|

Weiterbildungs- und
Betriebsberatungsges.m.b.H.
Im Weideland 8
4060 Leonding
Tel.: 0732/772267
Fax: 0732/772267-50
office@gastlichkeit.at
|
|

Sinnvolle zusätzliche Annehmlichkeiten für Ihre Gäste im
Hotel
Die Konkurrenz ist groß,
da sollten Sie sich schon etwas Besonderes einfallen lassen.
Erfolgreich ist, wer seine Gäste mit kleinen
Aufmerksamkeiten in Erstaunen versetzt.
In
der folgenden Checkliste haben wir eine Reihe von
Annehmlichkeiten zusammengestellt, mit denen Sie Ihre
Gäste sicherlich positiv überraschen werden.
Website:
-
eine
Sitemap und/oder eine Suchfunktion
-
Eine Online-Reservierungsmöglichkeit
oder Verfügbarkeitsprüfung
-
ein verständlicher Anfahrtsplan (für die
Anreise mit Auto, Flugzeug, öffentl. Verkehrsmittel.
Skizze nicht vergessen)
Schriftverkehr:
-
Anfragebeantwortung per Mail zumindest
innerhalb von vier Stunden
-
Reservierungsbestätigung als Antwort auf
die Buchung innerhalb von 24 Stunden
-
Zusendung von Unterlagen per Post
innerhalb von 3 Werktagen. Dazu ein Begleitbrief mit
korrekter persönlicher Anrede
-
Herzlichkeit auch zwischen den Zeilen
spürbar machen. Emotionen wecken.
Telefon:
-
Eine wirklich herzliche Begrüßung
anstelle einer automatisierten Floskel
-
Gast mit seinem/ihrem Namen ansprechen
-
Empfehlungen
aussprechen (Zimmer, Restaurant, Wellness, Beauty...)
-
Wichtige Einzelheiten
wiederholen
-
Für Anruf
ausdrücklich bedanken
-
Ein aufrichtiges
Interesse am Gast spürbar machen
Anreise:
-
Klare Beschilderung
(soweit möglich und von der Gemeinde erlaubt)
-
Bequeme, großzügige
Hotelzufahrt (Architektur, Sauberkeit, ...)
-
Parkservice
(ACHTUNG: Wenn der Mitarbeiter beim Parken die
Sitzstellung verstellt, dann sollte er diese auch beim
Aussteigen wieder in den ursprünglichen Zustand stellen)
-
Gepäckservice vom Auto ins Hotel
-
Einfache Orientierung (durch
Beschilderung, Architektur)
Check-in:
-
Erstklassiges Erscheinungsbild der
Mitarbeiter (Sauberkeit, Zustand, Stil)
-
Herzliche Begrüßung (siehe Telefon)
eventuell mit Handschlag
-
Einen
Willkommensdrink (Erfrischung) anbieten
-
Mit dem Gast eine kleine Hausführung
veranstalten
-
Gäste mit Namen
ansprechen
-
Meldezettel vom Gast
nur unterschreiben lassen (vorbereiten)
-
Hilfe mit Gepäck
organisieren
-
Gäste auf das Zimmer
begleiten
-
Dosierte
Erläuterungen am Zimmer (z.B. Öffnungszeiten Bar,
Restaurant, Frühstück, Wellness etc.)
-
Einen angenehmen
Aufenthalt wünschen
-
Konzert-, Kino-, Theater-, Kabarett-
oder Opernkarten für den Gast besorgen
Zimmer:
-
Ein
Willkommensbrief (handschriftlich oder zumindest mit
einer handschriftlichen Unterschrift)
-
Ein
Korb mit frischen Früchten (evtl. aus dem eigenen
Garten)
-
Ein
kostenloses Mineralwasser
-
Eine
Flasche Wein (auf Kosten des Hauses) und zwei Weingläser
-
Eine
gut gefüllte Mini-Bar
-
Ein
Schreibtisch inklusive Schubfach mit Linealen,
Heftklammern, Büroklammern etc.
