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Der
Gast bestimmt die Preise
Fälschlicherweise
wird oft davon ausgegangen, dass auch in Gastgewerbe und
Hotellerie der Gast grundsätzlich tiefe Preise den höheren
Preisen vorzieht.
Im
Gastgewerbe
Richtig
ist, dass der Gast bereit ist, für die Befriedigung seiner
verschiedenen Bedürfnisse verschieden hohe Preise zu zahlen.
Z.B.
jener Gast, der kurz eine kleine Mittagsverpflegung einnehmen
will, wird sich eine preislich günstige Essgelegenheit suchen.
Jener
Gast aber, welcher seine Partnerin zu einem Festessen einladen
will, wird keineswegs das Selbstbedienungsrestaurant ansteuern,
sondern ein Speiserestaurant, weiches ein gediegenes Erlebnis
garantiert mit den entsprechend hohen Konsumtionspreisen.
In der Hotellerie
Geschäftsreisende werden kaum ihre Übernachtung aufgrund der
Zimmerpreise aussuchen, sondern sich großzügige Räume mit dem
heute üblichen Komfort suchen, da ihre Hotelrechnung über Spesen
weiterverrechnet wird. Für den Familienvater auf Reisen spielen
dagegen Hotelpreise eine sehr wichtige, wenn nicht entscheidende
Rolle bei der Ferienplanung.
| Wichtige
Kriterien der Preise = Preispolitik |
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Die
Preise müssen der Qualität des Gästeerlebnisses
entsprechen. |
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Die
Preise müssen den Vorstellungen entsprechen, weiche sich
der Gast vor, während und nach dem Besuch des Betriebes
macht. |
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Gut
vergleichbare Angebote (z.B. Kaffee, Bier, Alkoholfreies)
können im Preis nicht stark vom Normalniveau gegen oben
abweichen, da dies den Gästen unangenehm auffällt. Diese
Angebote eignen sich jedoch als “Lockvögel”, wenn sie
tiefer als das Normalniveau angesetzt werden. Gäste
werden aufgrund von “Lockvögeln” in den Betrieb
kommen und dann vielleicht auch andere Angebote
konsumieren. |
Die Konkurrenz bestimmt die
Preise
Gastgewerbliche Preise werden natürlich auch wesentlich von
der Konkurrenzsituation bestimmt. Doch auch beim
Konkurrenzfaktor gilt: Je weniger die Angebote vergleichbar sind,
desto freier ist die Preisgestaltung. Nicht zu empfehlen ist der
Konkurrenzkampf über den Preis. Im allgemeinen verliert der
angreifende (also preissenkende) Betrieb ebenso wie der
angegriffene Betrieb.
Die Kosten bestimmen die Preise
Vielfach werden Preise noch immer aufgrund des Einkaufs
bestimmt. Dies ist aus verschiedenen Gründen sehr gefährlich.
Dies würde ja auch bedeuten: Je schlechter eingekauft wird, desto
höher der Preis. Die gute Nachricht: Den Gast und die Konkurrenz
kümmert es überhaupt nicht, wie hoch oder wie tief eingekauft
wurde. Interessant ist nur das Angebot und sein Preis im Vergleich
zu anderen Angeboten.
Die Kosten müssen bei
der Preisgestaltung berücksichtigt werden.
Der Wareneinkauf ist dabei häufig die einzige laufend
vorliegende Basis. Sofern er konstant die oberste Grenze von 30%
des Food + Beverage - Umsatzes nicht überschreitet, liegt die
Preisgestaltung auch von der Kostenseite her gut.
Grundsätzlich
stehen drei mögliche Formen von Preisfindungsverfahren zur Verfügung.
Veröffentlichung
mit freundlicher Genehmigung von

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