|
Newsletter
06/2002
vom
17. Juni 2002

Achtung:
Dies ist ein Gratis-Insider-Brief für Kunden und Freunde der
Firma

E-MAil: office-pasching@gastlichkeit.at
Homepage: www.gastlichkeit.at
Dieser
Letter ist gratis. Falls Sie irrtümlich auf der Mailliste stehen,
es sich um ein Missverständnis handelt und Sie den Newsletter
nicht mehr erhalten möchten, bitten wir Sie einfach ein leeres
Mail an
office@gastlichkeit.at?subject=Keine weiteren Anregungen und
Informationen mehr
zu schicken.
DANKE!
--------------------------------------------------------------------
Unser Motto
2002 lautet: "Wir
haben die Nase vorn!"
--------------------------------------------------------------------
Inhalt
1. Reklamieren
leicht gemacht.
2. Finanzierung im Gastgewerbe: Mithaftung des Ehepartners
sinnvoll?
3. Gästebindung in Hotels
4. Workshop/Seminar: Mitarbeiter zu Höchstleistungen führen
5. Tipps & Anregungen für die Praxis
6. Innere Balance - So schaffen Sie das!
7. Neues auf unserer Website
-------------------------------------------------------------------------
1.
Reklamieren leicht gemacht!
Kennen Sie den Unterschied zwischen aktiven und passivem
Beschwerdemanagement?
Beim
passiven Beschwerdemanagement bereitet sich ein Unternehmen darauf
vor, wie mit eingehenden Beschwerden umgegangen wird. Stichwort:
Reklamationshandling. Beim aktiven Beschwerdemanagement dagegen
geht ein Unternehmen einen entscheidenden Schritt weiter: Es
fordert aktiv Reklamationen ein. Bleibt nur die Frage: Wie?
Bevor
man mit aktivem Beschwerdemanagement beginnt, gilt es, gewisse
interne Faktoren zu klären. Kein Gast wird sich freiwillig
beschweren, wenn er nicht das Gefühl hat, seine Reklamation sei
erstens willkommen und zweitens ein hilfreicher Hinweis.
Das bedeutet, dass zum einen die Unternehmenskommunikation darauf
eingestellt sein muss, dass zum anderen entsprechende Auslösemechanismen
wie Zufriedenheitsgarantien etabliert sein müssen und dass zum
dritten die Mitarbeiter in allen Abteilungen darauf eingestellt
sein müssen. Für einen Gast ist jeder einzelne Mitarbeiter das
Unternehmen - und die Aussage "dafür bin ich nicht zuständig"
oder "wenden Sie sich bitte an unsere
Reklamationsabteilung" wird er zu Recht mit Vertrauensverlust
bestrafen.
Kanäle
Grundsätzlich sollten Unternehmen bemüht sein, alle zur Verfügung
stehenden Kanäle und Customer-Touchpoints in das
Beschwerdemanagement zu integrieren. Kunden haben sehr
unterschiedliche Kommunikationspräferenzen - der eine telefoniert
lieber, der zweite schreibt Briefe, der dritte schickt E-Mails und
der vierte kommt am liebsten persönlich vorbei. Echte
Kundenorientierung zeigt sich darin, dass es dem Kundenwunsch überlassen
bleibt, wo und wie er Widerspruch einlegt - und das sollten Sie
ihm auch klar mitteilen.
Instrumente
In der
Praxis bewährt haben sich folgende Instrumente. Bewertungskarten
am POS (point of sale), Telefon-Hotlines, Feedback-Formulare im
Internet, Service-Fax und spezielle E-Mail-Adressen. Wichtig ist
hierbei immer, dass dem Gast klar und deutlich dreierlei
signalisiert wird:
1.
Deine Beschwerde ist wichtig für uns
2. Wir nehmen deine Beschwerde ernst und
3. Wir wollen dein Problem schnell und unkompliziert lösen.
Es ist
dieser Dreiklang, der über Erfolg oder Misserfolg eines
Beschwerdemanagementsystems entscheidet. Eine eigene
E-Mail-Adresse "reklamation@ihre-firma.at" signalisiert
nach außen, dass dieses Thema ernst genommen wird.
Zufriedenheitsgarantien, die am POS ausliegen und auf denen der
Kunde erfährt, wie er am leichtesten die Garantie in Anspruch
nehmen kann, erleichtern dem Kunden die Reklamation. Und eine
eigene Rubrik "Service, Support und Reklamationen"
sollte bei einem Internet-Auftritt im B2C-Bereich (Business to
Customer-Bereich) nicht fehlen.
