So erreichen Sie
mehr Durchsetzungskraft
Beruflicher
Aufstieg ist meist mit Personalverantwortung verbunden. Als
Vorgesetzter brauchen Sie eine gehörige Portion Autorität, um
sich bei Ihren Mitarbeitern durchzusetzen. Im Idealfall sollte
sich diese Autorität aber nicht einfach nur aus der höheren
Position heraus ergeben. Im Folgenden lesen Sie
Verhaltensweisen, die aus einem Vorgesetzten eine
Führungspersönlichkeit machen.
Schaffen Sie
Spielräume
Lassen Sie Ihre Mitarbeiter selbstständig handeln und entscheiden.
Beschränken Sie sich auf die Führung des delegierten Bereichs.
Geben Sie Ihren Mitarbeitern dazu jeweils einen fest umgrenzten
Aufgabenbereich mit den entsprechenden Kompetenzen, innerhalb
dessen sie verpflichtet sind, selbstständig zu handeln und zu
entscheiden.
Stehen Sie zu Fehlern
Sie haben Erfolg, wenn Sie eigene Fehler zugeben. Denn aus Fehlern
lernen wir. Gehen Sie also mit gutem Beispiel voran, dann werden
auch Mitarbeiter zu Ihnen kommen, wenn sie einen Fehler gemacht
haben.
Entscheiden Sie
Nach Abwägen von Pro und Contra müssen Sie eine Entscheidung
durchsetzen. Machen Sie keinen Rückzieher. Begründen Sie
stattdessen nachvollziehbar Ihre Position. Eine gute
Führungskraft trifft gerne Entscheidungen. Wenn Sie als
Vorgesetzter etwas Erforderliches nicht durchsetzen, verlieren
Sie Autorität.
Begeistern Sie Ihr Team
Als guter Vorgesetzter sind Sie begeistert: von Ihrer Firma, den
Produkten oder Dienstleistungen und von Ihren Mitarbeitern. Sie
freuen sich auf zukünftige Herausforderungen. Aber Achtung! Ihre
Begeisterung muss immer ernsthaft und aufrichtig sein.
Seien Sie offen
und ehrlich
Wer sagt, ehrliche Vorgesetzte seien zu naiv, Mitarbeiter zu
führen, der irrt. Im Gegenteil: Wer als Vorgesetzter offen und
ehrlich ist, gewinnt Vertrauen.
Packen Sie mit an
Legen Sie auch mal selbst mit Hand an, wenn beispielsweise ein
dringender Auftrag raus muss oder damit alle rechtzeitig nach
Hause kommen. Seien Sie sich für diese Arbeit an der Basis nicht
zu schade.
Urteilen Sie ohne Vorurteil
Vermeiden Sie Schubladen-Denken. Die rosa Hemden Ihres
Mitarbeiters sagen nichts über seinen Charakter und auch der
Körperumfang steht in keinem Verhältnis zur Leistungsfähigkeit
der Kollegin. Bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil. Überprüfen Sie
als Übung dafür Ihre letzte Personalentscheidung. Was hat sie
beeinflusst, sind Zweifel aufgekommen oder war das die beste
Entscheidung, die Sie treffen konnten?
Zeit für Mitarbeiter
Widmen Sie den Bedürfnissen Ihrer Mitarbeiter 20 % Ihrer Zeit.
Sprechen Sie mit Ihnen und haben Sie ein offenes Ohr für ihre
Probleme. Leiten Sie Verbesserungen ein.
Den Überblick behalten
Als Vorgesetzter sollten Sie über alle Ereignisse um Sie herum
Bescheid wissen. Rufen Sie z. B. mal einen Kunden selbst an,
fahren Sie mit dem Außendienst zum Kunden oder machen Sie einen
Betriebsrundgang. Das ist wichtig, um die "Bodenhaftung" nicht
zu verlieren.
Bleiben Sie objektiv
Am Arbeitsplatz entstehen Freundschaften. Sie als
Führungskraft sollten sich am Arbeitsplatz distanziert verhalten
und angemessenen Abstand auch zu befreundeten Mitarbeitern
wahren.
Übernehmen Sie Verantwortung
Stehen Sie als Vorgesetzter immer hinter Ihrem Team, auch wenn
etwas schief geht.
Zusatz-Tipp:
Schreiben Sie 5 Fehler auf, die Sie in den letzten 12 Monaten
gemacht haben. Gewichten Sie sie und notieren Sie, was Sie
daraus gelernt haben.
Veröffentlichung
mit freundlicher Genehmigung von: VNR
Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG •
http://www.vnr.de
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