
Kommunikation
ist (fast) alles
Ein
Leben ohne Kommunikation ist undenkbar. Ohne sie wären wir
vollkommen orientierungslos. Kommunikation geht deshalb weit über
das hinaus, was wir heute unter dem Schlagwort vom "Zeitalter
der Kommunikation" verstehen, denn hiermit sind in der Regel
nur die elektronischen Medien gemeint. Sie ermöglichen uns zwar
eine schnellere Übermittlung von Informationen als je zuvor,
allerdings handelt es sich auch um eine recht emotionslose
Angelegenheit.
Alle Sinne
Eine wirklich umfassende Kommunikation findet dagegen über alle 5
Sinne (Hören, Sehen, Fühlen, Riechen, Schmecken) und auf den
verschiedensten Ebenen statt - durch das geschriebene bzw. das
gesprochene (aber auch das unausgesprochene) Wort, durch Mimik,
Gestik, Haltung und durch Farben, Formen, Gerüche und Töne.
Klar und wahr
Eine so verstandene Kommunikation mit ihren vielfältigen Möglichkeiten
sollten Sie immer konsequent einsetzen. Ihre
Kommunikationsstrategie sollte auf Klarheit und Wahrheit beruhen.
Sie zielt darauf, Ihr Haus als kommunikatives Lokal oder Hotel
voller Leben zu positionieren.
Natürlich hat man nicht immer die Gelegenheit, einen neuen
Gastronomiebetrieb zu eröffnen und dabei neue Wege zu gehen. Aber
eine neue Strategie sollte man auch bei Umbauten oder Änderungen
des Angebotes entwickeln. Es lohnt sich überdies, die bestehenden
Strukturen regelmäßig zu hinterfragen und sich durch neue Ideen
anregen zu lassen.
Hier einige Gedanken in diesem Zusammenhang, die sich in der
Praxis bereits bewährt haben. Es geht um Kommunikation nach außen,
also mit den Gästen, aber auch um Kommunikation nach innen, also
mit den Mitarbeitern.
| Ideen
für die Kommunikation nach außen |
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Bei
Neu- oder Umbauten sollten Sie wo immer möglich die Wünsche
und Anregungen der Gäste berücksichtigen. Lassen Sie
Ihre Gäste am Baufortschritt durch periodische originelle
Mailings teilnehmen (z.B. durch Beilegen von Skizzen,
Stoff- und Teppichmustern). So entsteht Neugier und
Vorfreude. |
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Lassen
Sie den Gast nicht allzu lang allein, aber bombardieren
Sie ihn auch nicht ständig. 2 bis 4 Mailings pro Jahr, je
nach dem was Sie Neues anzubieten haben, sind optimal. Je
kürzer und spannender Ihre Informationen sind, desto höher
wird die Aufmerksamkeit sein. Streichen Sie Gäste nicht
vorschnell aus ihrer Datei, selbst wenn sie ein paar Jahre
nicht bei Ihnen waren. So bleiben Sie in ihrer Erinnerung
und irgendwann kommen sie selbst wieder oder empfehlen Ihr
Haus weiter. |
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Solange
der Gast im Betrieb weilt, sollten Sie ihm Gelegenheit
geben, Kontakt mit Ihnen zu pflegen. Begrüßen und
verabschieden Sie ihn selbst, so wie Sie es bei Ihren
Freunden halten. |
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Als
besonders wirkungsvoll haben sich zum Beispiel Ausflüge
erwiesen, die der Hausherr persönlich begleitete
(Wandern, Picknicks...). Dabei entstehen viele neue persönliche
Beziehungen oder bereits vorhandene werden vertieft. Durch
Ihr Interesse an den Gästen und an ihrem Wohlergehen können
Sie aus aller erster Hand mehr über Wünsche, Kritik und
Reklamationen erfahren und darauf eingehen. Dabei lernen
sich auch die Gäste untereinander näher kennen. Die
Erfahrung beweist, dass viele Gäste auch später den
Kontakt untereinander pflegen und zu gemeinsamen Besuchen
in den Betrieb zurückkehren. Außerdem werden Fotos
gemacht, ins Album geklebt und zuhause gezeigt - ein
Gratiswerbeträger der Sonderklasse. |
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Telefonische
Anfragen geben Gelegenheit mehr über Betrieb und Angebot
zu erzählen, als eigentlich erfragt wird. Schulen Sie
Ihre Mitarbeiter am Telefon durch entsprechende Seminare.