-
ein
Faxgerät und/oder Internetanschluss im Zimmer (wenn Sie
häufig Geschäftsreisende beherbergen)
-
Eine Schreibmappe mit Briefpapier und
Schreibgerät
-
Ein
Notizblock mit Bleistift neben dem Telefon
-
Ein
leicht zu gebrauchender Safe
-
Kaffeebecher, Tassen, ein Wasserkocher und eine Auswahl
an Tee- und Kaffeesorten mit entsprechendem Zubehör
-
Ein aktuelles
Fernsehprogramm auflegen
-
Eine Polsterauswahl
(für Allergiker)
-
Ein "stummer Diener" mit
Hosenbügelfunktion
-
Ein
Korb mit Hygieneartikeln (Hautcremes, Haarpflegemittel,
Rasierer, Rasiercreme und Aftershave)
-
Ein
gut beleuchteter Kosmetik-/Rasierspiegel im Bad
-
Eine Personenwaage im Badezimmer
-
Ein hochwertiger Fön
-
Mit Seide überzogene Kleiderhaken
zusätzlich zu ausreichenden aus Holz (kein Plastik!)
-
Kleine Musikanlage mit ausgesuchter
CD-Auswahl
Housekeeping:
-
Ein Wasch- und/oder Bügelservice
anbieten
-
Am
Abend Baumwollslipper neben dem Bett, Kekse auf dem
Nachttisch und ein Betthupferl auf den Bettlaken
-
Ein Abdeckservice am Abend, damit der
Gast nicht erst die Tagesdecke etc. wegräumen muss, um
ins Bett gehen zu können. Dabei
sollen/können dann nachfolgende Tätigkeiten die
Bequemlichkeit des Gastes zusätzlich erhöhen: - Bettabdeckung entfernen oder zurückschlagen - Vorhänge zuziehen
- Nachttischlampen einschalten - Bestellkarte für das Frühstück bereitlegen - Fernbedienung auf dem Nachttisch bereitlegen - Sauberkeit überprüfen (Toilette, Waschbecken, Badezimmerboden,
Badewanne, Dusche, Mülleimer leeren) - Aufräumen (gebrauchte Handtücher, Wassergläser, Teller, Besteck, Gläser) - Ordnung wiederherstellen (Kleidungsstücke des Gastes, Schuhe, Zeitungen,
Toiletteartikel des Gastes)
-
Eine kleine Aufmerksamkeit für den Gast
nach dem Aufräumen
-
Ein Wetterbericht auf dem Kopfpolster
Kinder:
-
Ein sauberes, großzügiges Spielzimmer
mit Tageslicht und Spielzeug für verschiedene
Alterstufen in ordentlichem Zustand
-
Eigenes Kinderbesteck und -teller
-
Eine eigene Kinderkarte
-
Vorreihung von Kinderbestellungen in der
Küche
-
Die Mitarbeiter sprechen Kinder direkt
an (Kommunikation erfolgt nicht über die Eltern)
-
Kinderbetreuung während des Essens der
Eltern
-
Ein sicherer Spielplatz im Freien
Restaurant:
-
Ausreichende Abstände zwischen den
Tischen
-
Aperitif aktiv anbieten (in Form vom
aufrichtigen Empfehlungen anstelle der weitverbreiteten
Aufzählungen)
-
Amouse gueule/bouche servieren
-
Vorspeise/Hauptgang dem richtigen Gast
servieren ohne fragen zu müssen
-
Nebenteller, Nebenbesteck und
Menagen nach Beendigung des Hauptganges abräumen
-
zu Kaffee/Tee ein petit fours/eine
Schoko/ein Keks servieren
-
Verschiedene Zuckerarten zur Auswahl
-
Sehr gute Bouteillen-Weine auch
glasweise servieren
-
Weinverkostungen für Gäste bzw.
