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Die 20 größten Fitness-Irrtümer

Der Tourismus schwimmt auf einer Fitness-Welle. Da ist es gut, wenn auch der Gastronom und seine Mitarbeiter ihren Gästen die richtigen Empfehlungen geben können. Allerdings sollten die Ratschläge richtig sein, denn jeder kann mitreden, jeder hat ganz besondere Erfahrungen, jeder schwört auf seine eigenen kleinen Geheimnisse. Schade nur, dass dabei so viele Dummheiten herauskommen! Die 20 größten Fitness-Lügen und was wirklich stimmt:

1. Wer einen Waschbrettbauch hat, ist topfit.
Da trügt oft der sexy Schein. Denn Krafttraining allein bringt noch keine Ausdauer. Wer es einseitig betreibt, kann im Gegenteil sogar gesundheitlich Schaden nehmen - etwa am Rücken.

2. Isotonische Getränke sind nach dem Sport am besten.
Quatsch!
Um den Verlust an Flüssigkeit und Elektrolyten (Säuren, Basen, Salze) auszugleichen, reichen Mineralwasser und eine Apfelsaft-Schorle völlig aus.

3. Bei Rückenschmerzen darf man keinen Sport treiben.
Doch. Selbst bei einem Bandscheibenvorfall sind Übungen unter fachlicher Anleitung (Arzt fragen) erlaubt. Bei einfachen Verspannungen: Rückenschwimmen, Gymnastik, Laufen.

4. Light-Produkte sorgen für eine gute Figur.
Dicker Trugschluss! Garantiert 40% weniger Kalorien haben nur Lebensmittel mit der Aufschrift ~kalorienreduziert". Außerdem enthalten Light-Produkte häufig Fett- und Zuckerersatzstoffe, die den Hunger erst richtig ankurbeln.

5. Ein Mal pro Woche trainieren reicht aus.
Ein Mal ist keinmal. Optimal: drei Mal die Woche. Minimum: zwei Mal. Und am besten eine knappe Stunde, denn erst ab dreißig Minuten schaltet der Körper von Kohlenhydrat- auf Fettverbrennung um. Eine US-Studie: Wer nur hin und wieder, dann heftig trainiert, gefährdet sein Herz.

6. Je öfter man sich auspowert, desto fitter wird man.
Von wegen! Wer dem Körper täglich Höchstleistungen abfordert, schadet ihm. Man braucht Pausen, um sich zu regenerieren. Mindestens einen Ruhetag einschieben.

7. Muskelkater beweist, dass man hart trainiert hat.
Nein. Muskelkater ist ein Zeichen für winzige Verletzungen in den Muskelzellen. Sie können auch entstehen, wenn man nach langer Pause neu einsteigt oder vorher keine Stretching-Übungen gemacht hat.

8. Ordentlich schwitzen verbrennt Fett.
Stimmt nicht. Wer schwitzt, verliert Wasser. Für optimale Fettverbrennung sorgt Ausdauer-Training, Schwimmen, Laufen, Radfahren (s. auch Punkt 5).

9. Rumpfbeugen sind gut für den Rücken
Nein! Sie belasten die Wirbelsäule viel zu sehr. Besser: Im Vierfüßlerstand die Wirbelsäule nach oben drücken.

10. Hausarbeit reicht, um sich fit zu halten.
Nein. Denn leider ist sie oft sehr einseitig - und damit gerade nicht gesund.

11. Beim Joggen wird man schneller schlank als beim Walking.
Eine Studie der Uni Mailand belegt das Gegenteil. Danach verbrannten Frauen im Gehen auf dem Laufband mehr Kalorien als beim Joggen - wenn das Band so steil eingestellt war, dass der Puls ordentlich in die Höhe ging.

12. Aerobic sorgt für straffe Muskeln.
Nein. Aerobic ist eher Ausdauer als Krafttraining. Weil Fett verbrannt wird, treten die Muskeln nur deutlicher hervor.

13. Mit Sport nimmt man auf jeden Fall ab.
Nicht mit Sport allein. Zusätzlich auf fettarme Ernährung umsteigen.

14. Wenn ich Sport treibe, kann ich weiteressen wie bisher.
Zwar wirkt sich Sport positiv aufs Immunsystem aus. Wer rundum fit sein will, muss aber auch auf vollwertige Ernährung achten: Viel Gemüse und Obst.

15. Je schwerer die Hanteln, umso wirksamer das Training.
Das gilt auf keinen Fall für Anfänger. Verletzungsgefahr! Viel besser: leichte Gewichte nehmen, dafür die Übungen öfter wiederholen.

16. Fett lässt sich wegmassieren.
Schön wär's. Massagen per oder mit Spezial-Geräten fördern zwar die Durchblutung. Ihr Fett kriegen Sie damit nicht weg.

17. Radfahren macht impotent.
Entwarnung! Sportmediziner wie Dr. Ingo Froböse von der Sporthochschule Köln halten diese Befürchtung nach zahlreichen Studien für widerlegt.

18. Nur mit Eiweiß-Präparaten wird man richtig fit.
Prof. Klaus Völker vom Institut für Sportmedizin, Münster: Wer sich mit gesunder Mischkost ernährt bekommt auf jeden Fall genügend Eiweiß."

19. Schnelles Jogging ist am effektivsten.
Falsch. Nur wer so läuft, dass er sich dabei noch unterhalten kann, verbrennt Fett.

2O. Für ältere Menschen hat es keinen Sinn, mit Sport anzufangen.
Im Gegenteil. Studien zeigen, dass Training auch jenseits der 60 Alterungsprozesse und Kräfteverfall erheblich verzögert und die geistige Fitness fördert. Fachleute empfehlen Sportarten, die den ganzen Körper trainieren: Wandern, Walking, Schwimmen, Tanzen, Skilanglauf. Vorher vom Arzt durchchecken lassen.

Gerade als Gastronom sollten Sie regelmäßig Sport treiben. Sie arbeiten mitunter unter sehr gesundheitsfeindlichen Bedingungen. Sonnenlicht und Bewegung ist gut für den Körper, das dürfen Sie ruhig glauben!

 

 

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