Stille
Post
Das
Schlimmste, was einem Unternehmen passieren kann, ist, dass sich
ein unzufriedener Gast nicht beschwert. Denn das bedeutet
keineswegs, dass er schweigt - sondern dass er erstens abwandert
(meist sogar zum direkten Konkurrenten) und zweitens schlecht über
das Unternehmen redet. Bei seinen Freunden, Verwandten, Bekannten
und am Arbeitsplatz. Daher ist es besser, offensiv mit der
Thematik umzugehen und Reklamationen einzufordern. Aktiv
einzufordern.
Schöne
schlechte Nachricht
Die Statistik ist ernüchternd: Nur 5 % der unzufriedenen Kunden
beschweren sich und von 100 unzufriedenen Kunden wechseln fast
zwei Drittel den Anbieter. Trotz dieser Zahlen konzentrieren sich
Gastronomen immer noch auf die Gewinnung neuer Gäste und nicht
auf die Bindung bestehender Gäste. Obwohl sehr viele
Gastronomiebetriebe Beschwerdeformulare (am gängigsten sind
Smiley-Karten) in ihren Häusern ausliegen haben, laden diese
nicht gerade dazu ein, sich zu äußern. Selbst im
Hochpreis-Segment gibt es eine deutliche Diskrepanz zwischen
Imagebroschüren und Dialog-Elementen.
Die gravierernsten
Fehler bei den Smiley-Karten sind offensichtlich. Die Schrift ist
sehr klein, auf Farbe wird komplett verzichtet und die Gestaltung
ist auf ein Minimum reduziert.
Wenn ein Haus erwartet, und das sollte es, dass unzufriedene Gäste
sich tatsächlich beschweren, dann sollte auch der nötige Anreiz
geboten werden. Ein Anreiz könnte eine Belohnung nach Art eines
Seminarhotels sein. Füllt man dort den Fragebogen aus, nimmt man
automatisch an einer Verlosung teil, deren Hauptpreis 2 Übernachtungen
in diesem Haus sind. Anreize müssen allerdings nicht materieller
Art sein. So können ansprechend gestaltete Formulare durchaus
dazu einladen, sich mit dem Fragebogen zu befassen und ihn tatsächlich
auch auszufüllen. Vor allem sollte es dem Gast leicht gemacht
werden, den Fragebogen zu lesen und auszufüllen. Je freundlicher
die Gestaltung ist, desto glaubwürdiger ist auch die Absicht des
Hotels, diesen Fragebogen tatsächlich zur Kenntnis zu nehmen und
die Schwachpunkte zu verbessern.
Da die meisten Gäste
glauben, es wäre unhöflich oder unbequem sich zu beschweren,
sollten genau diese Zweifel aus dem Weg geräumt werden.
Gestaltung kann diese Aufgabe übernehmen, indem sie durch
Klarheit das Ausfüllen erleichtert und durch Freundlichkeit die
Unhöflichkeit des Vorgangs nimmt. Die Integration in das
bestehende Corporate Design des Betriebes ist ein unbedingtes
Muss, damit der Beschwerde eine Selbstverständlichkeit gegeben
wird.
Gastronomiebetriebe sollten
nicht an der Zufriedenheitsbefragung ihrer Gäste sparen, wenn sie
schon viel Geld für die Gewinnung eben dieser Gäste ausgegeben
haben. Unzufriedene Gäste sind die, die am meisten über ihre
Erfahrungen erzählen - doch bestimmt nichts Gutes. Gut ist es
hingegen, wenn sie es denen erzählen, die etwas ändern können.
Also sollte hier investiert werden. Im Optimalfall sogar soviel,
dass der Gast ein "Dankeschön" für seine Offenheit erhält.
Nach dem Motto: "Eine Beschwerde ist ein Geschenk!"
-------------------------------------------------------------------------
2.
Finanzierung im Gastgewerbe: Mithaftung des Ehepartners sinnvoll?
