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Kundenorientierung als
Grundlage eines umfassenden Qualitätsmanagements
von Kurt H. Steindl, Akademischer Trainer
Einbindung
der Kundenorientierung in die neue ISO-9000
„Die oberste Leitung muss sicherstellen, dass die
Kundenforderungen ermittelt und mit dem Ziel der Erhöhung der
Kundenzufriedenheit erfüllt werden.“ (Campell 2002, S. 39)
Als wichtige Neuerung enthält die
neue DIN EN ISO 9001:2000 den Schwerpunkt Kundenorientierung.
Hierzu ist bei der Industrie- und Handelskammer Flensburg (IHK)
nach zu lesen: „Das Unternehmen erhebt sorgfältig die
Kundenwünsche bzw. die Forderungen des Marktes, prüft die eigene
Fähigkeit zur Erfüllung, erbringt die Leistung gemäß den
Spezifikationen und ermittelt nach Abschluss die
Kundenzufriedenheit.“ (http://www.flensburg.ihk24.de,
Stand 13.2.2004)
In der neuen ISO
9000:2000 nimmt also die Kundenorientierung einen entscheidenden
Platz ein. Der Zufriedenstellung des Kunden wird oberste
Priorität eingeräumt. Die customer satisfaction wird zur
zentralen Regelgröße. Alles Handeln ist auf den Kunden
ausgerichtet. Wobei im inneren Ablauf jeder Lieferant und Kunde
zugleich ist. Dieser Punkt wird später noch genauer zu
betrachten sein.
Kunden bzw.
Gäste haben außerdem bestimmte Erwartungen und Forderungen an
das Unternehmen. Werden diese erfüllt, so neigen Kunden bzw.
Gäste dazu, diese positiven Erfahrungen im Bekanntenkreis weiter
zu erzählen. Bei Nichterfüllung trifft das auch zu, allerdings
ist hierbei die Gefahr einer größeren Verbreitung des negativen
Erfahrungsberichtes gegeben.
(vgl. Campell 2002, S 39)
Bestehende Kunden an das Unternehmen zu binden ist billiger, als
neue Kunden zu gewinnen. (vgl. Wagner 1997, S. 25) Aus diesem
Grund ist in nachfolgender Abbildung auch der Kunde an beiden
Seiten des ISO-Prozess-Modells (siehe Abbildung 1) zu finden.
Eine wesentliche Änderung zu früheren Prozessmodellen ist die
Tatsache, dass der Kunde das Produkt bestimmt und nicht die
Ökonomie der Herstellung.

Modell eines
prozessorientierten Qualitätsmanagementsystems
(Quelle: ISO 9000:2000, in Anlehnung an Campell 2002, S. 6)
In
der Abbildung deutlich ersichtlich ist die oberste Priorität
eines prozessorientierten Qualitätsmanagementsystems nach ISO
9000:2000: die ständige Verbesserung des Systems. Dies wird
durch einen permanenten Informationsaustausch zwischen der
Unternehmensleitung und den Kunden, sowie der ständigen Messung
der Kundenzufriedenheit ermöglicht. Neu in der ISO 9004 ist die
Ausrichtung, Kundenwünsche möglichst zu übertreffen. Der in der
Abbildung dargestellte Regelkreis ist in sich geschlossen und
zeigt anschaulich die notwendige ständige Neuorientierung der
Prozessleitung.
>>> Fortsetzung >>>
| Dies ist ein Auszug
aus:
Beschwerdemanagement im Dienstleistungsgewerbe
Gastronomie –
effektive Beschwerdebehandlung als Trainingsziel
Eine
Projektarbeit anlässlich des Abschlusses des
Universitätslehrganges für Training und
Bildungsmanagement an der Johannes Kepler
Universität Linz
Autor: Kurt H. Steindl,
Akademischer Trainer, April 2004
Diese
Projektarbeit können Sie käuflich erwerben.
93 Seiten, gebunden, 90,00 Euro + Versand
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