waren, waren
sie beeindruckt von der freundlichen Bedienung und blieben da, um eine
Erfrischung zu bestellen.
----------------------------------------------------
4.
Thesen zur modernen Gastronomie
|
Ware
zeigen, heißt Ware verkaufen |
Offene
Küchen, Frontproduktion und Buffets machen Essen und Trinken, die
Ehrlichkeit Ihres Unternehmens und die Frische der verarbeiteten
Grundstoffe anschaulich und erlebbar. Gute Warendramaturgie stiftet
Vertrauen und stimuliert Verkäufe. Sie signalisiert zugleich Qualität
und Wert.
|
Tipps
und Anregungen von Gastlichkeit
& Co
|
|
Je
mehr der Gast zu sehen bekommt, desto mehr wird er zugreifen. Dies ist
beispielsweise das Erfolgsrezept einer bekannten Raststätten-Kette.
Dort quellen die Körbe förmlich über vor Frische und Fülle. Der Gast
sieht mit eigenen Augen, aus welchen Rohstoffen seine Mahlzeit
hergestellt wird. Und wenn dies auch noch vor seinen Augen passiert, ist
der Erlebnischarakter zusätzlich gegeben. Natürlich brauchen Sie
besonders geschulte Mitarbeiter, wenn vor dem Gast gearbeitet werden soll.
Auch
Gerüche spielen ein große Rolle bei der Entscheidung des Gastes. In
einer bekannten Gasthausbrauerei werden „Backtage“ veranstaltet. Da
produziert dann ein Bäcker ofenfrische Hand-Semmeln, Salzstangen und so
weiter. Natürlich auch Mehlspeisen, die noch heiß aus dem Backrohr
serviert werden. Frischer geht es nicht. Und der Duft, der dabei durch
das ganze Lokal weht, verführt beinahe jeden dazu, eine Bestellung
aufzugeben.
Wenn
Sie ein besonderes Produkt im Sortiment haben, dann präsentieren Sie
es! Nehmen Sie eine Kreidetafel und erklären Sie darauf, was es außergewöhnliches
im Angebot gibt und worin das Besondere besteht. Der Gast von heute will
umfassend informiert sein!
Vorsicht
bei Fischaquarien im Bereich des Gastes! Zarte Gemüter reagieren
mitunter pikiert, wenn vor ihren Augen die Forelle aus dem Wasser
gefischt wird, um anschließend in der Küche mit einem deutlich hörbaren
Schlag getötet zu werden! Präsentieren Sie dann lieber den
„fangfrischen“ (aber leblosen) Fisch auf gecrashtem Eis! In einem
feinen Restaurant in der Linzer Altstadt wird dies als Ritual sehr
erfolgreich zelebriert!
Geben
Sie jedoch acht, dass der Gast ausnahmslos nur Frisches und qualitativ
Hochwertiges zu sehen bekommt. Sonst geht der Schuss nach hinten los!
Dann ist es wohl besser, die bereits etwas weiche Tomate in der Küche aufzubewahren!
Erhöhen
Sie den Eindruck von Frische, indem Sie zum Beispiel kaltes Wasser
mittels einer Sprühflasche aufsprühen. Die glitzernden Wasserperlen
lassen Tomaten so aussehen, als kämen sie direkt vom Strauch.
|
----------------------------------------------------
5. Die Atmosphäre
in einem Restaurant
Der
heutige Gast geht längst nicht nur in ein Lokal, weil er etwas essen
oder trinken möchte. Die Qualität dieses Angebotes ist nur ein Teil
des gastronomischen Erlebnisses. Der Gast will sich in erster Linie
wohlfühlen. Er will sowohl körperlich als auch gefühlsmäßig genießen.
Die Atmosphäre wird deshalb für unsere Gäste immer wichtiger.
Wie entsteht nun eine
angenehme Atmosphäre? Der Baustil des Hauses, die Einrichtung, die Dekorationen, die
Beschaffenheit von Böden und Wänden sind zwar auch wichtig, aber zur
Schaffung einer angenehmen Atmosphäre bedarf es mehr. In erster Linie
ist es der persönliche Kontakt mit anderen Menschen – hier besonders
mit den Servicemitarbeitern und der Unternehmensleitung – der dem Gast dieses
Gefühl von Behaglichkeit, Spannung, Relaxing oder Geborgenheit
vermittelt – eben Atmosphäre schafft.
Das Drumherum hat sogar
Einfluss auf den Genuss des Angebotes. Das beste Essen kann in einer
hektischen und unfreundlichen Umgebung nicht wirklich genossen werden.
