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letzte Aktualisierung: 
  28.03.2012

 
 

 
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Alle Mitarbeiter gleich zu behandeln bedeutet ungerecht zu sein!

 

 

Die sieben schwierigsten Mitarbeitertypen - und wie Sie Konflikte mit ihnen vermeiden

In jedem Team gibt es teamfähige und weniger teamfähige Mitarbeiter. Schwierige Mitarbeiter initiieren natürlich häufiger Konflikte. Das Beste aus den Mitarbeitern herauszuholen, gehört zu den wichtigsten und zugleich schwierigsten Führungsaufgaben des Chefs oder Teamleiters.

Denn alle Mitarbeiter sind unterschiedlich und müssen somit individuell behandelt werden: Da gibt es zum Beispiel den Pedanten, der mit Veränderungen kaum klar kommt. Oder den Macher, der besonders für anspruchsvolle Aufgaben eingesetzt werden sollte, jedoch oft auch seine Kollegen bevormundet.

Hierbei jedem Einzelnen gerecht zu werden, erscheint auf den ersten Blick als schier unmögliche Aufgabe. Doch so problematisch ist es nicht: Können Sie einen Arbeitnehmer einem bestimmten Mitarbeitertypus zuordnen, vereinfacht sich die Führungsarbeit erheblich.

  
1. Der Bürokrat und Pedant

Für ihn ist die Welt in Ordnung, wenn alles nach Gesetzen, Normen und Richtlinien verläuft. Er hat ein übersteigertes Sicherheitsbedürfnis, überprüft deshalb seine Ergebnisse mehrmals und arbeitet ohne Gefühl für Effizienz und Produktivität. Er hat große Angst vor Veränderungen. Als Sicherheitsbeauftragter, Buchhalter, Spezialist für den Datenschutz und für alle Aufgaben, die Gesetzes- und Normentreue verlangen, ist er hervorragend geeignet.

So gehen Sie mit ihm um: Meiden Sie gemeinsame Aufgaben mit einem Kreativen oder einem ergebnisorientierten Macher. Diese unterschiedlichen Typen treiben sich gegenseitig in den Wahnsinn. Der Kreative mit seinem Hang zum unbeschwerten Chaos und der Macher, der effizient, zeit- und zielorientiert arbeiten will, passen nicht in die Welt des Bürokraten. Unlösbare Konflikte sind vorprogrammiert.

Wichtig: Bereiten Sie den Bürokraten behutsam auf Veränderungen vor. Nehmen Sie seine Einwände ernst und nehmen Sie ihm Schritt für Schritt die Angst vor dem Neuen. Dann wird er auch empfängliche Kollegen nicht gegen Ihr Veränderungsvorhaben aufbringen.
  

2. Der Choleriker
Auch wenn er ein hervorragender und unter dem Strich umgänglicher Mitarbeiter ist: Seine cholerischen Anfälle, die ihn hin und wieder überfallen, sind krankhaft. Er hat sie nicht unter Kontrolle.

So gehen Sie mit ihm um: Meiden Sie die Zusammenarbeit mit sensiblen und leicht erregbaren Mitarbeitern. Das geht nie gut. Kollegen, die ihm in diesem Moment Kontra geben, bringen den Konflikt zum Eskalieren und sensible Gemüter sind am Boden zerstört. Dem Choleriker tut sein Ausbruch hinterher zwar furchtbar leid, aber das Porzellan ist schon zerschlagen. Weisen Sie ihm also gelassene robuste Kollegen zu.

Wichtig: Während des cholerischen Anfalls hilft nur eine Strategie: Lassen Sie den Choleriker sich auspowern. Am besten, Sie verlassen den Raum. Irgendwann ist die Luft raus und es kehrt wieder Ruhe ein.
  

3. Das Großmaul
Er kann alles, weiß alles, macht alles besser. In Konferenzen und Meetings führt er das ganz große Wort. Er macht oft Versprechungen, was er alles in welcher Zeit locker schafft, hält dann aber nicht Wort.

So gehen Sie mit ihm um: Schlecht geeignet für die Zusammenarbeit mit ihm sind der Macher und der Bürokrat. Der Macher gibt sich nicht mit Worten zufrieden, sondern nur mit Taten und der Bürokrat erbost sich über sein lockeres Hinwegsetzen in Bezug auf Regeln.

Wichtig: Nehmen Sie diese Symptome seines ausgeprägten Minderwertigkeitskomplexes mit Humor. Aber führen Sie ihn straff und weisen Sie ihn immer wieder darauf hin, dass er seine Zusagen einhalten muss. Sonst bleiben Konflikte mit ihm nicht aus.
  

