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Newsletter 11/2003 vom 12. November 2003

     Inhalt 
     1. Gewohnheiten
    
2. Stammkundenbindung (Teil 5)  
     3. 
Zu den "Fünf Glocken"  
     4. Thesen zur modernen Gastronomie
     5.
Die Atmosphäre in einem Restaurant 
     6. News 

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Unser Motto 2003 lautet: "Wir beWEGen"
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Achtung:
Dies ist ein Gratis-Insider-Brief für Kunden und Freunde der Firma Gastlichkeit & Co - Weiterbildungs- und Betriebsberatungsges.m.b.H. Dieser Letter ist gratis. Falls Sie irrtümlich auf der Mailliste stehen, es sich um ein Missverständnis handelt und Sie den Newsletter nicht mehr erhalten möchten, bitten wir Sie einfach ein leeres Mail an office@gastlichkeit.at?subject=Bitte keine weiteren Newsletter zu schicken. DANKE!


1.
Gewohnheiten

„Der stärkste Klebstoff der Welt ist die Gewohnheit!“ Es sind die Gewohnheiten, die uns in erster Linie am Erfolg hindern. Skeptisch?

Hier einige Fragen zur Verdeutlichung dieses Problems:

Mein Herr, wo beginnen Sie sich zu rasieren? Links oben? Und das täglich? Seit wie vielen Jahren? Tag ein, Tag aus? So wie 90 % aller Männer?

Meine Dame, welchen Weg nehmen Sie durch den Supermarkt? Immer der Masse nach? Obst, Gemüse, Milchprodukte, Käse usw. – wie es sich halt die Werbeleute des Supermarktes ausgedacht haben?

Wann stehen Sie täglich auf?

Welchen Weg in die Arbeit nehmen Sie täglich?

Wo kaufen Sie regelmäßig ein?

Welche Anlässe ermuntern Sie regelmäßig zum Rauchen oder Trinken?

Welche Fernsehsender und –sendungen ziehen Sie vor?

Welche Zeitungen? Und so weiter.

     
Wo bleibt da die Spontaneität, die Kreativität?

„Wer immer tut, was er immer getan hat, bekommt, was er immer bekommen hat.“ Wenn Sie also mit Ihrer momentanen Situation  unzufrieden sind, dann sollten Sie nachfolgenden Satz beherzigen:

Ändern Sie bewusst Ihre Gewohnheiten und Sie ändern Ihr Leben!

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2. Stammkundenbindung (Teil 5)  

Achten Sie auf alle Sinne!
Unser Gast bewertet die Atmosphäre eines Lokales mit seinen Sinnen. Es ist wichtig, dass das Konzept auf die Bequemlichkeit des Gastes ausgerichtet ist - leicht zu durchschauen und einfach in der Abwicklung. (Lesen Sie dazu auch den Artikel "Die Atmosphäre in einem Restaurant" weiter unten in diesem Newsletter).

Sehen
Formen, Farben, Lichteinfall, Harmonie, Kontrast, Ordnung, Raum, Platz sind extrem wichtig. Der Mensch (vornehmlich der Mann) ist in erster Linie ein Augentier. Er erfährt seine Umgebung hauptsächlich durch seine Augen. Übrigens: Frauen sind eher "Ohrentiere".

Ein Servicemitarbeiter mit einer verschmutzten Uniform, eine klebrige Speisenkarte und Ähnliches sind für unsere Gäste schlicht und ergreifend unakzeptabel. Wogegen angenehmes Licht, wie zum Beispiel Kerzenlicht, saubere Kleidung und dergleichen den Gast positiv stimmen.

Hören
Der Geräuschpegel der Gäste, der servierenden Mitarbeiter, der Küche und natürlich der Musik beeinflusst sehr stark die Stimmung unseres Gastes. Grundsätzlich gilt es zu beachten, dass die Lärmtoleranz unseres Gastes mit zunehmendem Alter spürbar abnimmt. Während es jungen Leuten oft nicht laut genug sein kann, ziehen es ältere Gäste eher vor, sich in Ruhe zu unterhalten und akzeptieren oftmals gerade noch leise Hintergrundmusik.

Apropos Musik: Welche Musik wird in Ihrem Lokal den Gästen zugemutet? Der persönliche Geschmack der Mitarbeiter oder vielleicht gar ein unpersönliches Radioprogramm? Mit Musik sind wir in der Lage, sehr einfach bestimmte Stimmungen zu erzeugen. Laute, harte Musik verursacht spürbar eine aggressivere Stimmung, als dies zum Beispiel bei langsamen, klassischen Musikstücken der Fall ist.