Freundlichkeit sollte ebenso selbstverständlich sein, wie
das geduldige Eingehen auf Fragen und Wünsche. Das Suchen
von Lösungen muss immer vor einem definitiven Nein
stehen. |
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Bei
schriftlichen Reservierungen ist es wichtig, dass sich
darin der Stil des Hauses deutlich widerspiegelt, nicht
nur im Corporate Design. Statt kommerzielle Floskeln zu
verwenden, formulieren Sie Ihre Briefe persönlich und
eingängig, so dass Sie das Interesse des Lesers wecken.
Und noch etwas: Briefe, E-Mails und Faxe sollten immer
noch am selben Tage beantwortet werden. Wer sich mehr Zeit
lässt, riskiert es, den Gast an einen schnelleren
Konkurrenten zu verlieren. |
| Ideen
für die Kommunikation nach innen mit Mitarbeitern |
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Investieren
Sie Zeit in die glasklare Information ihrer Mitarbeiter.
Das zahlt sich aus. Eine sorgfältige Einführung,
monatliche Coachings, periodische Weiterbildung und tägliche
Briefings sind Voraussetzung einer funktionierenden
Kommunikation. Gut informierte Mitarbeiter sind Ihre
besten Vertreter vor dem Gast und in der Öffentlichkeit. |
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Halten
Sie deshalb grundlegende Informationen wie Geschäfts- und
Mitarbeiterpolitik oder die wichtigsten Geschäftszahlen
nicht geheim. Nur Mitarbeiter, die informiert sind, können
sich mit Ihrem Betrieb identifizieren. |
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Vergessen
Sie nie: Kommunikation ist keine Einbahnstrasse. Sie lebt
immer vom ehrlichen Austausch. |
| Einige
Anmerkungen zur Kommunikationstechnik |
| Was
müssen Sie berücksichtigen, damit Ihre Botschaft so
ankommt wie Sie sie senden und der Empfänger entsprechend
reagieren kann? |
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Überlegen
Sie im Vorfeld genau, was Sie übermitteln wollen! Was ist
das Ziel Ihrer Botschaft? |
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Stellen
Sie eine Verbindung zu Ihrem Gesprächspartner her.
Sprechen Sie ihn mit seinem Namen an und sehen Sie ihm im
direkten Gespräch freundlich in die Augen! |
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Vergewissern
Sie sich seiner Aufmerksamkeit! Wenn Sie z.B. Ihrer
Servicemitarbeiterin die gerade in eine wichtige Arbeit
vertieft ist, im Vorbeieilen einen Auftrag erteilen, wird
er schwerlich richtig bei ihr ankommen! |
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Erklären
Sie die Dinge immer in Ruhe, da sich sonst Ihre Nervosität
überträgt und die Fehlerquote steigt! |
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Äußern
Sie sich klar und eindeutig! Wer muss was, wie und bis
wann erledigen? |
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Fragen
Sie nach, ob das, worum Sie gebeten haben, möglich ist
(Feedback)! |
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Verlangen
Sie nichts Unmögliches! Alles braucht seine Zeit! |
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Bringen
Sie Ihr Lächeln und Ihren Humor mit ein! |
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Ein
spontanes Dankeschön wertet jede Kommunikation auf. |
Natürlich
sind dies nur einige Anregungen, die längst nicht die gesamte
Vielfalt der Kommunikation umfassen. Gerade bei umfangreichen
Vorhaben, größeren Schwierigkeiten etc. kann es sich lohnen
einen Kommunikationstrainer in Ihren Betrieb einzuladen.
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