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Mund-zu-Mund-Marketing statt Werbung
Wie kommt man zu einer exzellenten
Auslastung seiner Hotelzimmer,
(fast) ohne einen Cent
für Werbung auszugeben und ohne Akquisition?
Indem man systematisch Mund-zu-Mund-Marketing
(genauer gesagt Mund-zu-Ohr-Kommunikation) betreibt, also die
Werbung für seine Leistungen durch die Weiter-Empfehlung
zufriedener Gäste.
Positive Mund-Werbung ist kein Zufalls-Produkt,
sondern kann systematisch aufgebaut und gefördert werden. Fast
noch wichtiger als die Weiter-Empfehlung ist jedoch die Abwehr
negativer Mund-Werbung, denn über schlechte Leistungen redet man
im Durchschnitt elfmal häufiger als über gute Leistungen.
Um positive
Mund-Werbung zu bewirken, nutzt es nichts, wenn Sie sich
allein auf die Außen-Wirkung beschränken. Auch die
Insider-Kommunikation, also das Gerede unter Firmen-Angehörigen
und deren Geschäfts-Partnern, bewirkt Mund-Propaganda.
Die Macht der
Insider-Kommunikation
Flüster-Propaganda,
Gerüchte, Klatsch und Meinungs-Mache bestimmen den
Betriebs-Alltag. Mund-zu-Mund-Marketing beginnt bereits
innerhalb des Unternehmens. Denn wenn erst die Mitarbeiter
schlecht über das Unternehmen reden, dann wird das über kurz
oder lang bis zu den Kunden durchsickern.
Diese werden die Botschaft schleunigst
weitererzählen, denn immerhin stammt die Information aus der
zuverlässigsten Quelle. Es ist unmittelbar einleuchtend, dass
das Gerede innerhalb des eigenen Unternehmens Auswirkungen auf
die Arbeits-Moral, die Verkaufs-Leistung, die Motivation
und somit auf
den Gewinn hat.
Klatsch und Tratsch der Mitarbeiter sind das
wirkungsvollste Instrument der Insider-Kommunikation – sogar
einflussreicher als das Gerede der Führungs-Kräfte. Ein
Rezept zur Ausmerzung solcher Giftspritzen ist radikal:
„Negativ eingestellte Insider können zu Ihrem Untergang führen.
Schaffen Sie sich die, die ständig meckernund
sich beklagen, vom Hals –und zwar möglichst schnell.“
Doch bevor es
soweit kommt, sollte man es erst einmal mit
anderen Methoden versuchen. Jede Miss-Stimmung hat eine Ursache,
die es in Mitarbeiter-Gesprächen zu erkunden und
anschließend zu beseitigen gilt. Die beste
Motivation liegt deshalb im Abbau demotivierender Faktoren,
schreibt Reinhard Sprenger in seinem hervorragenden Buch
„Mythos Motivation“.
Wenn Ihre Mitarbeiter glauben, in einem „Saftladen“ zu
arbeiten, haben Sie
ein ernsthaftes Problem, das umgehend aus der Welt geschafft
werden muss.
Bevor man aber mit dem Finger auf andere
zeigt, sollte man sich die Erkenntnis von Peter Drucker zu
Herzen nehmen:
„Wenn ich
einen Mitarbeiter einstelle und dieser schlechte Arbeit leistet,
dann habe ich einen Fehler gemacht. Ich habe kein Recht, diesem
Mitarbeiter die Schuld zu geben, und kein Recht, mich zu
beschweren. Ich muss erkennen, dass ich einen Fehler
gemacht habe.“
Quelle: Reiner
Kreutzmann
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