Es ist schlicht und ergreifend Körperverletzung am Gast, einen Radiosender mit aggressiven Werbeblöcken und dramatischen Katastrophenmeldungen als Beschallung anzubieten.

Fühlen
Die Oberflächen der Einrichtung, Wände, Vorhänge, Tischplatten, Böden vermitteln auch bei flüchtiger Berührung sofort ein angenehmes oder eben unangenehmes Gefühl. Eine kalte, nackte Wand ruft ganz andere Emotionen hervor, als zum Beispiel ein wohlig warmer Kachelofen mit glatter Oberfläche. Ein weicher, bequemer Stuhl lässt den Gast das Verweilen ganz anders empfinden als eine harte Bierbank. Der Gast „fühlt“ sich wohl!

Riechen
In Sekundenbruchteilen entscheidet der Gast, ob er den vorherrschenden Geruch als angenehm oder unangenehm empfindet. Mit Gerüchen verbinden wir sehr oft Erinnerungen und damit auch Gefühle. Über seine Nase gelangen wir direkt in das Gefühlszentrum unseres Gastes.

Der Duft von frisch gemahlenem Kaffee, warmen Gebäck und gerade eben gepresstem Orangensaft erhöht deutlich den Appetit auf ein umfassendes Frühstück. Frisch geschnittene Blumen und ein dezentes Raumdeo ergänzen diesen positiven Eindruck.

Andererseits kann ein aufdringliches Eau de Cologne, penetranter Körpergeruch, ranziges Fett, verdorbene Lebensmittel oder eine „chemische Keule“ (Stichwort Toilette) das Wohlbefinden des Gastes empfindlich stören. Bei Düften gilt grundsätzlich: Weniger ist mehr.

Schmecken
Sogenannte Gourmettempel setzen in erster Linie auf die anspruchsvollen Kreationen ihrer Küche. Der Genuss am Gaumen rundet allerdings die Sinneswelt des Gastes nur noch ab. Wenn die anderen Empfindungen gestört sind, wird auch der größte Gaumengenuss den Gast nicht zum Wiederkommen bewegen. Solange die vorherigen Sinne des Gastes positiv stimuliert wurden, wird auch mal eine Panne aus der Küche verziehen. Wurden die übrigen Sinne negativ gereizt, nützt auch die beste Küche nichts mehr. Der Gast ist verloren.

Die Fortsetzung folgt im nächsten Newsletter

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3. Zu den "Fünf Glocken"

Es war einmal ein Gasthaus, das hieß „Silberstern“. Der Gastwirt kam auf keinen grünen Zweig, obgleich er alles tat, Gäste zu gewinnen: Er richtete das Haus gemütlich ein, sorgte für eine freundliche Bedienung und hielt die Preise in vernünftigen Grenzen.

In seiner Verzweiflung fragte er einen Weisen um Rat. Als er die jammervolle Geschichte des anderen gehört hatte, sagte der Weise: "Es ist sehr einfach. Du musst den Namen deines Gasthauses ändern.“

„Unmöglich!“ sagte der Gastwirt. „Seit Generationen heißt es Silberstern und ist unter diesem Namen im ganzen Land bekannt.“

„Nein“, sagte der Weise bestimmt, „Du musst es nun DIE FÜNF GLOCKEN nennen und über dem Eingang sechs Glocken aufhängen.“

„Sechs Glocken? Das ist doch absurd. Was soll das bewirken?“

„Versuch es einmal, und sieh selbst“, sagte der Weise lächelnd.

Also machte der Gastwirt einen Versuch, und folgendes geschah: Jeder Reisende, der an dem Gasthaus vorbeikam, ging hinein, um auf den Fehler aufmerksam zu machen, jeder in dem Glauben, außer ihm habe ihn noch keiner bemerkt. Und wenn sie erst einmal in der Gaststube waren, waren sie beeindruckt von der freundlichen Bedienung und blieben da, um eine Erfrischung zu bestellen.

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4. Thesen zur modernen Gastronomie

 Ware zeigen, heißt Ware verkaufen

Offene Küchen, Frontproduktion und Buffets machen Essen und Trinken, die Ehrlichkeit Ihres Unternehmens und die Frische der verarbeiteten Grundstoffe anschaulich und erlebbar. Gute Warendramaturgie stiftet Vertrauen und stimuliert Verkäufe. Sie signalisiert zugleich Qualität und Wert.