Überall lesen und hören wir, wie dringend unsere Wirtschaft
Existenzgründer braucht. Und tatsächlich gab es vor allem in den
neunziger Jahre eine richtiggehende Gründungswelle. Leider gab
und gibt es bis heute auch eine riesige Pleitenwelle und viele
dieser Pleiten waren noch vor kurzem Existenzgründungen. Die Gründer
stehen nach der Pleite oft genug vor einem Scherbenhaufen, häufig
hat sich ein gewaltiger Schuldenberg angehäuft. In solchen
Situationen ist es wichtig, Möglichkeiten zu kennen, wie man
wieder auf die Beine kommt.
Dabei fällt dem
Ehepartner nicht selten des gescheiteren Unternehmers eine
wichtige Rolle zu. Ist dieser nämlich von der Pleite persönlich
nicht betroffen, kann das Leben unter Umständen relativ normal
weiterlaufen und vielleicht sogar eine neue Existenz aufgebaut
werden. Oft ist dieser Weg allerdings versperrt, weil die Ehefrau
oder der Ehemann des Unternehmers für die Bankschulden mithaftet
und daher ebenfalls pleite ist.
Zu Beginn einer
Existenzgründung, aber auch im Vorfeld einer Investition sieht
die Mithaftung des Ehepartners meist wie eine reine Formalität
aus. Aber ich kann es nur immer wiederholen: Nichts, was Sie in
einer Bank unterschreiben ist eine reine Formalität!
Häufig werden
Kunden im Zuge einer Finanzierung zur Mithaftung des Ehepartners
gedrängt. Es gibt wohlklingende Argumente von Seiten der Bank,
eines davon lautet: "Wie sollen wir Ihnen Geld anvertrauen,
wenn Ihnen schon Ihre Ehefrau nicht vertraut." Im ersten
Augenblick klingt das sogar vernünftig, bei Lichte betrachtet
muss man dennoch klar erkennen: Für die Bank geht es nur um ein
Geschäft unter vielen, für Sie und Ihren Ehepartner hingegen
geht es um alles! Der Sachbearbeiter der Bank riskiert bei diesem
Geschäft nicht seine Existenz.
Daher kann ich auch
nur einen Ratschlag geben: Versuchen Sie, so weit es nur irgendwie
möglich ist, Ihren Ehepartner aus Ihren Darlehens-Verpflichtungen
herauszuhalten. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Ehepartner niemals
etwas unterschreibt, das in Zusammenhang mit Ihren Bankgeschäften
steht. In manchen Fällen wird Ihre Bank oder Sparkasse sagen,
dass Sie einen Kredit nur dann erhalten, wenn Ihr Lebenspartner
mit unterschreibt. Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass man auch
hier mit Sturheit manches erreichen kann. Wenn Sie hartnäckig
dabei bleiben, dass eine Mithaftung ausgeschlossen ist, kommt das
Kreditgeschäft nicht selten trotzdem zustande.
Allerdings gibt es
Ausnahmen: Wenn ein verheirateter Existenzgründer Gelder aus dem
Eigenkapitalhilfeprogramm in Anspruch nimmt, ist die Mithaftung
des Ehepartners gesetzlich vorgeschrieben. Hier muss man in der
Tat abwägen, was einem wichtiger ist: Sicherheit oder günstige
Konditionen.
Ein Abwägen wird
in vielen Fällen notwendig sein und es gibt sicher auch Fälle,
bei denen eine Mithaftung des Ehepartners sinnvoll ist, aber eines
sollte immer klar sein: Überlegen Sie sich die Sache sehr genau!
Quelle: Helmuth
Kammerer
-------------------------------------------------------------------------
3.
Gästebindung in Hotels
Die Hotellerie hat es schwer: Die Angebote sind austauschbar,
der Markt ist gesättigt und die Gäste werden immer
anspruchsvoller. Eine geringe Zimmerauslastung und sinkende
Renditen sind die Folge.
Hilfe
verspricht sich die Branche u.a. durch den Einsatz von
Kundenkarten und anderen Mitteln zur Gästebindung. Doch wo gilt
es anzusetzen und wie?
Das
Vielfliegerprogramm Miles&More von der Lufthansa kann rückblickend
als Wegbegründer für viele Kundenbindungsprogramme gesehen
werden. Frühzeitig hat auch die Hotelbranche erkannt, welches
Potenzial in solchen Programmen steckt. Heute kann festgestellt
werden, dass Kundenbindungsprogramme, meist in Form von
Kundenkarten, zum Quasi-Standard für die Keyplayer der
Hotelbranche gehören.