4. Der ehrgeizige Macher
Er ist der Motor eines Teams, arbeitet hart, ist ziel- und ergebnisorientiert und fordert viel von sich, aber auch von anderen. Die Leistung der Kollegen misst er an seinen eigenen hochgesteckten Zielen. Er will mit aller Macht Karriere machen und wird dazu auch seine Ellbogen ohne Rücksicht einsetzen. Ohnmacht, Tatenlosigkeit und Passivität sind für ihn unerträglich.

So gehen Sie mit ihm um: Er arbeitet ungern mit dem Bürokraten, dem Opfer und dem Großmaul. Der Bürokrat ist ihm zu ineffizient und zu wenig zielorientiert, das Opfer zu passiv und das Großmaul zu tatenlos. Aber auch der Kreative kann mit ihm Probleme bekommen, weil er sich zu sehr von ihm "ausgepowert" fühlt. Setzen Sie den Macher für anspruchsvolle Aufgaben ein oder übertragen Sie ihm Sonderaufgaben. Achten Sie darauf, dass er nicht Ihre Führungsaufgaben übernimmt und Kollegen bevormundet.

Wichtig: Greifen Sie ein, wenn er nur noch Alleingänge macht und blind über die meisten Kollegen hinweggeht, weil sie seinen Leistungsansprüchen nicht genügen. Das würde sich negativ auf das Teamklima auswirken.
  

5. Der Intrigant
Er ist die Giftspinne im Team, die still und heimlich ihre Fäden webt: Gerüchte, Anschuldigungen hinter dem Rücken, Meinungsmache.

So gehen Sie mit ihm um: Halten Sie das "Opfer" von ihm fern. Es wartet förmlich darauf, von ihm ins Netz gelockt zu werden. Dem Intriganten fehlt es an Selbstvertrauen, er kompensiert diesen Mangel, indem er sich im Hintergrund wichtig macht. Deshalb: Binden Sie ihn in Entscheidungen ein, stärken Sie sein Wir-Gefühl im Team und zeigen Sie ihm, dass er zur Gemeinschaft gehört.

Wichtig: Schreiten Sie sofort ein, wenn Sie eine Intrige bemerken. Rufen Sie ihn zu einem Vieraugengespräch - je nach Situation beteiligen Sie den Betroffenen - und machen Sie konsequent klar, dass Sie dieses Verhalten nicht dulden.
  

6. Das Opfer
Es ist das "Lamm", dem nur Unrecht geschieht. Sein Selbstvertrauen ist gering.

So gehen Sie mit ihm vor: Stecken Sie es nicht in ein gemeinsames Projekt mit dem Choleriker, dem Macher und dem Intriganten. Diesen Persönlichkeiten ist es nicht gewachsen. Geben Sie dem Opfer Aufgaben, an denen es wachsen kann. Zeigen Sie ihm, dass Sie ihm etwas zutrauen, das gibt ihm Sicherheit und Selbstvertrauen.

Wichtig: Machen Sie sich bewusst, dass das Opferlamm mit seinem Verhalten Aufmerksamkeit erlangen und seine Kollegen bis zu einem gewissen Grad auch unter Druck setzen will. Stellen Sie klar, dass nicht jeder Rücksicht auf das Opfer nehmen und sein Verhalten auf seine Empfindlichkeiten abstimmen kann. Zum Teamgeist gehört nicht nur, Rücksicht zu erwarten, sondern auch, die anderen so zu nehmen, wie sie sind.
 

7. Der Kreative
Der Kreative lebt für die Aufgabe, für die Lösung eines Problems, für das kreative Jetzt und ist nicht unbedingt zielorientiert.

So gehen Sie mit ihm um: Der ungeeignetste Teampartner für ihn ist der Bürokrat. Wie oben erwähnt, ist der Bürokrat zu normtreu für den Kreativen. Aber auch der Macher kann mit dem Kreativen Schwierigkeiten bekommen, weil seine extreme Zielorientiertheit beim Kreativen auf Widerstand stößt.

Wichtig: Engen Sie den Kreativen nicht ein, sonst werden Sie von ihm keine guten Ergebnisse bekommen. Vermeiden Sie - wenn möglich - massiven Zeitdruck und sehen Sie über ein gewisses Chaos in seinem Büro hinweg. Verdeutlichen Sie ihm aber immer wieder, dass er Mitglied eines Teams ist und dann auch kreative Freiheit im Team nicht grenzenlos sein kann.

 

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von: 
VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG  •  http://www.vnr.de

 

 

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