Tipps und Anregungen von Gastlichkeit & Co

Je mehr der Gast zu sehen bekommt, desto mehr wird er zugreifen. Dies ist beispielsweise das Erfolgsrezept einer bekannten Raststätten-Kette. Dort quellen die Körbe förmlich über vor Frische und Fülle. Der Gast sieht mit eigenen Augen, aus welchen Rohstoffen seine Mahlzeit hergestellt wird. Und wenn dies auch noch vor seinen Augen passiert, ist der Erlebnischarakter zusätzlich gegeben. Natürlich brauchen Sie besonders geschulte Mitarbeiter, wenn vor dem Gast gearbeitet werden soll.

Auch Gerüche spielen ein große Rolle bei der Entscheidung des Gastes. In einer bekannten Gasthausbrauerei werden „Backtage“ veranstaltet. Da produziert dann ein Bäcker ofenfrische Hand-Semmeln, Salzstangen und so weiter. Natürlich auch Mehlspeisen, die noch heiß aus dem Backrohr serviert werden. Frischer geht es nicht. Und der Duft, der dabei durch das ganze Lokal weht, verführt beinahe jeden dazu, eine Bestellung aufzugeben.

Wenn Sie ein besonderes Produkt im Sortiment haben, dann präsentieren Sie es! Nehmen Sie eine Kreidetafel und erklären Sie darauf, was es außergewöhnliches im Angebot gibt und worin das Besondere besteht. Der Gast von heute will umfassend informiert sein!

Vorsicht bei Fischaquarien im Bereich des Gastes! Zarte Gemüter reagieren mitunter pikiert, wenn vor ihren Augen die Forelle aus dem Wasser gefischt wird, um anschließend in der Küche mit einem deutlich hörbaren Schlag getötet zu werden! Präsentieren Sie dann lieber den „fangfrischen“ (aber leblosen) Fisch auf gecrashtem Eis! In einem feinen Restaurant in der Linzer Altstadt wird dies als Ritual sehr erfolgreich zelebriert!

Geben Sie jedoch acht, dass der Gast ausnahmslos nur Frisches und qualitativ Hochwertiges zu sehen bekommt. Sonst geht der Schuss nach hinten los! Dann ist es wohl besser, die bereits etwas weiche Tomate in der Küche aufzubewahren!

Erhöhen Sie den Eindruck von Frische, indem Sie zum Beispiel kaltes Wasser mittels einer Sprühflasche aufsprühen. Die glitzernden Wasserperlen lassen Tomaten so aussehen, als kämen sie direkt vom Strauch.

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5. Die Atmosphäre in einem Restaurant

Der heutige Gast geht längst nicht nur in ein Lokal, weil er etwas essen oder trinken möchte. Die Qualität dieses Angebotes ist nur ein Teil des gastronomischen Erlebnisses. Der Gast will sich in erster Linie wohlfühlen. Er will sowohl körperlich als auch gefühlsmäßig genießen. Die Atmosphäre wird deshalb für unsere Gäste immer wichtiger.

Wie entsteht nun eine angenehme Atmosphäre? Der Baustil des Hauses, die Einrichtung, die Dekorationen, die Beschaffenheit von Böden und Wänden sind zwar auch wichtig, aber zur Schaffung einer angenehmen Atmosphäre bedarf es mehr. In erster Linie ist es der persönliche Kontakt mit anderen Menschen – hier besonders mit den Servicemitarbeitern und der Unternehmensleitung – der dem Gast dieses Gefühl von Behaglichkeit, Spannung, Relaxing oder Geborgenheit vermittelt – eben Atmosphäre schafft.

Das Drumherum hat sogar Einfluss auf den Genuss des Angebotes. Das beste Essen kann in einer hektischen und unfreundlichen Umgebung nicht wirklich genossen werden. Anders herum werden Pannen und Unzulänglichkeiten diskret übersehen und geduldet, wenn der Gast das Gefühl aufrichtiger Wertschätzung und Interesse an seinem Wohlergehen spürt. Freundlichkeit und Aufmerksamkeit tragen wesentlich mehr zu einer angenehmen Atmosphäre bei, als dies zum Beispiel teure Teppiche und Dekorelemente können. Es ist wichtig, dass der Gast möglichst lange nach seinem Besuch noch ein positives Gefühl mit dem Namen Ihres Unternehmens verbindet. Das bringt ihn dazu, wieder zu kommen und seine positiven Erfahrungen weiter zu sagen (Stichwort: Mundpropaganda - die billigste und zugleich wirkungsvollste Werbung).

