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letzte Aktualisierung: 
  28.03.2012

 
 

 
Weiterbildungs- und
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Leistungsbeurteilung von Mitarbeitern
 
Die regelmäßige Leistungsbeurteilung ist eine wichtige Aufgabe für Führungskräfte. Mitarbeiter erwarten dabei in aller Regel ein ehrliches Feedback von ihrem Chef. Sie wollen gewöhnlich wissen, wo sie stehen, was der Vorgesetzte von ihnen erwartet, ob sie seinen Anforderungen entsprechen, wie sie die persönliche Leistung verbessern können und wie sie sich beruflich weiterentwickeln können. Eine Führungskraft muss auf solche Fragen eine qualifizierte Antwort geben können. Es reicht nicht, "aus dem Bauch" heraus die Leistung des Einzelnen "irgendwie" einzuschätzen. 

Falls Sie im Unternehmen für Mitarbeitereinsatz zuständig sind, und Leistungsbeurteilungen von Ihnen erwartet werden, sollten Sie daher das Verfahren unbedingt objektivieren und systematisieren. Bauen Sie ein eigenes Beurteilungssystem auf.

Zunächst kommt es für Sie als Führungskraft darauf an, noch vor der regelmäßigen Beurteilung der Mitarbeiter brauchbare Antworten auf folgende Fragen zu finden:
  • Sitzt der richtige Mitarbeiter am richtigen Platz?
  • Eignet sich der Mitarbeiter für die spezielle Aufgabe, die Sie ihm zugedacht haben?
  • Welches Potenzial steckt im jeweiligen Mitarbeiter?
  • Könnten Sie ihm weitere oder andere, möglicherweise anspruchsvollere Aufgaben übertragen?
  • Eignet er sich für einen Aufstieg innerhalb des Unternehmens?
  • Wie könnte der Mitarbeiter die Leistung verbessern, persönliche Stärken ausbauen und Schwächen gezielt vermindern? 
Bevor Sie mit der Beurteilung beginnen, sollten Sie zudem klären, was Sie genau beurteilen wollen. Konzentrieren Sie sich dabei auf Eigenschaften und Fähigkeiten, die aus Ihrer Sicht einen guten Mitarbeiter ausmachen und die für den weiteren Erfolg des Unternehmens ausschlaggebend sind.

Die eigentliche Bewertung sollten Sie nach einer Fünfer-Skala vornehmen, die vollkommen ausreichen, um Ihren Mitarbeitern zu zeigen, wo sie stehen:
  • Note 1 = übertrifft die Anforderungen erheblich
  • Note 2 = übertrifft die Anforderungen
  • Note 3 = erfüllt die Anforderungen
  • Note 4 = erfüllt die Anforderungen nur zum Teil
  • Note 5 = bleibt deutlich hinter den Anforderungen zurück
Im Schlussteil Ihres Beurteilungsbogens sollte schließlich noch Platz für die Festsetzung von Zielen sein, weil die Beurteilung kein reiner Selbstzweck sein darf, sondern dem Einzelnen zeigen soll, welche Ziele er realistisch bei gezielter Verbesserung seiner Leistungen erreichen könnte.

Lassen Sie nach dem Beurteilungsgespräch den Beurteilungsbogen von den Mitarbeitern mit unterzeichnen. Ganz wichtig ist, dass Sie die Beurteilung selbst sehr ernst nehmen müssen, wenn Sie diese als Führungsinstrument konsequent nutzen wollen.

Beurteilungsgespräche sollten halbjährlich oder jährlich erfolgen, denn nur eine regelmäßige Beurteilung setzt einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess in Gang. In der Probezeit empfiehlt es sich, das Beurteilungsgespräch alle ein bis zwei Monate zu führen.

Die objektive Leistungsbeurteilung ist ferner Grundlage für eine gerechte Bezahlung. Doch dazu ein Tipp der Experten: Trennen Sie möglichst Beurteilungsgespräch und Gehaltsverhandlung. Sie wecken so keine falschen Erwartungen bei den Mitarbeitern an ein Beurteilungsgespräch.

 

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von: 
VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG  •  http://www.vnr.de

 

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