In einer Branche, in der Gastlichkeit zum Grundgebot gehört, ist
dies auch nicht weiter erstaunlich. Allerdings garantiert ein
Kundenbindungsprogramm an sich noch keinen Erfolg. Zur Vermeidung
von Fehlinvestitionen in neue oder bestehende
Kundenbindungsprojekte hat Loyalty Hamburg im April einen Report
veröffentlicht, der Aufschluss über den Status quo der
Kundenbindungsmaßnahmen in der Hotelbranche gibt und
entsprechende Best Practices aufzeigt.
Schwerpunkte der Untersuchung sind die Ausgestaltung bestehender
Kundenbindungsprogramme, das Beschwerdemanagement, das
Zufriedenheitsmanagement und die Nutzung der Möglichkeiten des
Dialogmarketings. Interessant - die Erfolgsfaktoren zur Erreichung
einer hohen Kundenbindung werden von den Branchenexperten durchaus
unterschiedlich gesehen.
Unabhängige Einzelhäuser wie auch zu einer Kooperation gehörende
Hotels sehen die Individualität ihrer Leistungen, gekoppelt mit
einer hohen Mitarbeiterzufriedenheit als Gründe für das
Wiederkommen der Gäste. Anders sieht das bei den größeren
Hotelketten aus. Diese bekennen sich zur Standardisierung als
Unternehmensstrategie und haben sich deshalb vom
"Tante-Emma-Prinzip" immer weiter entfernt.
Kundenbindungsprogramme, Qualitätsstandards und fest definierte
Prozesse sollen die Nachteile der Standardisierung aufheben.
Formalisierte Programme auf Basis einer Kundenkarte dienen hier
als eigenständiges Marketinginstrument und werden als
strategisches Mittel im Wettbewerb um die Gunst der Kunden
verstanden. Als beispielhaft für ausgefeilte
Kundenbindungsprogramme gilt der Konzern Hyatt Hotels &
Resorts. Dies liegt sicherlich auch an der US-amerikanischen
Herkunft des 1957 in Los Angeles gegründeten Unternehmens. Neben
einer stark differenzierten Produktpalette bietet das Hyatt seinen
Gästen verschiedene Kundenbindungsprogramme an.
Vom Gold Passport für den Geschäftsreisenden bis zum Private
Line Programm, welches auf die Sekretärinnen (Hotelbucher)
mittelständischer Unternehmen abzielt, werden nahezu sämtliche
Register gezogen. Einen sehr innovativen Ansatz stellt auch der Gourmet
Club von Hyatt dar. Mitglieder zahlen eine Gebühr von 250
Euro p.a. und erhalten dafür ein Leistungsbündel, das
seinesgleichen sucht. In der Gebühr enthalten sind u.a. 12 Essen
in einem der 4 deutschen Hyatt Hotels, eine Flasche Champagner,
eine Übernachtung und zahlreiche Einladungen zu exklusiven Events.
Das Thema Dialogmarketing besitzt eine hohe Relevanz für
alle befragten Hoteltypen. Vom einfachen Mailing bis zur aufwändig
gestalteten Kundenzeitschrift wird hier großer Wert auf den
regelmäßigen Kontakt mit dem Kunden gelegt. Nur sind dies auch
die richtigen Kunden, die sechsmal im Jahr die kostspielige
Kundenzeitschrift erhalten? Darüber können die meisten
Marketingverantwortlichen leider keine Auskunft geben.
Eine konsequente Kundensegmentierung nach dem Kundenwert findet in
keinem der untersuchten Hotels statt. Dabei sollte es durch den
Stand der Technik, insbesondere im Bereich Datenbanken und
CRM-Systeme zu vertretbaren Kosten möglich sein, aus der
Kaufhistorie und einigen anderen Eckdaten einen potenziellen Wert
des Kunden abzuleiten. Ein weiterer Hemmschuh ist die meist
fehlende oder ungenutzte zentrale Datenbank bei größeren
Hotelketten.
Die mangelhafte Nutzung des vorhandenen Datenmaterials führt zu
erheblichen Effektivitätseinbußen des Direktmarketings.Egal ob
im Atlantic in Hamburg oder in einem kleinen Familienhotel in
Oberbayern, Probleme können bei jedem Gast und bei jedem Besuch
auftreten. Jeder Hoteldirektor sollte glücklich sein, wenn der
Gast sich die Mühe macht, ihm dieses dann auch direkt
mitzuteilen. Beschwerden müssen als Chance verstanden werden.
