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Das muss jede Führungskraft
beherrschen: Mitarbeiter mit Motiven erreichen
Die (Eigen-)Motivation
von Mitarbeitern ist die Voraussetzung für deren Erfolg
(Performance). Deshalb muss jede Führungskraft dazu fähig sein,
die Motive des Mitarbeiters zu erfragen und ihre Führungsarbeit
auf diese Motive auszurichten. Hierzu eignen sich
Mitarbeitergespräche als hervorragendes Instrument. Dies wird
auch durch die aktuelle Studie der Akademie für Führungskräfte
gestützt. In einer Befragung von 350 Führungskräften wurde das
„Mitarbeitergespräch“ vor vielen anderen Maßnahmen als das
Instrument gehandelt, das am meisten Vertrauen schafft. Wer die
Motive seines Mitarbeiters kennt und ihm die Möglichkeit gibt
diese im Arbeitsumfeld befriedigen zu können (umsetzen zu
können) schafft Vertrauen und gleichzeitig die Voraussetzung für
intrinsische Motivation (Eigenmotivation) und das ist der Garant
für eine hohe Performance (Arbeitsleistung).
Folgendes Konzept einer Ereigniskette ist dazu hilfreich:
Motive → Einstellungen → Zugang zu Ressourcen → Verhalten →
Performance
Die
Performance (Arbeitsleistung) wird vom Verhalten des
Mitarbeiters bestimmt, dieses ist abhängig vom Zugang des
Mitarbeiters zu seinen Ressourcen (Fähigkeiten,
Fertigkeiten, Wissen, Erfahrung), dieser Zugang wird von den
Einstellungen und Haltungen bestimmt, die der Mitarbeiter
hat und diese wiederum hängen seinen Motiven ab.
Eigenmotivierte Mitarbeiter erkennen die Herausforderungen im
Job besser, handeln eigenverantwortlich und nutzen ihre
Spielräume selbstständig. Dies spart der Führungskraft viel
Energie für Kontrolle und Aufrechterhaltung eines Arbeitsdrucks.
Was muss
eine Führungskraft im Gespräch mit dem Mitarbeiter beachten? Die
folgende Kurzbeschreibung ist in der direkten Ansprache einer
Führungskraft formuliert und kann deshalb als persönliche
Checkliste verwendet werden:
Checkliste: Gesprächsverlauf
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Die Besprechung der Motive von Menschen setzt ein
Vertrauensverhältnis voraus, da der Mitarbeiter Persönliches
über sich offen legt. Signalisieren Sie Ihrem Mitarbeiter,
dass Ihnen das bewusst ist und Sie das respektieren. Manche
Mitarbeiter öffnen sich erst im Laufe der Zeit. Haben Sie
deshalb Geduld.
-
Achten
Sie auf die Einhaltung der Feedback-Regeln. Das Gespräch
sollte in einer für beide Seiten angenehmen Umgebung ohne
Störungen von Außen stattfinden. Wählen Sie möglichst eine
neutrale Umgebung (nicht Ihr Büro)
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Lassen
Sie Ihren Mitarbeiter von den 16 möglichen Motiven drei
auswählen, die ihn im beruflichen Kontext besonders
ansprechen.
Die 16 Lebensmotive im Überblick:
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Macht
Erfolg, Leistung, Führung, Einfluss |
Unabhängigkeit
Freiheit, Selbstgenügsamkeit, Autarkie
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Neugier
Wissen, Wahrheit
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Anerkennung
Soziale Akzeptanz, Zugehörigkeit, positiver Selbstwert |
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Ordnung
Stabilität, Klarheit, gute Organisation |
Sparen
Anhäufung materieller Güter, Eigentum
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Prinzipien
Loyalität, moralische charakterliche Integrität |
Idealismus
Soziale Gerechtigkeit, Fairness, Mitgefühl
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Kollegialität
Freundschaft, Kameradschaft
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Fürsorge
„für
einander da sein“ |
Status
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Herausforderung,
Wettbewerb, Konkurrenz |
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Ästhetik
Schönheit, Kunst, Musik, Spaß |
Ernährung
Essen, Nahrung, Sinne, Genuss |
Körperliche Aktivitäten
Fitness, Bewegung, Vitalität, Lebenskraft |
Ruhe
Entspannung, emotionale Sicherheit
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(16
Lebensmotive in Anlehnung an Steven Reiss)
-
Danach
hinterfragen Sie die 3 ausgewählten Motive nach Bedeutung,
Zusammenhang, Priorität und Ausprägung, um ein besseres
Verständnis für die Auswahl Ihres Mitarbeiters zu erhalten.
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Erstellen Sie dann gemeinsam mit ihm eine Ideenliste, was er
tun kann, tun möchte und was Sie als Führungskraft tun
können, damit er seine Motive befriedigen kann. Prüfen Sie
die Ideen aus Umsetzbarkeit und Realitätsnähe.
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Danach
erstellen Sie einen Maßnahmenplan für die Umsetzung
praktikabler Ideen aus der Ideenliste.
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Denken
Sie bitte daran, dass die Umsetzung Zeit in Anspruch nimmt.
Deshalb ist manchmal „weniger mehr“. Ihr Umsetzungsplan
sollte dabei so konkret wie möglich sein. Diese Fragen
können Ihnen behilflich sein:
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„Was
werden Sie tun?“
-
„Wann
werden Sie es tun?“
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„Wird
die Handlung zum gewünschten Ziel führen?“
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„Auf
welche Hindernisse könnten Sie stoßen?“
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„Wer
muss über den Plan informiert werden?“
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„Welche Unterstützung benötigen Sie?“
-
„Wie
und wann werden Sie diese Unterstützung erhalten?“
-
„Welche Punkte haben wir vergessen?“
Bevor eine
Führungskraft beginnt mit den Mitarbeitern über Motive zu
sprechen, sollte sie dies einmal für sich selbst tun. Welche
Motive bewegen mich als Führungskraft im Beruf?
Die eigene
Erfahrung im Umgang mit dieser für manche neuen Art und Weise
der Perspektive schafft ein Verständnis für die Methode und für
eventuelle „Fußangeln“.
Eine
ausführliche Beschreibung der Vorgehensweise finden Sie im Buch
„Neue Impulse für Mitarbeitergespräche“ der SYNK GROUP.
Das Buch ist bestellbar im Online
Buchshop bei
www.book-on-demand.de und im Buchhandel. Es werden dazu auch
Führungskräftetrainings angeboten.
Quelle:
Frank Kübler, Jörg Krauter, Udo Krauß
Neue Impulse für Mitarbeitergespräche
ISBN-10 3-939533-17-3
ISBN-13 3-939533-17-7
SYNK GROUP
Performance & Chance
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Jörg Krauter
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