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Arbeitsplatzbeschreibung
Stellen Sie
sich vor, Sie kommen in einen neuen Betrieb und niemand sagt
Ihnen, was Sie zu tun haben, wo alles ist und wie gearbeitet
wird. Sie werden erst verwirrt sein, danach aggressiv werden und
schlussendlich dem ganzen gleichgültig gegenüberstehen.
Um das zu
vermeiden, werden Sie Ihre Mitarbeiter persönlich und mündlich
ordentlich auf ihre Aufgaben vorbereiten. Aber nicht immer ist
es möglich, alle Mitarbeiter stets selbst und umfassend zu
betreuen. Zu diesem Zweck gibt es die Arbeitsplatzbeschreibung
in der die Position, für die sie gilt, standardisiert
beschrieben wird. Weiter ist darin das Vorgesetztenverhältnis
des Jobs erklärt und die Voraussetzungen, die ein neuer
Mitarbeiter für die Stelle mitbringen muss.
Der
wichtigste Bereich ist aber die eigentliche
Arbeitsplatzbeschreibung, aus der die vom Mitarbeiter erwarteten
Tätigkeiten deutlich hervorgehen: Was hat der individuelle
Mitarbeiter am Beginn seiner Früh-, Spät- oder Nachtschicht
genau zu tun. Was folgt danach, wie hat er den Großteil seiner
Arbeit zu verrichten und was hat er bei Arbeitsmangel zu tun.
Die Arbeitsplatzbeschreibung schließt mit den Tätigkeiten vor
dem Verlassen des Arbeitsplatzes am Ende der Schicht und mit der
Übergabe an den Kollegen.
Entwicklung der Stellenbeschreibung
Falls für eine Position noch keine Stellenbeschreibung
existiert, geben Sie dem betroffenen Mitarbeiter die Aufgabe,
seine Tätigkeiten, Verantwortlichkeiten und Zusatzarbeiten
aufzulisten und in übersichtlicher Darstellung vorzulegen. Dafür
geben Sie ihm etwa einen Monat Zeit. Die Darstellung muss auch
die Fertigkeiten und Fähigkeiten beinhalten, die er benötigt, um
seine Aufgaben gut erfüllen zu können.
Anschließend
setzen Sie sich mit dem Mitarbeiter, der Abteilungsleitung
zusammen und versuchen, den idealen Arbeitsablauf für jede
Schicht in jeder Abteilung zu Papier zu bringen. Falls es
arbeitsrechtliche Bedenken gibt, wäre der dem Betrieb gegenüber
positiv eingestellte Betriebsrat oder ein Arbeitsrechtsberater
zu kontaktieren. Auf jeden Fall sollte vermieden werden, dass
Sie die „job descriptions“ bald nach dem Inkrafttreten wieder
ändern müssen.
Wenn es dann
nach einiger Zeit zu Wünschen nach Änderungen kommt, sollte man
diese mit offenen Augen und Ohren behandeln. Die
Arbeitsplatzbeschreibung ist ein dynamisches und kein starres
Hilfsmittel, um Ihren Betrieb besser zu managen.
Alle, Ihre
Hilfskräfte, Ihre gelernten Kräfte, Ihr mittleres Management und
auch Ihr Geschäftsführer, bekommen eine
Arbeitsplatzbeschreibung. Die der Abwäscher wird wahrscheinlich
eine halbe Seite umfassen, die Ihrer Köche etwas über eine
Seite, die des Abteilungsleiters Service zwei Seiten und die des
Direktors drei Seiten.
Die
Einführung
Wenn Sie dann alle Arbeitsplatzbeschreibungen fertig haben,
verführt die Idee, sie auf einmal für den ganzen Betrieb
einzusetzen. Hüten Sie sich davor! Probieren Sie sie besser in
einer Unterabteilung erst einmal aus und sobald sie dort
„sitzt“, machen Sie mit der nächsten Unterabteilung weiter. Aber
vergessen Sie nicht, Ihre persönliche Anteilnahme am Betrieb
kann keine Stellenbeschreibung ersetzen!
Auch hier
gilt, dass der alte und neue Mitarbeiter die
Arbeitsplatzbeschreibung zu lesen und sie als „zur Kenntnis
genommen“ zu unterschreiben hat. Nicht um sich sklavisch daran
zu halten, sondern um eine Hilfestellung zu bekommen, seine
Arbeit optimal durchführen zu können. Nach wie vor sollte der
Mitarbeiter sein „Hirn einschalten“, wenn er mit der Arbeit
beginnt.
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