Chance im doppelten Sinne, denn es gilt den unzufriedenen Kunden
vor Verlassen des Hauses wieder zufrieden zu stellen und
gleichzeitig aus seinen Erfahrungen zu lernen.
Die Befragung hat ergeben, dass die Notwendigkeit eines
zielgerichteten Beschwerdemanagements erkannt wurde, doch die
Umsetzung bisher wenig befriedigend ausfällt. Zwar liegen in den
meisten Zimmern Fragebögen aus und der Gast wird gebeten, seine
Meinung und Probleme kundzutun, doch klagt die Branche über einen
geringen Rücklauf und fehlende Nachhaltigkeit bei der Umsetzung
der Kundenwünsche.
Resümierend
lässt sich sagen, dass die Hotelbranche in vielen Bereichen des
Beziehungsmanagements schon sehr weit ist. Lückenlose Systeme mit
einem einzigartigen Kundenbindungsprogramm, mit funktionierendem
Beschwerdemanagement und Dialogmarketing sind jedoch die
Seltenheit.
Autoren:
Achim Kopatz email: a.kopatz@loyalty-hamburg.de
Patrick Wassel email: p.wassel@loyalty-hamburg.de
Quelle:loyalty-hamburg.de
-------------------------------------------------------------------------
4.
Workshop/Seminar: Mitarbeiter zu Höchstleistungen führen
Etwas Werbung
in eigener Sache sei uns erlaubt. Aufgrund einer Stornierung sind
bei unserem Führungskräfteworkshop am 24. und 25. Juni 2002 in
Neufelden (Oberösterreich) noch Plätze frei. Kurzentschlossene
haben den Vorteil einer Ermäßigung. Zwei Teilnehmer für einen!
Worum geht es
in diesem Workshop/Seminar? Welche Inhalte werden vermittelt? Die
Beschreibung finden Sie hier.
Gastlichkeit
& Co ist beim AMS als Bildungsträger gelistet. Für weibliche
Führungskräfte, wie Teamleiter, Bar-maids oder Chef des rangs
existiert eine Förderung. Näheres erfahren Sie hier...
-------------------------------------------------------------------------
5.
Tipps & Anregungen für die Praxis
| Richtiges
Foodmarketing muss kein Geheimnis sein |
 |
Die
Marketingstrategen der amerikanischen Systemgastronomie
sind bekanntlich konsequente Verfechter des Foodmarketing.
In akribischer Kleinarbeit erforschen sie die aktuellen
Verzehrtrends, entwickeln daraus typische Spezialitäten für
den jeweiligen Betriebstyp und versuchen so ihre
Restaurants unverwechselbar zu positionieren. Eine solche
Alleinstellung und Abgrenzung gegenüber dem Wettbewerber
ist aber nicht nur für die Großen, sondern auch für
jeden gastronomischen Betrieb wichtig.
Einzigartiges, so verstanden, lässt sich leichter
realisieren, als man auf den ersten Blick vermuten würde.
Die Möglichkeiten liegen ja oft auf der Hand und müssen
nur erkannt und konsequent umgesetzt werden. Dann ist es
ein Leichtes, den Wünschen und Vorlieben der Gäste
Rechnung zu tragen. Die folgenden Beispiele machen
deutlich, was gemeint ist. In Main-Franken existziert ein
Lokal, das berühmt für seine Spargelgerichte ist. Ein
anderes Restaurant in Nürnberg serviert den besten
gebackenen Karpfen, und in München gibt es etliche
Lokale, deren Weißwürste oft seit Jahrzehnten jedem Fan
dieser bayerischen Spezialität das Wasser im Mund
zusammen laufen lassen. Alle diese Beispiele haben eine
Gemeinsamkeit - sie bieten das Richtige zur richtigen Zeit
und am richtigen Platz . Auf diese Weise erfüllen sie
eine der wichtigsten Forderungen des Foodmarketing
|
| Wie
wär’s mit einem Erdbeer-Fest |
 |
Bei
einem Besuch in Luxemburg kann der Gast ein kleines
sommerliches Straßenfest entdecken, das vor allem deshalb
das Interesse weckt, weil die Veranstalter ganz bewusst
auf das sonst übliche Einerlei der Verzehrsstände
professioneller Anbieter mit Currywurst und Crepe
verzichten. Stattdessen stehen sommerliche Gaumenfreuden
aus der Region im Vordergrund des themenorientierten
Angebots. Ganz besonders viel Zulauf hat ein Stand, an dem
man fast alles verköstigen konnte, was man aus Erdbeeren
machen kann. Waffeln mit Erdbeeren, Erdbeerjoghurt,
Erdbeermus, Erdbeertörtchen, Erdbeeren mit Schlagobers,
Erdbeerbowle usw. Ein ähnliches Gedränge herrscht nur
einige Schritte weiter, wo Spargel in den
unterschiedlichsten Variationen angeboten wird. Die
Besucher sind von dem abwechslungsreichen Konzept
begeistert, das sich auch leicht in jedem Restaurant zur
Sommerzeit umsetzen lässt.