Wein-Kommentationen
-
Die Gäste mit Namen ansprechen
Frühstück:
-
Aktiv Hilfe beim Buffet anbieten
-
Gäste mit Namen ansprechen
-
Beschriftungen von schwer zu
identifizierenden Angeboten am Buffet
-
Vorgewärmte Teller für warme Angebote
-
Extra Speisen (z.B. Ham & Eggs…) auf
eigener Karte
-
Möglichkeit verschiedene Kaffeearten zu
bestellen (z.B. Cappuccino)
-
Eine Vital-Ecke am Buffet
-
Hausgemachte Marmeladen zum Mitnehmen
anbieten
Zimmerservice:
-
Bestellungen am Telefon wiederholen, um
Missverständnisse zu vermeiden
-
Fragen ob ausserviert werden bzw. wo
Tablett/Trolley abgestellt werden darf
-
Warme Speisen mit Abdeckhaube servieren
-
Getränke einschenken
-
Info geben, wann Tablett/Trolley wieder
abgeholt wird
-
Bei Frühstücksservice frische Blumen und
eine Vase mitbringen
-
Die Frage stellen: "Darf ich sonst noch
etwas für Sie tun?"
-
Den Gast mit Namen ansprechen
Bar:
-
Ein angemessener Musikstil und
Lautstärke für eine Hotelbar
-
Die Karte geöffnet reichen (auch bei
Tischkarten)
-
Drinks aktiv anbieten (aufrichtige
Empfehlungen)
-
Die Drinks auf Untersetzer (z.B. kleine
Servietten) stellen
-
Bei glasweiser Wein- oder
Champagnerbestellung die Flasche präsentieren und aus dieser
einschenken
-
Nüsse oder Oliven in Schalen mit Löffel
-
Salz-Knabbergebäck anbieten
-
Die Gäste mit Namen ansprechen
Freizeit/Wellness/Beauty:
-
Ein Getränkeservice im Wellnessbereich
-
Ausreichend Handtücher zum Tausch
bereitstellen
-
Shampoo/Duschgel zu Verfügung stellen
-
Aufmerksamkeit und Herzlichkeit der
Angestellten, wenn sie dem Gast außerhalb der Gasträume
(z.B. Gängen, Stiege, ..) begegnen
-
Ausreichend Angebote für aktive Erholung
(z.B. Wandern, Golf, Tennis, …) anbieten
-
Unterrichtsmöglichkeiten (Golf,
Schifahren, Tai Chi, Wein ...) anbieten. Merke: Gäste
wollen gerne etwas lernen, aber nicht belehrt werden!
-
Bei Behandlungen (Massagen, Beauty) Gast
mit Namen ansprechen
-
Dem Gast verschiedene Musikrichtungen
bei der Behandlung anbieten
Services:
-
Ein persönlicher Weckruf, anstelle von
automatisierter Weckeinrichtung
-
Beim Wecken den Gast mit Namen
ansprechen
-
Bei Beschwerden:
- für das Vorbringen der Beschwerde bedanken
- jede Beschwerde wirklich ernst nehmen (Gast spürt
Heuchelei sofort)
- sich für die Unzulänglichkeit entschuldigen
- der Versuchung widerstehen, sich oder das Haus zu
verteidigen
- umgehend eine Lösung des Problems veranlassen (Gast
soll Aktion auch mitbekommen)
- über über die Behebung des Problems hinaus eine
Wiedergutmachung leisten
- Den Gast mit Namen ansprechen
-
Lese-Brillenverleih
-
Leih-Stolas für kühlere Herbstnächte auf
der Terrasse
-
Schirmverleih bei regnerischen Tagen
Check-out:
-
Dem Gast Hilfe mit
dem Gepäck anbieten/organisieren
-
Nachfrage über die
Zufriedenheit des Aufenthaltes stellen
-
Rechnung vorbereiten
und dem Gast erklären. Zusammenfalten und dem Gast in
einem Kuvert übergeben
-
Gast kann (beinahe)
uneingeschränkt wählen, wie er bezahlen möchte (die
gängigsten Kreditkarten zu akzeptieren, ist ein Muss!)
-
Hilfestellung zur
Erreichung des nächsten Zieles geben bzw. nachfragen, ob
solche benötigt wird
-
Den Gast zur Türe
begleiten und dort verabschieden
Ausgezeichnete Hotellerie bedeutet, gut sein in vielen
kleinen Dingen. Wenn der Gast das Haus glücklicher verlässt,
als er es betreten hat, dann - und nur dann - haben alle
Beteiligten einen guten Job gemacht.
Autor:
Kurt H. Steindl
|
|
|