| Home | Sitemap  | AGB´sKontakt/Impressum 

 

  Newsletter
  anmelden
| abmelden

 
   Kunden-Nutzen  |  Seminare  |  Leistungen   | Über uns |   Presse

    Dies & Das
 Offene Seminare
 Nichtraucherregelung
 Kundenbegeisterung
 Gastlichkeit im Radio
 Podcast-Sinn u. Zweck
 Podcast-Über die Zeit
 Speiseöle
 Mundgeruch - was tun?
 Mitarbeiter-Akademien

 
letzte Aktualisierung: 
  28.03.2012

 
 

 
Weiterbildungs- und
  Betriebsberatungsges.m.b.H.
  Im Weideland 8
  4060 Leonding
  Tel.: 0732/772267
  Fax: 0732/772267-50
office@gastlichkeit.at
  

 

     

 

 

 

 
Körpersprache bei Verhandlungen
 
 
 
 
 
Körpersprache bei Verhandlungen
 
Kann bei Verhandlungen tatsächlich die Entschlüsselung der Körpersprache des Gegenübers von Bedeutung sein, also beispielsweise das Wissen, warum jemand beim Sprechen immer den Kopf bewusst gerade hält oder ihn möglicherweise ständig devot zu Seite neigt?
 
Andreas Winheller – ein "Harvard-Verhandlungs-Trainer",
der sich unter anderem beim weltberühmten Pantomimen Professor Samy Molcho über Körpersprache unterrichten ließ – ist sich ziemlich sicher, dass dieses Wissen bei Verhandlungen durchaus entscheidend sein kann. Für ihn, den Verhandlungsprofi, ist es nämlich keineswegs einerlei, ob zum Beispiel jemand beim Betreten des Raumes kurze oder lange Schritte macht.

Vielleicht mögen Sie das Typisieren und Ausspähen von Menschen nicht besonders; unter anderem deshalb, weil Sie meinen, dass auch professionelle Verhandlungen überraschend und kreativ in Verlauf und Ausgang bleiben sollten und man sich durch vermeintliches "Geheimwissen" über Schwächen des anderen auch ein wenig die eigenen Spontaneität verbaut.
 
Die Vorphase ist ein wichtiger Faktor
Wie auch immer – Andreas Winheller hat allein schon auf Grund seiner Profession naturgemäß eine andere Sicht der Dinge. Für den Verhandlungs-Trainer liegt bei Verhandlungen der mitbestimmende Faktor über Erfolg oder Misserfolg in der so genannten "Vorphase", also noch vor Beginn des eigentlichen Gespräch und vor dem "Smalltalk", nämlich dann wenn der Gesprächspartner den Raum betritt, aber noch nichts gesagt hat. Deshalb sollte man auch – wie der Verhandlungstrainer meint – einen Besucher möglichst nicht selbst am Eingang abholen, sondern ihn von einem Mitarbeiter ins Zimmer geleiten lassen.
 
Kleinschrittler
Winheller glaubt beispielsweise genau zu wissen, was es bedeutet, wenn ein Besucher bereits in der Tür zum Verhandlungsraum "hängen bleibt", also sichtbar stockt oder zunächst nur wenige Schritte in den Raum macht. Das sind für ihn eindeutige Zeichen einer "defensiven Grundhaltung". Der andere wage nur vorsichtig, Ihr Territorium zu betreten. Entweder sei er kein selbstbewusster Mensch, oder er fühle sich in der Verhandlungsarche selbst in einer schwachen Position. Winhellers Formel dazu: "Kleine Schritte = kleine Position". Wer mit auffallend kleinen Schritten daherkomme, wolle die Dinge meist in kleinen Schritten klären. Die "Kleinschrittler" lieben häufig die Details. Winheller: "Für sie ist  nicht ungefähr 14% bedeutend, sondern exakt 13,75%."
 
Den eigenen Körper bewusst einsetzen
Noch entscheidender als die Entschlüsselung der Körpersprache des anderen ist aus der Sicht des  Verhandlungsprofis indessen Ihre eigenen Antwort, die Sie mit dem Körper oder verbal geben. Kennen Sie die Körpersprache des anderen, können Sie Ihre Reaktion darauf abstellen. Wenn Sie beispielsweise wissen, dass jemand unsicher ist, könnten Sie den "Schwachen" später in den Verhandlungen leicht testen, indem Sie ihn etwas stärker unter Druck setzten. Beispiel: "Diese drei Positionen sind für mich nicht verhandelbar." Reagiert der andere nachgiebig, könnten Sie, sofern es sinnvoll erscheint, nachsetzen, meint Winheller.
 
Falls Sie hingegen eine kooperative Verhandlungs-Strategie bevorzugen, sollten Sie dem "Zauderer" die Verhandlung mit einer einladenden, partnerschaftlichen Körpersprache erleichtern. Winheller: "Öffnen Sie Ihre Arme, zeigen Sie die Handinnenflächen, halten Sie den Kopf leicht geneigt, und lächeln Sie." Gerade unsichere Menschen würden dankbar reagieren, wenn man sie derart "auffangen". 
 
Der selbstbewusste Dynamiker
betritt hingegen vermutlich Ihr Büro mit großen Schritten, gerader Körperhaltung und schwunghaften Armbewegungen. Winheller: "Große Schritte = große Linie". Seine Körpersprache signalisiert: Ich fühle mich auch auf fremdem Territorium sicher genug. Bei ihm würde direkter Druck wahrscheinlich zu einer destruktiven Eskalation führen, meint Winheller. Der "Großschrittler" erwartet von seinem Gegenüber attraktive Ziele, Visionen, das "große Ganze", Metaphern, bildhafte Darstellungen und möglichst keine kalte Routine oder abgegriffene Standardprozeduren.
 
 
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von: 
VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG  • 
http://www.vnr.de

 

 

zurück zur Ausgangsseite

zum Seitenanfang

  2012 by Gastlichkeit & Co. Optimiert für eine Auflösung von 1024 x 768 Pixel.