|
| Der
Perfektionist |
 |
Spezialisierung
und eindeutige Positionierung sind wichtige
Voraussetzungen dafür, um in der heutigen Gastronomie ein
eigenständiges Profil und damit den gewünschten Erfolg
zu haben.
Leider ist es aber oft so, dass man sich zwar auf die
Fahnen schreibt, der Spezialist für dies oder jenes zu
sein, letztlich aber in der Umsetzung des Konzepts wenig
Konsequenz beweist.
Ganz anders verhält sich da ein Gastronom, der sich ganz
auf ein Angebot aller nur denkbaren Biersorten
spezialisiert hat und dafür weit über die Region bekannt
geworden ist. Hier findet man nicht nur mehrere frisch
gezapfte Biere aus der Region, sondern auch eine
reichhaltige Auswahl an nationalen und internationalen
Marken.
Das allein wäre vielleicht noch nicht allzu
bemerkenswert, wohl aber die Tatsache, dass dieser
Gastronom auch jeweils das richtige Glas zur richtigen
Flasche parat hat. Und um das Ganze auf die Spitze zu
treiben, gibt es außerdem noch einen separaten Schrank,
in dem für jedes Bier die richtigen Bierdeckel und
Auffangpapiere aufbewahrt werden.
Das mag zwar im ersten Moment allzu perfektionistisch
erscheinen, wenn man aber genauer darüber nachdenkt, ist
es nur konsequent. Schließlich gibt es für Bierliebhaber
kaum etwas Schlimmeres, als die Lieblingsmarke aus einem
markenfremden Glas zu trinken, und wenn dann die Präsentation
der Marken noch so perfekt ist, dann macht man dem Ruf als
Spezialist wirklich alle Ehre. |
Quelle:
gastromarketing
-------------------------------------------------------------------------
6.
Innere Balance - So schaffen Sie das!
Von
Zeit zu Zeit tauchen in den Medien Begriffe auf, die bald darauf
als Modewörter unseren Wortschatz bereichern. Ein solcher
Begriff, der seit kurzem sogar die Etikette eines
Mineralwassergetränkes ziert, ist das Wort Balance. Doch was
verbirgt sich eigentlich hinter diesem Begriff und woran merke
ich, dass ich nicht in der Balance bin?
So
mancher wird den einen oder anderen dieser Zustände an sich
feststellen können:
- Sie haben das
Gefühl einer ständigen nervlichen Anspannung, die der
Situation eigentlich gar nicht angemessen ist.
- Sie beginnen
eine Sache, sind gedanklich schon beim nächsten Problem und
treten so auf der Stelle.
- Sie leiden unter
Ihren eigenen Stimmungsschwankungen.
- Sie verlaufen
sich immer wieder in unwesentliche Details und verlieren dabei
den Blick für das wirklich Wichtige.
- Sie fühlen sich
irgendwie unrund, vielleicht sogar benommen.
Auch der Körper
zeigt uns deutlich, wenn wir über längere Zeit aus der Balance
geraten sind: Scheinbar unerklärliche Kopfschmerzen, erhöhter
Blutdruck, Schwindelgefühl oder häufige Infektionsneigung können
die unangenehmen Folgen
sein.
Ein Gleichnis für
ein Leben in Balance ist der Seiltänzer: Sicher setzt er einen Fuß
vor den anderen. Plötzlich auftretende Schwierigkeiten korrigiert
er mit sanften, kaum merklichen Bewegungen. Konzentriert und
zielstrebig erreicht er so - mit einem Minimum an Energieaufwand -
sein Ziel.
