
7 Tipps für
besseren Weinverkauf
Keine Frage: Das
Thema Wein ist heute Kult. Immer mehr Fans besuchen Weinproben,
verkosten Wein daheim und legen Wert auf leger-lustbetonten
Weingenuss. Noch versäumen es viele Gastronomen, diesem Trend
mit adäquaten Verkaufsideen Rechnung zu tragen.
Ungenügende
Auswahl, zu hohe Aufschläge, unzureichender Service - Weinfans
finden das Weinangebot in der mittelständischen Gastronomie oft
zum Weinen. Wer ein attraktives Angebot auf die Beine stellen
will, beherzigt folgende Tipps:
1. Mehr Spannung
im Angebot
Ein normaler Betrieb muss nicht mehr als 25 verschiedene Weine
bieten, sollte aber auf ausreichend Rhythmik im Angebot achten.
Empfehlenswert sind 8 offene Weißweine und 8 offene Rotweine.
Wichtig ist, dass in punkto Rebsorten, Ausbaustilen und
Anbaugebieten eine gewisse Varianz gegeben ist. Ein süffiger
Weißburgunder sollte ebenso dabei sein wie ein Chardonnay
Barrique. Auch auf ausgewogene internationale Provenienz ist zu
achten. Im Moment verfallen viele oft zu einseitig dem Trend zu
New World-Weinen aus Australien, Kalifornien, Südafrika oder
Chile.
2. Auf
ausgewogene Qualität achten
Gerade bei Rotwein flacht die Güte des Angebotes häufig ab. Die
Qualität der Rotweine auf der Karte sollte jener der Weißweine
entsprechen - in der Praxis klafft hier oft eine Differenz.
Vorsicht auch bei offenen Flaschen: Das Aroma schwindet,
Rotweine werden oxydativ. Nicht schnell noch ausschenken,
sondern wegtun oder in der Küche verwenden.
3. Faire Preise
Überzogene Preise dienen weder dem gastronomischen Profil noch der
Kundenbindung. Wein ist im Trend, die Verbraucher kennen sich
immer besser aus. Durch private Einkäufe kennen sie oftmals auch
die Preisstruktur und können die Aufschläge erkennen. Eine
moderate Kalkulation fördert nicht nur das Vertrauen der Kunden,
sondern auch die Probierlust und den Konsum.
4. Mehr Service
Ein Mehrmaß an Service beschert mehr Umsatz und mehr Gäste! Dazu
gehört einerseits eine verbesserte Produkt-Kenntnis,
andererseits auch mehr Dienstleistung rund um den Wein.
Kombinieren Sie Speisen und Wein, knüpfen Sie kleine Pakete und
empfehlen Sie bestimmte Weine zu bestimmten Gerichten. Dazu
bedarf es nicht allzu viel Weinverstandes, das kann man vorher
im Team probieren.
5. Lassen Sie
ihre Mitarbeiter probieren
Mitarbeiter brauchen Produkt-Kenntnis, schließlich müssen sie
Genuss vermitteln können. Ein Desinteresse an Produkten fördert
schlechten Service. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter offene Weine
probieren und ihren Charakter beschreiben. Veranstalten Sie
regelmäßige Trainings.
6. Vertrauen Sie
Ihrem eigenen Geschmack
Trauen Sie sich mehr zu. Machen Sie nicht aus Unwissenheit einen
Bogen um das Thema, sondern setzen Sie sich damit auseinander.
Lassen Sie sich von Ihren Winzern bzw. Weinhändlern kurze
Steckbriefe zu den Weinen machen, besuchen Sie Weinseminare. Der
tägliche Umgang mit dem Thema erweitert Ihr Wissen automatisch.
7. Ziehen Sie
einen Experten zu Rate,
wenn Sie unsicher bei der Gestaltung der Weinkarte sind. Große
Weinhandelshäuser beraten Ihre Kunden ebenso wie Sommeliers.
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