Aber nicht jeder Gast hat die gleichen Ansprüche an die Atmosphäre Ihres Lokales. Manche Gäste möchten nach der Arbeit in aller Ruhe und Gemütlichkeit speisen. Andere wiederum lieben es, sich in den Trubel zu stürzen und genießen eine stimmungsvolle Atmosphäre und wählen nach diesem Kriterium das Lokal aus. Wichtig ist in allen Fällen, dass der Gast das Gefühl hat, Teil einer Familie, einer Gruppe zu sein. Er will „dazu gehören“.

Grundsätzlich gilt: Viele Gäste machen viel Atmosphäre. Der Mensch ist ein "Herdentier" und fühlt sich in seiner Entscheidung bestätigt, wenn auch viele andere das selbe Restaurant bevorzugen. Nichts ist einer Atmosphäre abträglicher als ein vollkommen leeres Restaurant.

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6. News

Neuer Rekord bei den Website-Zugriffen auf www.gastlichkeit.at
Freuten wir uns im September über mehr als 6.600 Zugriffe, so waren es im Oktober 2003 bereits 7.716 Zugriffe auf unsere Website in einem Monat. Neuer Rekord! 

Die wichtigsten Ziele im Umgang mit Mitarbeitern
Ein beachtenswerter Artikel von Prof. Dr. h.c. Reinhold Würth. Wir von Gastlichkeit & Co schließen uns vollinhaltlich an und zitieren in diesem Zusammenhang gerne Stephen R. Covey: "Behandeln Sie Ihre Mitarbeiter stets so, wie diese Ihre besten Kunden behandeln sollen!" 
Aber lesen Sie hier nun die Gedanken des deutschen "Schraubenkönigs" Reinhold Würth.
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Hotel Schindlerhof - No 1 in Europa
Wochenlang war es ein Geheimnis – nun ist es gelüftet: Für seine herausragende Kundenorientierung wurde im finnischen Helsinki das weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannte Tagungshotel Schindlerhof aus Nürnberg-Boxdorf mit einem Special Prize des European Quality Award ausgezeichnet.
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Durch Motivation Fehlzeiten senken
Je höher die Fehlzeiten, desto mehr kränkelt – neben den Mitarbeitern – das betroffene Unternehmen selbst. Experten schätzen, dass in einem Unternehmen mit überdurchschnittlich hohen Fehlzeiten bis zu 40 Prozent auf mangelnde Motivation der Mitarbeiter zurückzuführen sind. Doch gegen demotivierte Mitarbeiter können Sie als Arbeitgeber etwas tun.
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Betriebs-Check: Wo stehen meine Mitbewerber?
Sie brauchen keine übertriebene Angst vor der Konkurrenz zu haben. Informieren Sie sich zunächst einmal, wer Ihre Mitbewerber sind und welche Stärken und Schwächen die Unternehmen aufweisen, die bereits das selbe oder etwas ähnliches anbieten, wie Sie.
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So bringen Sie Ihre Mitarbeiter dazu, Verantwortung zu übernehmen
Setzen Sie auf Mitwisser - wer eigenstä
ndig denken und arbeiten soll, muss über die notwendige Information verfügen. Prüfen Sie sich selbstkritisch, ob Sie Ihr Wissen mit Ihren Mitarbeitern teilen, oder ob Sie durch das Zurückhalten von Herrschaftswissen nicht selbst dazu beitragen, dass Ihre Leute keine Verantwortung übernehmen.
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Wir wünschen Ihnen gute Geschäfte, engagierte Mitarbeiter und viele angenehme Gäste, die Ihre Leistung zu schätzen wissen.

G a s t freundliche Grüße
von den fixen Leuten von Gastlichkeit & Co

   Gastlichkeit & Co - Weiterbildungs- und Betriebsberatungsges.m.b.H.
   A-4061 Pasching
   Zentastraße 21
   TEL: 07229 / 71 5 18
   FAX: 07229 / 72 9 20
   MAIL: office@gastlichkeit.at
   WEB: http://www.gastlichkeit.at

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