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Geschäftsreisende
Sie wollen nicht, Sie müssen.
Ob
Sie sich mit Firmenangehörigen, Kunden oder Lieferanten treffen,
ob Sie eine
Messe, Tagung, Fortbildungs- oder Prämienveranstaltung besuchen,
es ist immer eine
Geschäftsreise. Selten werden Sie sich aus rein persönlichen
Motiven dazu aufmachen,
schon eher werden Sie geschickt. Im Grunde brauchen Sie dann aber
die gleichen oder
zumindest ähnliche Leistungen wie jeder andere Tourist auch. Ein
wichtiger Unterschied:
Sie
reisen nicht in Ihrer Freizeit, wahrscheinlich auch nicht an einen
Urlaubsort,
sondern in ein wirtschaftliches Zentrum, und Sie müssen das auch
nicht selbst bezahlen.
Für die Leistungsträger in unserem Land ist das höchst
willkommen, denn es bedeutet,
dass sie teure Business-Tarife bezahlt bekommen. Mit den 30–40 %
Geschäftsreisen
machen viele Anbieter denn auch 60–70 % ihres Umsatzes.
Wer
geht auf Geschäftsreise?
Vor allem der Vertrieb, und es gilt: Je
höher die Position,
desto mehr Geschäftsreisen. Die Hälfte der Reisekosten wird für Hotel,
Flug, Bahnreise und Autovermietung bezahlt. Fast ein Viertel aller
Geschäftsreisen
geht ins Ausland, und zwar so gut wie immer mit dem Flugzeug. So
ist der
Geschäftsreisende ein umworbener Kunde, dem die
Fluggesellschaften das Ticket gerne
direkt, ohne Provisionszuschlag verkaufen, um den sich die
Hotellerie mit Kooperationen
bemüht, damit er weltweit unter dem gleichen (Marken-)Dach schläft,
und den Mietwagenunternehmen
in Zusammenarbeit mit Fluggesellschaften mit Vorzugskonditionen
locken. Die Deutsche Bahn AG stellt zum Beispiel Telefon, Fax und
Fernsehen zur Verfügung und
Kreditkartengesellschaften Corporate Cards.
Man
darf allerdings nicht übersehen, dass auch die Firmen sparen, wo
es geht, und da
stehen Geschäftsreisen ganz oben an. Expandierende Unternehmen können
trotzdem
künftig nicht auf Geschäftsreisen verzichten und selbst
Videokonferenzen werden sie
nicht ersetzen, weil einfach der persönliche Kontakt fehlt.
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