Schlüsselkompetenz der Führungskraft:
Demotivation der Mitarbeiter vermeiden
Wenn die
Fragestellung sich verändert, wird auch das Ziel der Führung ein
anderes. Führen ist dann nicht mehr Motivieren, sondern bedeutet
Demotivation vermeiden. Eine große "Möglichkeit" Demotivation
auszulösen, hat der direkte Vorgesetzte. Das antreibende
Verhalten, wobei dem Mitarbeiter dauernd ein "Appetithappen" vor
die Nase gehalten wird, hat mittel- und langfristig einen
demotivierenden Einfluss auf die Mitarbeiter.
Der Draht zum Mitarbeiter
Fehlt der richtige Draht zum Mitarbeiter, geht nichts. Bestehen
Probleme auf der Beziehungsebene, so gehen beim Kommunizieren
viele Mitteilungen verloren, welche die inhaltliche Aussage
völlig verändern können.
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"Gedacht ist nicht gesagt,
gesagt ist nicht gehört,
gehört ist nicht verstanden,
verstanden ist nicht einverstanden."
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Eine Führungskraft,
die sich erregt: "Das habe ich Ihnen schon hundert mal gesagt",
muss davon ausgehen: Das hat der Mitarbeiter auch schon
hundertmal nicht gehört.
Auch
wenn dieses Verhalten nicht böswillig geschieht, ist es meist
nur den Mitarbeitern bewusst. Der Führungskraft selbst ist dies
nicht bewusst, weil sie nicht zuhört, keine Rückmeldung fordert.
Solche Abwertungen prägen sich beim Mitarbeiter auf lange Zeit
ein.
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Hauptgründe für Demotivation
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Pedanterie
Die zwanghafte Ordnungsliebe des Chefs. Der Druck, alles immer gleich
zu tun. Eine andere Betrachtungsweise wird nicht zugelassen. Dies alles
führt zu einem passiven Verhalten des Mitarbeiters. |
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Mangelnde Glaubwürdigkeit
Die Zuckerbrot- und Peitsche-Mentalität. Der Mitarbeiter weiß nicht,
woran er ist. |
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Nicht-Zutrauen
Nicht-Zutrauen eigenverantwortlicher Arbeit (der Chef greift oft und
gerne ein), der Chef weiß und kann immer mehr, übertriebene Kontrolle,
geringe Leistungserwartung.
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Unterforderung der Leistungsfähigkeit
In Umfragen
mit dem Inhalt: "Was veranlasst die Teilnehmer sich an
Preisausschreiben zu beteiligen?" wurde festgestellt, dass die
Art der Aufgabe bedeutend wichtiger ist, als die Art der
Gewinne. Es muss eine erkennbare Leistung vom Konsumenten
abgefordert werden.
Wenn
wir aber keine Beweggründe haben, artet das schnell in
Langeweile aus. Ist es uns langweilig, so suchen wir ein
Problem, das wir lösen können. Bei der Arbeit führt dies zum
Intrigieren, Sabotieren, Lamentieren oder zum Auslösen eines
Streits.
Leistung vereinbaren und einfordern
Menschen kann man nur so akzeptieren, wie sie sind. Man kann
sie nicht verändern. Das heißt aber nicht, dass man nicht eine
Leistung vereinbaren und diese kontrollieren soll. Die Leistung
muss aber gemeinsam vereinbart werden. Oft sind Dialoge
einseitig. Es darf sich nicht nur um eine Information handeln,
um die Vorgabe eines Zieles. Das Ziel muss immer gegenseitig
beschlossen werden, dann gibt es keine Motivationsprobleme.
Mitverantwortung des Mitarbeiters
Viele
Vorgesetzte sind der Meinung, sie müssen alles ein bisschen
besser können als ihre Mitarbeiter. Solche Chefs glauben, es
geht nichts mehr, wenn sie das Haus verlassen oder gar in Urlaub
fahren. Ich habe diese Erfahrung schon ausgeprägt gemacht,
allerdings funktionierte der Betrieb in dieser Zeit eher besser.
Ein Vorgesetzter sollte aber möglichst schnell Stellvertreter
und Nachfolger heranbilden, sonst besteht ein Risiko für das
Unternehmen. Wenn ein Vorgesetzter im Urlaub oder während eines
Seminars ununterbrochen erreichbar sein muss, so hat er einen
wichtigen Teil seiner Führungsaufgabe nicht erledigt. Bei der
Beurteilung einer Führungskraft sollte nicht alleine der
Arbeits-Einsatz oder bestenfalls noch die Arbeits-Methodik
beurteilt werden. Wichtig ist auch die Leistung zur Förderung
fähiger Mitarbeiter. Solange diese Fähigkeit nicht stärker
gewichtet wird, wird es Chefs geben, die sich eine Firma in der
Firma aufbauen.
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