Verschlusssache Wein: eine Frage des Korkens
Über Jahrhunderte hinweg galt Kork als einzig denkbarer Verschluss für Wein. Weder Winzer noch Verbraucher kamen lange Zeit auf die Idee, dass es andere Möglichkeiten geben könne, Flaschen zu verschließen. Die Rinde der Korkeiche galt als natürlicher und unverrückbarer Bestandteil der Weinkultur.
Eine Diskussion über den Kork als Weinsiegel, eine Erforschung von Sinn und Unsinn des Naturkorken begann erst vor wenigen Jahrzehnten - als Schraubverschlüsse und Kronkorken allmählich in Mode kamen. Einen Aufschrei der Empörung löste dies nur deshalb nicht aus, weil zunächst ausschließlich die einfachsten Literflaschen mit den billigen und deshalb bei Kellereien beliebten Metallkapseln verschlossen wurden. Für die Kunststoffstöpsel galt Ähnliches: Auch hier waren es zunächst nur die Schoppenweine, die auf diese Art und Weise "verkorkt" wurden.
Die Diskussion beginnt
Ernsthaft diskutieren Weinkenner und Winzer,
Weinhändler und Kellerei-Geschäftsführer erst seit
wenigen Jahren über das Für und Wider des Naturkorkens:
der Streit begann, als die ersten Spitzenweine mit
Alternativen auf den Markt kamen. Glühenden
Kork-Verfechtern stehen nun eingefleischte Anhänger der
aus Silikon oder Metall, neuerdings aus aus Glas
gefertigten Alternativen gegenüber. Die einen wollen
nicht auf den gewohnten "Plopp" verzichten, die anderen
ziehen garantiert reintönige Weine jeder Nostalgie vor.
Doch sind Weine mit Glas- und Schraubverschluss auch wirklich immer sauber und klar - auch noch nach Jahren? Braucht der Wein vielleicht sogar den "natürlichen" Einfluss des Naturkorks?
Unabhängige Information
Die Webseite
www.Verschlusssache-Wein.de
will aufklären und sowohl Verbrauchern als auch
Erzeugern und Weinhändlern eine Entscheidungshilfe geben
bei der Wahl des richtigen Verschlusses. Grundlage sind
nicht die persönlichen Ansichten der Autoren, es ist
ausschließlich der Stand der Wissenschaft, es sind die
stets aktualisierten Erfahrungen der Winzer und
Konsumenten.



Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von www.wein-plus.de