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Einfacher arbeiten - besser leben!
Aufgeschobene Aufgaben gehören zu
den großen Energiefressern unseres Arbeitsalltags. Denn diese
verdrängten Pflichten begleiten Sie bei allem, was Sie tun:
unsichtbar als ein "Ich muss noch ..." im Hinterkopf – und
sichtbar in Form von vorwurfsvollen Stapeln auf dem
Schreibtisch. Befreien Sie sich davon!
Und da es – wie fast alles im richtigen Leben, so auch das
Befreien – mit Motivation viel einfacher geht: Hier drei Tipps,
wie Sie sich dazu die nötige Motivation verschaffen.
Überzeugen Sie sich von der
Dringlichkeit des Wichtigen
Warum tun Sie etwas, und warum tun Sie anderes nicht? Im
Hintergrund steht meist die Frage nach den Konsequenzen. Erst
wenn Sie das Gefühl haben, dass die Konsequenzen bei
Nichterledigung unangenehmer ausfallen als die Erledigung
selbst, raffen Sie sich dazu auf, die Sache in Angriff zu
nehmen.
Deshalb schieben Sie so häufig vor allem wichtige, aber nicht
dringende Aufgaben auf. Die wichtigen Aufgaben sind häufig
komplex, schwer zu fassen und zu bearbeiten (also unangenehm),
aber nicht dringend (also ohne direkte Konsequenzen, wenn sie
aufgeschoben werden). Was tun? Setzen Sie Ihren Verstand und
Ihre Fantasie ein, und machen Sie sich ganz konkret die
langfristigen Konsequenzen bewusst:
Denken
Sie z. B. an die summierte Zeit- und Energieverschwendung, wenn
Sie sich nicht einmal die Zeit nehmen, Ihr Ablagesystem von
Grund auf durchzuchecken/umzustellen.
Denken
Sie an den Stillstand, der Ihrer Abteilung langfristig droht,
wenn Sie jetzt nicht ausreichend Zeit in strategische
Überlegungen/die Erneuerung investieren.
Denken
Sie an Ihren persönlichen Stillstand (= Rückschritt), wenn Sie
jetzt nicht konsequent Zeit in Ihre Weiterbildung investieren.
Motivieren Sie sich positiv
Das Ganze funktioniert auch andersherum: indem Sie sich die
positiven Ergebnisse Ihres Handelns vorstellen, die Freude am
Gelingen also. Wenn die positiven Konsequenzen den mühsamen Weg
dorthin aufwiegen, werden Sie ihn motiviert gehen! Stellen Sie
sich beispielsweise ganz konkret vor, wie angenehm es ist ...
.. vor
einem aufgeräumten Schreibtisch zu sitzen und Unterlagen schnell
ablegen sowie sofort wieder finden zu können – das motiviert zu
einer Überholung Ihres Ablagesystems!
.. abends
eine Stunde früher nach Hause zu gehen, und das mit einem guten
Gefühl – das motiviert Sie, diese vor Ihnen liegende lästige
Aufgabe zügig abzuschließen.
Machen Sie das Wichtige
dringlich
Wenn Sie sich nicht allein auf Ihre Fantasie verlassen
möchten, können Sie wichtige Aufgaben auch absichtlich
"dringend" machen. Das funktioniert am besten, indem Sie eine
andere Partei mit einschalten. Fragen Sie deshalb immer nach
einem Termin, wenn Sie eine Aufgabe übernehmen. Oder delegieren
Sie einen Teil der Aufgabe so, dass Sie bis zu einem bestimmten
Termin gewisse Vorarbeiten abgeschlossen haben müssen.
Das ist jedoch kein Plädoyer dafür, Aufgaben so lange zu
ignorieren, bis Sie sie unter höchstem Termindruck erledigen
müssen! Das mag bei kleinen, berechenbaren Routinearbeiten
funktionieren; bei komplexeren Aufgaben leidet fast immer die
Qualität darunter.
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von:
VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG •
http://www.vnr.de
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