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Erfolgreiche Betriebe brauchen engagierte Mitarbeiter

 

Innere Kündigung oder Dienst nach Vorschrift 
  

Jeder Vierte verweigert seine volle Leistung
(nach einer Studie von Prof. Ulrich Krystek, Deutschland)

Mitarbeiter, die nur noch das Nötigste tun und keinerlei Engagement für das Unternehmen zeigen, stellen eine große Belastung dar. Die tatsächlichen finanziellen Schäden durch "innere Kündigung" dürften schwer zu errechnen sein. Nehmen Sie daher einfach einmal die gesamten Lohnkosten Ihrer Mitarbeiter samt Lohnnebenkosten und teilen Sie diese durch vier. Wenn die Studie von Professor Ulrich Krystek stimmt, dann können Sie davon ausgehen, dass der vorhandene Schaden ziemlich genau dieser errechneten Summe entspricht.

Die fünf wesentlichsten Folgen der inneren Kündigung:

1. Wichtige kreative Potentiale gehen ihnen im Wettbewerb um den Erfolg verloren.
2. Auf Dauer sinkt das Leistungsniveau aller Mitarbeiter, denn: Warum sollen sich die einen anstrengen, wenn sich die anderen ausruhen dürfen?
3. Ihre Kosten schnellen in die Höhe, denn Sie brauchen mehr Mitarbeiter, um die Arbeit erledigt zu bekommen.
4. Die Beschwerden Ihrer Gäste nehmen zu, denn diese erwarten heute bedeutend mehr, als Dienst nach Vorschrift. Umsatzeinbußen sind die Folge.
5. Es fällt Ihnen schwer, neu engagierte Mitarbeiter zu finden, denn es spricht sich relativ schnell herum, welche Unternehmen zu den kreativen Aufsteigern mit hohem Leistungsniveau gehören oder zu welchem Unternehmen man gehen kann, um sich ein "schönes Leben" zu machen.

Die gute Nachricht
Innere Emigranten werden gemacht, nicht geboren. Es liegt an Ihnen als Unternehmer, Dienst nach Vorschrift in Ihrem Betrieb nicht zur Wirklichkeit werden zu lassen. 
  

Diese Führungsfehler führen zu innerer Kündigung:
Sie machen Ihren Mitarbeitern Zusagen, die Sie später nicht einhalten können.
Sie sind zu ihren Mitarbeitern nicht ehrlich und gestehen eigene Fehler nicht ein.
Die Mitarbeiter werden unzureichend über die Erwartungen bezüglich der jeweiligen Leistungsanforderungen informiert. Dies hält Sie jedoch nicht davon ab,  bestimmte Leistungen einzufordern.
Ihnen ist die Suche nach Schuldigen wichtiger als das Lernen aus Fehlern.
Sie führen keine regelmäßigen Mitarbeitergespräche (Orientierungsgespräche), in denen Sie Ihren Mitarbeitern offene Rückmeldung zu positiven und negativen Leistungen geben.
In kritischen Situationen stellen Sie sich nicht schützend vor die Mitarbeiter, sondern wälzen auch noch Dinge, die nicht so gut gelaufen sind, auf die Belegschaft ab.
Sie sind zu wenig konsequent bzw. zu großzügig bei Übertretungen der Spielregeln und Vereinbarungen.
Persönliche Probleme Ihrer Mitarbeiter sind Ihnen unwichtig.

 

Was Sie bei konkreten Fällen von innerer Kündigung tun können.

1. Sprechen Sie mit dem Mitarbeiter

Prüfen Sie den Sachverhalt sorgfältig und sprechen Sie den Mitarbeiter auf das Thema an. Machen Sie dem Mitarbeiter deutlich, was Sie von ihm erwarten und treffen Sie unmissverständliche Leistungsvereinbarungen mit ihm. Streichen Sie heraus, dass Sie nicht damit zufrieden sind, wenn der Mitarbeiter das Nötigste tut, sondern bestehen Sie darauf, dass der Mitarbeiter das Beste gibt!

Liegt der Grund für den "Dienst nach Vorschrift" in Ihrem eigenen Fehlverhalten begründet, dann geben Sie den Fehler offen zu und arbeiten Sie umgehend an der Wiederherstellung des Vertrauens.
  

2. Konsequent bleiben
Bleiben Sie am Ball und belassen Sie es nicht bei dem Gespräch. Nach den Worten müssen auch sichtbare Taten folgen. Haben Sie ein aufmerksames Auge auf die Arbeitsleistung Ihres "Schützlings". Wenn Sie locker lassen, haben Sie verloren, soviel steht fest. Wenn eine positive Veränderung spürbar ist, loben Sie sofort und zeigen Sie ehrliche Freude über den Gesinnungswandel. wenn Sie dies verabsäumen, wird die innere Kündigung gefestigt und Sie haben nur mehr die Möglichkeit den Mitarbeiter zu entlassen.
  
3. Offensiv die Grenzen ziehen
Wenn all Ihre Versuche den Mitarbeiter wieder ins Boot zu holen fehlschlagen, dann müssen Sie ein Exempel statuieren. Ein einziger fauler Apfel wird den schönsten Früchtekorb von innen her aufweichen und verderben.
Mögliche Konsequenzen können sein:
die Übertragung minderwertiger Aufgaben
Gehaltskürzung (Vorsicht auf die Gesetzeslage achten!)
Versetzung

Abmahnung

schließlich die Kündigung

 

Wichtig
Drohen Sie die Maßnahmen nicht nur an, sondern führen Sie diese auch durch. Konsequenz wird von Ihren Mitarbeitern als Stärke gesehen werden. Inkonsequenz als deutliches Zeichen von Schwäche. Und welcher Mensch arbeitet schon gerne für einen Schwächling?

 

 

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