Leider bewegen wir
uns nicht immer so elegant durch's Leben. Schon kleinste
Schwierigkeiten werfen uns aus der Bahn. Unsere Korrekturbemühungen
sind oft hektisch und kosten uns sehr viel Energie.
In Balance zu sein
ist keineswegs ein statischer Zustand, sondern versetzt uns in die
Lage, mit möglichst geringem Energieaufwand notwendige
Korrekturen vorzunehmen, um danach zielstrebig unseren Weg
fortzusetzen. In dieser zentrierten Haltung hat man wieder Zugang
zu seiner inneren Führung und Intuition. Mögliche erwünschte
Nebenwirkung eines zentrierten Zustandes: Hat man einmal zu
innerer Ruhe und entschlossener Haltung gefunden, strahlt man dies
ganz von selbst auch auf seine Umgebung aus. Familie, Freunde und
Mitarbeiter profitieren von dieser Atmosphäre konzentrierter,
zielgerichteter Entspanntheit.
Wie kann man nun
einen solchen wünschenswerten Zustand erreichen?
Das Prinzip aus dem
Tao-Te King - Tue einfach das, was zu tun ist - mag uns den Weg
weisen. Gemeint ist damit die Grundhaltung des absichtslosen Tuns,
indem man eine bestehende Situation akzeptiert und damit die Basis
für eine positive Veränderung schafft. In Balance zu sein wird
damit zu einer Lebenshaltung. Es gibt viele Möglichkeiten, dieses
Lebensprinzip auch praktisch zu unterstützen. Atemübungen,
Meditation, Entspannungstechniken wie die Progressive
Muskelentspannung nach Jacobson oder Autogenes Training, Übungen
aus der Kinesiologie und natürlich fernöstliche Techniken wie
Yoga, Tai chi oder Qigong können uns auf diesem Weg weiterhelfen.
Mit einiger Konsequenz schafft man es bald mühelos auch in
schwierigen Situationen rasch wieder ins innere Gleichgewicht zu
gelangen.
Folgende
einfache Zentrierungsübung mag für Sie ein erster
Schritt auf diesem Weg sein:
Setzen Sie sich
aufrecht auf einen Sessel, beide Füße fest am Boden. Legen Sie
nun die rechte Hand flach auf Ihre Stirn, die linke Handfläche
auf den Bauchnabel. Atmen Sie tief in den Bauchbereich. Nach ein
bis zwei Minuten lassen Sie die Arme kurz herabhängen und
entspannen die Schultern. Dann legen Sie die linke Hand auf die
Stirn, die rechte Handfläche auf den Bauchnabel. Atmen Sie
wiederum ein bis zwei Minuten tief in den Bauchbereich. Lassen Sie
dann die Arme entspannt herabhängen und spüren Sie für einige
Sekunden in sich hinein.
Viel Freude auf
Ihrem Weg zu innerer Balance!
Quelle:
womanager.de
-------------------------------------------------------------------------
7.
Neues auf unserer Website www.gastlichkeit.at
Essen im
Liegen feiert seine Auferstehung
Gastronomen lassen sich von
antiken Speiseritualen inspirieren / Kellner im Schlafanzug
servieren den horizontalen Gästen Kaviar
mehr...
Der Preis ist
heiß
Mit der Eröffnung des ersten Low-Budget-Hotels Etap in Salzburg
komplettiert der französische Bettenriese Accor seine
Mehrmarken-Strategie in Österreich.
mehr...
Zehn
Gebote für Bar-Profis
Ob eine Bar Erfolg hat, und ob dem Barkeeper die Arbeit hinter der
Theke Spaß macht, hängt vor allem davon ab, ob die Gäste
zufrieden sind. Denn wie überall in der Gastronomie sind
zufriedene Gäste der beste Garant für die erhofften Umsätze,
reichliche Trinkgelder, und für das wichtige »Wohlfühlklima«
am Arbeitsplatz.
mehr...
-------------------------------------------------------------------------
Wir wünschen
Ihnen gute Geschäfte, täglich viel Spaß und Freude, ein
engagiertes Team und jede Menge begeisterter Gäste.
G a s t freundliche Grüße
Die Nasenfrauen und -männer
von Gastlichkeit & Co
P.S. Anregungen, Kritik und
natürlich auch Lob nehmen wir gerne entgegen. Ihre Meinung ist
uns wichtig!

|