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letzte Aktualisierung: 
  09.08.2011

 
 

 
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Preisnachlässe in der Nebensaison?

 

 

Billige Zimmer in der Nebensaison

 

In der Nebensaison vermieten immer mehr Hotels ihre Zimmer zu Diskontpreisen, oft sind gerade einmal die Kosten gedeckt. Die einen schwören auf die Billigtouristen, die anderen orten Probleme mit Vollzahlern.

Besser Nullgeschäft als leere Betten
Um 29 Euro konnten die Teilnehmer eines Automobiltreffens am Ossiachersee nächtigen. Für den Hotelier war das ein Nullgeschäft, doch konnten zumindest Fixkosten abgedeckt werden. In saisonschwachen Zeiten bieten immer mehr Hoteliers ihre Betten etwa Hofer oder Billa Reisen an. Sie drängen immer mehr auf den Kärntner Markt. Ein Teil der Betten wird um Schnäppchenpreise hergegeben.

Durchgehende Beschäftigung der Mitarbeiter
Ein Beispiel ist das Almwellnesshotel Tuffbad im Lesachtal. Sieben Wochen im Jahr werden 15 Zimmer um rund die Hälfte des Normalpreises vergeben. Denn nur so sei eine beinahe Vollauslastung und eine durchgehende Beschäftigung der Mitarbeiter möglich, sagt Hotelier Gabriel Obernosterer.

Außerdem würden durch die hohe Auflagezahl der Prospekte Gäste aus allen Gesellschaftsschichten erreicht:
"Es ist ein neuer Vertriebsweg, der in anderen Tourismusdestinationen seit vielen Jahren erfolgreich läuft. Wir machen 260 Vollbelegungstage. Diese Zimmer, die wir den Diskontern weitergeben, sind die ertragsreichsten Zimmer. Das einzige, was ich dort leisten muss ist ein günstiger Preis. Damit ist garantiert, dass das Zimmer durchgehend belegt ist. Wir haben keine Spitzen oder Talfahrten, keine Zeit, wo wir Betriebsabgänge leisten müssen. In diesen bestimmten Zeiten mit diesen Anbietern können wir das Haus auslasten."

Hoteliersvereinigung hat damit Probleme
Diskonttourismus sei mit Qualitätstourismus absolut vereinbar, meint Obernosterer. Andere Hoteliers sind da anderer Meinung. Für umfangreiche Leistungen müsse der Gast auch zahlen. Im Preiskampf mit der Türkei oder den Kanaren könnte Kärnten so oder so nicht mithalten, sagt Anton Wrann, Landessprecher der Hoteliervereinigung: "Qualität hat einfach ihren Preis und ich glaube nicht, dass es geschickt ist, wenn man um jeden Preis verkaufen muss. Gerade die Preisdurchsetzung ist seit längerer Zeit in Kärnten ein Problem. Ich rate den Kollegen, sich Beispiele in anderen Bundesländern oder beim Städtetourismus zu nehmen, wo es gute Preisdurchsetzungen gibt."

"Großteil des Umsatzes in Kroatien"
Klaus Schuster bringt über sein Incoming Reisebüro in Klagenfurt Gästegruppen aus Deutschland nach Kärnten. Doch hier sei fast kein Geschäft mehr zu machen: "Seit der Gründung des Unternehmens vor 14 Jahren war es damals so, dass 100 Prozent des Umsatzes in Kärnten stattgefunden haben. Heute machen wir etwa 70 Prozent des Umsatzes in Kroatien…das hat sicher mit der Konkurrenzierung durch den Kärntenverkauf in Kärnten zu tun."

Vollzahler könnten verärgert sein
Schuster warnt davor, dass Stammgäste, die den Normalpreis zahlen, verärgert werden und nicht mehr kommen, wenn sie in den Hotels auf Billiggäste treffen. Dennoch dürfte die Billigpreisschiene für manche Hoteliers in Kärnten mittlerweile überlebensnotwendig sein.

Quelle: http://kaernten.orf.at

 

 

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