Anders herum werden Pannen und Unzulänglichkeiten diskret übersehen
und geduldet, wenn der Gast das Gefühl aufrichtiger Wertschätzung und
Interesse an seinem Wohlergehen spürt. Freundlichkeit und
Aufmerksamkeit tragen wesentlich mehr zu einer angenehmen Atmosphäre
bei, als dies zum Beispiel teure Teppiche und Dekorelemente können. Es
ist wichtig, dass der Gast möglichst lange nach seinem Besuch noch ein
positives Gefühl mit dem Namen Ihres Unternehmens verbindet. Das bringt
ihn dazu, wieder zu kommen und seine positiven Erfahrungen weiter zu
sagen (Stichwort: Mundpropaganda - die billigste und zugleich
wirkungsvollste Werbung).
Aber nicht jeder Gast
hat die gleichen Ansprüche an die Atmosphäre Ihres Lokales. Manche Gäste
möchten nach der Arbeit in aller Ruhe und Gemütlichkeit speisen.
Andere wiederum lieben es, sich in den Trubel zu stürzen und genießen
eine stimmungsvolle Atmosphäre und wählen nach diesem Kriterium das
Lokal aus. Wichtig ist in allen Fällen, dass der Gast das Gefühl hat,
Teil einer Familie, einer Gruppe zu sein. Er will „dazu gehören“.
Grundsätzlich gilt:
Viele Gäste machen viel Atmosphäre. Der Mensch ist ein "Herdentier"
und fühlt sich in seiner Entscheidung bestätigt, wenn auch viele
andere das selbe Restaurant bevorzugen. Nichts ist einer Atmosphäre
abträglicher als ein vollkommen leeres Restaurant.
----------------------------------------------------
6.
News
Neuer
Rekord bei den Website-Zugriffen auf www.gastlichkeit.at
Freuten wir uns im
September über mehr als 6.600 Zugriffe, so waren es im Oktober 2003
bereits 7.716 Zugriffe auf unsere Website in einem Monat. Neuer
Rekord!
Die
wichtigsten Ziele im Umgang mit Mitarbeitern
Ein beachtenswerter Artikel von
Prof. Dr. h.c. Reinhold Würth. Wir von Gastlichkeit & Co schließen
uns vollinhaltlich an und zitieren in diesem Zusammenhang gerne Stephen
R. Covey: "Behandeln Sie Ihre Mitarbeiter stets so, wie diese Ihre
besten Kunden behandeln sollen!" Aber
lesen Sie hier nun die Gedanken des deutschen "Schraubenkönigs"
Reinhold Würth.
klick
...
Hotel
Schindlerhof - No 1 in Europa
Wochenlang
war es ein Geheimnis – nun ist es gelüftet: Für seine herausragende
Kundenorientierung wurde im finnischen Helsinki das weit über die
Grenzen Deutschlands hinaus bekannte Tagungshotel Schindlerhof aus Nürnberg-Boxdorf
mit einem Special Prize des European Quality Award ausgezeichnet.
klick
...
Durch
Motivation Fehlzeiten senken
Je höher die Fehlzeiten, desto mehr kränkelt
– neben den Mitarbeitern – das betroffene Unternehmen selbst.
Experten schätzen, dass in einem Unternehmen mit überdurchschnittlich
hohen Fehlzeiten bis zu 40 Prozent auf mangelnde Motivation der
Mitarbeiter zurückzuführen sind. Doch gegen demotivierte Mitarbeiter können
Sie als Arbeitgeber etwas tun.
klick
...
Betriebs-Check:
Wo stehen meine Mitbewerber?
Sie brauchen keine übertriebene Angst vor der Konkurrenz zu
haben. Informieren Sie sich zunächst einmal, wer Ihre Mitbewerber sind
und welche Stärken und Schwächen die Unternehmen aufweisen, die
bereits das selbe oder etwas ähnliches anbieten, wie Sie.
klick
...
So
bringen Sie Ihre Mitarbeiter dazu, Verantwortung zu übernehmen
Setzen Sie auf Mitwisser
- wer eigenständig
denken und arbeiten soll, muss über die notwendige Information verfügen.
Prüfen Sie sich selbstkritisch, ob Sie Ihr Wissen mit Ihren
Mitarbeitern teilen, oder ob Sie durch das Zurückhalten von
Herrschaftswissen nicht selbst dazu beitragen, dass Ihre Leute keine
Verantwortung übernehmen.
klick
...
----------------------------------------------------
|