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Controlling
in der Gastronomie
(Fortsetzung)
In vielen (jungen) Unternehmen wird überhaupt kein Controlling,
sprich: keine Planung, betrieben. Es fehlt also vor allem eine
konsequente und jeweils aktualisierte Finanzplanung.
Folge: Kein Überblick über die Kosten, die im Unternehmen anfallen
sowie über die liquiden Mittel, die zur Verfügung stehen.
Typische Fehler
Keine Zeit
Der tägliche Stress und die zu erledigenden Aufträge verleiten
dazu, „den lästigen Papierkram“ links liegen zu lassen.
Der Laden läuft zu gut
Auf den ersten Blick ein Widerspruch: Aber erfolgreiche
Unternehmen neigen zu folgenschweren Fehlern. Sie ruhen sich auf
ihren Lorbeeren aus, vernachlässigen den kritischen Vergleich
von Aufwand und Ertrag, wirtschaften weiter wie bisher und
verlieren Kunden und Markt aus dem Blick.
Alles im Kopf, kein Problembewusstsein
Gerade erfolgreiche Unternehmer haben durchaus alle wichtigen
Informationen über ihren Betrieb präsent: im Kopf. Allerdings
handelt es sich dabei meist nur um grobe Annäherungswerte
bezogen auf die tatsächliche Unternehmenssituation. Wer
Controlling-Informationen schriftlich fixiert, gewinnt ein
schärferes Unternehmensbild. Zudem entsteht, wenn genaue Fragen
für alle wichtigen Bereiche eines Unternehmens zu formulieren
sind, ein wacheres Bewusstsein dafür, wo welche Probleme
auftauchen können.
Das erledigen meine Leute
Controlling ist Chefsache. Auch in Firmen, die einen eigenen
Controller haben, müssen beide in enger Abstimmung miteinander
arbeiten. Dafür muss auch der Chef alle wichtigen Planungsdaten
kennen. Nicht selten delegieren Firmenlenker aber zum Beispiel
die ungeliebten Aufgaben der Kostenrechnung und Finanzplanung
komplett an Mitarbeiter. Folge: Sie verlieren den Überblick über
die Kosten- und Finanzsituation ihres Unternehmens.
Kostenstellen nicht klar definiert
Selbst wenn ein Kostenrechnungs-Controlling installiert ist,
bleibt der gewünschte Effekt oft aus – weil nicht klar definiert
ist, an welchen Stellen Kosten entstehen können. So bleiben
Ausgabenblöcke unbemerkt, weil ihnen keine Aufmerksamkeit
geschenkt wird.
Falsche Aufschlüsselung der Kosten
Viele Jungunternehmer tun sich außerdem schwer, die Gemeinkosten
ihres Unternehmens (etwa den Energieverbrauch) auf die
verschiedenen Kostenstellen (zum Beispiel Verwaltung, Produktion
etc.) zu verteilen. Entweder sind die Aufteilungen zu grob und
daher zu ungenau. Oder sie sind so differenziert und
kompliziert, dass der dafür notwendige Aufwand in keinem
vernünftigen Verhältnis mehr zum Ergebnis steht.
Aufschlüsselungen sollten daher so einfach wie möglich gehalten
sein. Schätzungen sind in der Regel ausreichend.
Controlling aneinander vorbei
Ein funktionierendes Rechnungswesen garantiert noch kein
funktionierendes Controlling. Nicht selten ermittelt die
Kostenstelle Daten, die für die unternehmerische Planung nicht
wichtig sind. Umgekehrt bräuchte die Geschäftsleitung
Informationen, die nicht erhoben werden.
>>> So funktioniert Controlling in der Gastronomie. >>>
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von
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