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Netzwerke
Kontaktmanagement beruht immer auf
Gegenseitigkeit und hat etwas mit der Bereitschaft zu tun,
anderen zu helfen (und der Fähigkeit, selbst Hilfe anzunehmen).
Wenn Sie es mal vor diesem Hintergrund betrachten: Lohnt es sich
dann nicht, ein wenig Energie zu investieren?
Lesen Sie die 7 wichtigsten
Prinzipien für Ihren Brückenbau.
1. Handeln Sie – und zwar
sofort!
Wenn Sie an einer Person interessiert sind, sollten Sie schnell
nach dem ersten Kontakt handeln – in der Regel innerhalb von 72
Stunden. So lange sind Sie auf jeden Fall noch in guter
Erinnerung; danach wird es immer schwieriger, an das Gespräch
anzuknüpfen.
- Rufen Sie beispielsweise an,
und bedanken Sie sich für das nette Gespräch. Oder senden
Sie eine SMS mit einem kurzen Dank.
- Schicken Sie Informationen,
die Sie der Person versprochen hatten oder die Ihnen danach
in die Hände kommen.
- Oder senden Sie eine E-Mail,
in der Sie sich auf das Gespräch beziehen.
- Baldiges Handeln ist vor
allem auch dann angebracht, wenn Ihnen jemand eine Tür in
seinem Netzwerk geöffnet hat. Es ist sehr unangenehm,
jemandem einen Kontakt zu vermitteln und dann festzustellen,
dass dieser nicht aufgegriffen wurde!
2. Bleiben Sie am Ball –
aber spielerisch
Doch mit dem ersten Schritt ist es nicht getan. Wenn Sie
einen tragfähigen Kontakt aufbauen wollen, also eine
Beziehung herstellen wollen, müssen Sie am Ball bleiben.
Das wird Ihnen umso leichter fallen, je aufmerksamer Sie
beim ersten Gespräch zugehört haben.
Betrachten Sie die weitere Kontaktpflege von der
spielerischen Seite, anstatt krampfhaft nach Möglichkeiten
zu suchen, wie Sie den Kontakt weiterspinnen können. Wenn
Sie offen sind, werden Sie im richtigen Moment sicher die
passende Idee haben.
3. So selten, so einfach
und so wirksam: Bedanken Sie sich
Das ist das Networking-Geheimnis schlechthin – und sollte
eigentlich selbstverständlich sein, was es jedoch nicht ist.
Oder wann haben Sie das letzte Mal eine Dankes-Karte
erhalten?
Bedanken Sie sich wenigstens mit einer kurzen Mail oder SMS,
wenn Sie eine Information, eine Kontaktadresse oder eine
andere Leistung erhalten haben. Sie werden damit angenehm in
Erinnerung bleiben – eine gute Basis für die
Beziehungspflege. Außerdem ist es für Ihren Helfer eine
wichtige Rückmeldung, ob Ihnen die Hilfestellung nützlich
war.
4. Werden Sie selbst
aktiv!
Warten Sie nicht, bis andere Sie zur Mitarbeit auffordern
oder um Unterstützung bitten. Suchen Sie vielmehr selbst
Gelegenheiten, um sich bei anderen zu melden. Dabei muss es
gar nicht immer um Großes gehen. Zeigen Sie einfach durch
kleine Details, dass Ihnen der andere wichtig ist und dass
Sie wissen, womit er sich beschäftigt und was ihn
beschäftigt, beispielsweise:
- Schicken Sie einem
Kollegen einen Fachartikel zu seinem Spezialgebiet oder
eine Internetadresse, die ihn interessieren könnte.
- Empfehlen Sie Bücher,
die Sie mit Begeisterung gelesen haben, oder verschenken
Sie diese gleich.
- Schicken Sie
Geburtstagskarten oder elektronische Karten zu anderen
Anlässen.
- Bei engeren Kontakten:
Schließen Sie die Familie mit ein. Notieren Sie sich,
wenn Sie ein schlechtes Namensgedächtnis haben, auch
Namen (und Alter) der Kinder.
5. Sammeln Sie
Adressen
Sie wissen nie, wann Sie mal eine gute Grafikerin oder
einen EDV-Spezialisten brauchen. Gehen Sie deshalb
sorgfältig mit den gewonnenen Informationen um. Sammeln
Sie Visitenkarten in einer Kartei, oder übertragen Sie
die Informationen in ein (elektronisches) Adress- oder
Kontaktmanagementsystem. Notieren Sie sich dazu – als
Gedächtnisstütze – Ort und Anlass des Kontakts sowie
einen Hinweis auf die Person (wie beispielsweise
besondere Interessen, Werdegang).
6. Networken Sie
zukunftsorientiert
In Krisenzeiten und in Phasen der beruflichen
Neuorientierung zeigt sich, ob Ihr Netzwerk hält, was
Sie sich davon versprochen haben. Dann brauchen Sie
Menschen, auf die Sie sich verlassen können – und die
sind nur vorhanden, wenn Sie vorher etwas für die
Beziehung getan haben. Knüpfen Sie Kontakte also
zukunftsorientiert. Je besser Sie Ihre Ziele kennen,
desto leichter können Sie abschätzen, welche Kontakte
dafür hilfreich sind.
7. Es geht um Menschen,
nicht um Kontakte
Bedenken Sie jedoch bei der Auswahl Ihrer Kontakte
immer: Wenn Sie mit einem Menschen nicht zurechtkommen,
wird daraus nie ein tragfähiger Kontakt werden. Außerdem
kostet Sie die Kontaktpflege dann zu viel Energie.
Suchen Sie sich also Leute, mit denen Sie spontan etwas
anfangen können. Die können ruhig ganz anders sein als
Sie selbst (davon profitieren Sie meist besonders),
aber: Eine gewisse Grundsympathie sollte auf beiden
Seiten vorhanden sein.
Autorin: Susanne Roth
Veröffentlichung
mit freundlicher Genehmigung von:
VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG • http://www.vnr.de
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